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Wann hilft das homöopathische Mittel Natrium muriaticum bei MS?

Lesezeit: 2 Minuten Natrium muriaticum ist das am häufigsten verschriebene homöopathische Mittel bei multipler Sklerose, doch auch hier gilt wieder: Je besser es im Einzelfall passt, umso deutlicher wird es seine Kraft entfalten.

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Wann hilft das homöopathische Mittel Natrium muriaticum bei MS?

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Hinweis auf Natrium muriaticum: Die MS-Erkrankung beginnt mit einer Entzündung des Sehnervs

Die Krankheit beginnt mit einer Entzündung des Sehnervs (optische Neuritis; die Sehschärfe nimmt ab) und diffusem Taubheitsgefühl. Neben einer verschwommenen Sicht kann es auch zum plötzlichen Verlust des Sehvermögens kommen. Oder zu Doppeltsehen (Diplopie), Nachbildern und Akkommodationsschwäche. Hier ist die Anpassung der Sicht an wechselnde Distanzen erschwert.

Lesen ist zu ermüdend für die Augen. Natrium-muriaticum-typisch tränen diese beim Lachen, Husten oder im Wind. Taubheitsgefühle können am ganzen Körper auftreten, an der Zunge und besonders in Händen und Füßen, die Fingerspitzen kribbeln.

Deutlicher als Schwäche zeigt sich bei Natrium muriaticum eine gewisse Unbeholfenheit: Durch Taubheitsgefühle der Hände lässt der/die Patient/in Dinge fallen. Sie magern durch Kummer und dem Gefühl von Hoffnungslosigkeit ab, wobei die Abmagerung absteigend ist und an Hals und Nacken beginnt.

Alle Symptome verschlechtern sich in der Sonne und durch Sonnenlicht, zumeist auch zwischen 09.00 und 11.00 Uhr. Besserung erfährt Natrium muriaticum durch Liegen auf hartem Untergrund.

Wenn lähmender, langanhaltender und stiller Kummer im Hintergrund wirkt, ist Natrium muriaticum indiziert

Ausgelöst wurde dieser Kummer durch den Tod eines geliebten Wesens, durch unerwiderte Liebe oder enttäuschte Beziehungen. Der Nat-mur-Mensch hält den Schmerz fest und macht emotional dicht. Er/sie kann vielleicht verstehen, doch nicht verzeihen oder vergessen. (Rosina Sonnenschmidt rät zu einer Einnahme im Wechsel mit Carcinosinum, damit der innere Konflikt aktiviert wird und gelöst werden kann und zu psychologischer Begleitung.)

Trotz großer Traurigkeit können sie in Gegenwart anderer nicht weinen, eventuell schmollen sie jedoch und seufzen. Alleine, durch Denken an vergangene Ereignisse oder auch durch Musik, können sie unwillkürlich in bittere Tränen ausbrechen.

Sie haben ein deutliches Verlangen nach Einsamkeit und Trost, ertragen sie nur von den richtigen Menschen. Es kann sein, dass sie wiederum von anderen um Trost ersucht oder ins Vertrauen gezogen werden, da sie verständnisvoll und mitfühlend sind. Mitgefühl wird allerdings ihren Zustand verschlechtern.

Verfeinert, leicht verletzlich, empfindsam und ernsthaft, sehnen sie sich nach bedingungsloser Liebe und fürchten sich vor Intimität und Vertrauensbrüchen. Schon die Achtlosigkeit anderer können sie als Verachtung und Zurückweisung erleben. Sie selber zeigen sich unnahbar, schroff und ablehnend, da ihre seelische und körperliche Schmerzempfindung leicht angerührt ist. 

Manchmal hegen sie einen Groll oder eine Hassliebe gegen ihre Eltern, die ihnen mitunter selbst unverständlich ist.

Der Schlaf kann durch Gedanken an vergangene, schmerzhafte Erlebnisse und Grübeln gestört sein. Es tauchen Träume von Kümmernissen auf oder von Dieben im Haus. Letzteres kann bewirken, dass der Patient voller Schrecken erwacht und erst wieder einschläft, nachdem die gesamte Umgebung abgesucht wurde.

Verlangen besteht nach bitteren Speisen und Getränken (Tonic Water, welches verschlechtert oder Bier), Salzigem und Nudeln. Gegen schleimige Nahrung hat Natrium muriaticum eine deutliche Abneigung. Besserung erfahren sie typischerweise ohne regelmäßige Mahlzeiten, also auch durch Fasten. Auffällig ist weiterhin, dass bei Erkältung der Geschmacksinn verloren geht.

Fazit

Homöopathie kann dabei helfen, alten Kummer zu lösen und dadurch einen Schritt nach vorne in Richtung Gesundung zu machen. Auch wenn es schwerfallen mag um Hilfe zu ersuchen, möchte ich dennoch dazu ermutigen, sich einer homöopathischen Fachperson anzuvertrauen!

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