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Wann das homöopathische Mittel Hyoscyamus hilft

Lesezeit: 2 Minuten Das homöopathische Mittel Hyoscyamus hat ein breites Behandlungsspektrum. Es wirkt auf das Nervensystem und hilft Patienten, die unter extremen psychischen Verstimmungen leiden. Auch bei Hustenkrämpfen, Darmkrämpfen oder Schluckauf hat das Mittel eine lösende Wirkung. Lesen Sie mehr dazu in diesem Artikel!

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Wann das homöopathische Mittel Hyoscyamus hilft

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Das homöpathische Mittel Hyoscyamus wird aus dem schwarzen Bilsenkraut gewonnen. Die Pflanze
enthält so wie alle Nachtschattengewächse giftige Stoffe und kommt in Europa, Afrika und Asien vor. Die Wurzeln und Samen der Pflanze haben eine stark berauschende Wirkung, die bis zu sieben Tage anhalten kann.

Hyoscyamus ist in seiner Reinform stark toxisch

Schwarzes Bilsenkraut wird daher auch Hexenkraut genannt, da der Grat zwischen Rausch und Vergiftung sehr schmal ist. Hat eine Person eine zu hohe Dosis des schwarzen Bilsenkrauts eingenommen, so zeigen sich die Vergiftungserscheinungen folgendermaßen und können sogar bis zum Tod führen:

  • Erweiterte Pupillen
  • Halluzinationen
  • Beschleunigter Puls
  • Mundtrockenheit
  • Atemlähmung

    Hyoscyamus zielt auf das Nervensystem ab und hat eine entspannende Wirkung auf die Muskeln, zum Beispiel bei Krämpfen und Zuckungen, die häufig bei Epileptikern auftreten. Auch bei krampfartigem Husten, Darmkrämpfen, Zwerchfellzuckungen, die sich in häufigem Schluckauf zeigen und bei Harn- und Stuhlinkontinenz hilft das homöopathische Mittel Hyoscyamus.

    Bei Kindern behandelt es Schlafstörungen, Ängste und Verhaltensstörungen. Auch bei demenzkranken Patienten hat sich das Mittel bewährt. Mehr zum Einsatzgebiet von Hyoscyamus bei Kindern lesen Sie hier!

    Das Anwendungsgebiet von Hyoscyamus umfasst viele Bereiche:

    • Atemwege
    • Demenz
    • Epilepsie
    • Schluckauf
    • Tics bei Kindern
    • Blasenlähmung
    • Prämenstruelles Syndrom
    • Pharyngo-Laryngitis
    • Maniakalische Zustände
    • Schizoide Symptome
    • Bronchien

      Angewendet werden sollte Hyoscyamus bei Entzündungen im Bereich der Luftröhre oder des Kehlkopfs. Auch bei Bewusstseinsstörungen, Gewalttätigkeit und unzüchtigem Reden kann Hyoscyamus angewendet werden. Erregungszustände mit schnellem Puls und unregelmäßiger Atmung können ebenfalls mit dem homöopathischen Mittel behandelt werden.

      Das Erscheinungsbild von Hyoscyamus-Patienten

      Die Patienten, die Hyoscyamus einnehmen, sind häufig unruhig, misstrauisch oder eifersüchtig. Sie fluchen oft, schimpfen viel und reden häufig in der Fäkalsprache wenn sie wütend sind. Sie sind hysterisch, jähzornig und unberechenbar. Wenn sie sprechen artikulieren sie sehr gestenreich und ihr Lachen gleicht einer Grimasse.

      Sie zittern, die Finger sind ständig in Bewegung und ihre Stimmung ist sehr schwankend. Die Personen sind besessen und ihre Wahrnehmung ist verzerrt. Die Paranoia kann sogar bis hin zur Schizophrenie reichen. Häufig ist dieses Verhalten die Folge von seelischen Traumata.

      Wie wird das homöopathische Mittel Hyoscyamus dosiert?

      Die Symptome der Hyoscyamus-Patienten werden besser bei Wärme und verschlechtern sich bei seelischer Belastung, während der Menstruation, beim Hinlegen und bei Berührungen. Bis zur Potenz D3 ist Hyoscamus verschreibungspflichtig.

      Normalerweise wird mit Potenzen bis D6 therapiert, das Mittel wird sowohl in Globuli- als auch in Ampullenform verabreicht. Bei Schlafstörungen oder Hustenanfällen bei Kindern wird meist in Hochpotenzen therapiert. Hier kommen C9 bis C15 zum Einsatz.

      Auch bei Schluckauf wird C9 eingenommen, fünf Globuli verschaffen hier Abhilfe. Bei nervöser Unruhe und Verhaltensauffälligkeiten empfiehlt es sich, zwei Mal wöchentlich C15 zu geben. Bei Halluzinationen kann ein Mal wöchentlich C15 helfen. Normalerweise beträgt die Behandlungsdauer bei Halluzinationen einen Monat, sie kann aber auch nach Bedarf verlängert werden

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