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Walken: Abnehmen auf die sanfte Art

Lesezeit: 3 Minuten Was ist eigentlich Walken? Kaum jemand kennt sich damit aus, dabei ist Walking eine echte Alternative um abzunehmen. Lesen Sie hier, für wen die Sportart besonders geeignet ist und welchen Ursprung sie hat.

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Walken: Abnehmen auf die sanfte Art

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Nur wenige Sportarten werden heutzutage so belächelt wie Walking. Dabei ist die Freizeitvariante der olympischen Disziplin "Gehen" effektiver als man auf den ersten Blick vermutet. Genau wie bei anderen Ausdauersportarten werden das Herz-Kreislaufsystem trainiert und zusätzliche Kalorien verbrannt. Zudem werden die Gelenke geschont.

Beim Joggen dagegen werden Gelenke, Sehnen und Bänder stark beansprucht. Bis zum dreifachen Körpergewicht lastet bei jedem Schritt auf dem Bewegungsapparat. Gerade für Übergewichtige führt das häufig zu Gelenkbeschwerden und drückt damit auf die Motivation.

Wollen Übergewichtige abnehmen, sollten sie zunächst andere Wege gehen. In diesem Fall ist Walking eine gute Alternative. Das bestätigt auch das Deutsche Walking Institut: Ein großer Vorteil ist die einfache und risikolose Ausübung. Bei Osteoporosepatienten, Diabetikern, Rheuma- und Venenkranken erzielt Walking nachweislich besonders positive Effekte. Es senkt den Blutdruck, stärkt das Immunsystem und fördert den Stressabbau.

Walking ist ein Mittelweg zwischen Wandern und Laufen. Während sich viele Personen beim Jogging zu intensiv belasten, muss man beim Walken aber eher das Tempo anziehen, um positive Effekte zu erzielen.

Ohne Schweiß, kein Preis
Sportwissenschaftler der Universität von Alberta haben Walkern und Joggern miteinander verglichen. Dabei stellte sich heraus, dass Bewegung ohne Anstrengung die Fitness nicht groß verbessert. Lungenkapazität und Blutdruckwerte hatten sich bei den Walkern nur unwesentlich verändert. Wer zu langsam geht und sich dabei kaum anstrengt, wird nicht fitter. Ein Trainingseffekt erfordert gewisse Reize.

Die richtige Walking-Technik
Der wesentliche Unterschied zum normalen Gehen liegt in der Technik. Anders als beim normalen Gehen wird beim Walken vermehrt auf einen aktiven Armeinsatz und eine höhere Schrittfrequenz geachtet. Die Arme sollten rechtwinklig gebeugt sein und bei jedem Schritt gegenseitig mitschwingen. Bei einem leicht nach vorne geneigten Oberkörper schaut man geradeaus. Während die Schultern locker nach unten hängen, setzt man den Fuß auf der Ferse auf. Dabei wird er von hinten außen nach vorne innen abgerollt. Abgeschaut hat man sich diese Technik von den professionellen Gehern.

Gehen entwickelt sich zur olympischen Disziplin
Öffentlich konkurrierten die Geher erstmals im Jahr 1682 in London. Der damalige Wettkampf bestand aus einem fünfstündigen Dauergehen. In den folgenden Jahren entwickelte sich Gehen und wurde gerade in Großbritannien immer populärer.

Im 18. und 19. Jahrhundert befand sich die beliebte Sportart auf dem Höhepunkt. Geher wie Robert Barclay Allardice wurden zu sportlichen Vorbildern. Der Gefeierte Fußgänger – so lautete sein Spitzname – stellte 1809 seinen größten Rekord auf. Ihm gelang es, in tausend Stunden hintereinander jeweils eine englische Meile zu gehen. Nur Ada Anderson, dem US-Amerikaner, gelang es, diesen Rekord zu verbessern. Er ging in tausend aufeinander folgenden Stunden jeweils innerhalb von 15 Minuten eine Meile.

Im 20. Jahrhundert hat der Sport etwas an Bedeutung verloren. Trotzdem wurden sowohl 50-km-Gehen (1932) als auch 20-km-Gehen (1956) zur olympischen Disziplin. Auch heute noch treten die Geher bei dem prestigeträchtigen Turnier gegeneinander an. Es gab und gibt auch erfolgreiche deutsche Geher.

Andreas Erm beendet Durststrecke
Seit Jahrzehnten gehören eine Hand voll deutsche Geher der Weltspitze an. Schon 1924 brach mit Paul Sievert ein Deutscher den Weltrekord. Die bei den Deutschen Meisterschaften erreichte Zeit von 4:34:03 Stunden hatte fast 27 Jahre Bestand. Niemand anderes hielt über so einen langen Zeitraum einen Weltrekord.

Mit Olympia 1968 in Mexiko begann Christoph Höhne eine „Goldene Ära“. Seinen Olympia-Sieg wiederholte sowohl Bernd Kannenberg 1972 in München als auch Hartwig Gauder in Moskau acht Jahre später. Zwischenzeitlich war 50-km-Gehen kurzzeitig nicht olympisch gewesen. 1988 gewann Gauder bei Olympia in Seoul ein weiteres Mal Bronze. Ronald Weigel wurde 1983 als erster Deutscher über die lange Geher-Distanz Weltmeister. Vier Jahre später belegte er den zweiten Rang bei der WM.

Andreas Erm beendete vor fünf Jahren die bis dahin andauernde Medaillen-Durstrecke und holte sich bei der Weltmeisterschaft in Paris Bronze. Dabei ging er in 3:37:46 Stunden deutsche Rekordzeit.

Im Moment sind Sabine Zimmer auf der 20 km-Distanz und André Höhne beim 50-km-Gehen die erfolgreichsten Deutschen. Zimmer erreichte bei den Olympischen Spielen in Peking einen fünfzehnten Platz, während Höhne Zwölfter wurde.

Warum Walken zu empfehlen ist:

  • Es senkt hohen Blutdruck
  • Es stärkt das Immunsystem
  • Es fördert den Stressabbau
  • Es kräftigt Muskeln sowie Gelenke
  • Es fördert einen gesunden Schlaf
  • Es steigert die Denkfähigkeit
  • Es hilft abzunehmen
  • Es stärkt das Selbstbewusstsein
  • Es wirkt als Jungbrunnen

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