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Vorsorge Fettgewebe: Wichtiger Energiespeicher für Notzeiten

Lesezeit: 2 Minuten Wer wäre nicht gerne schlank und rank? Und jeder denkt sich: "Warum bekomme ich mein Fett nicht weg?" Doch meist ist es anders, als gedacht. Denn das Fettgewebe in unserem Körper ist ein wichtiger Energielieferant, der auch in Notzeiten aktiv werden kann. Was bedeutet das für Diäten?

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Vorsorge Fettgewebe: Wichtiger Energiespeicher für Notzeiten

Vorsorge Fettgewebe: Wichtiger Energiespeicher für Notzeiten

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Was ist Fettgewebe?

Das Fettgewebe gehört mit zur Haut, eines der wichtigsten und größten Organe. Und jeder denkt sich: Warum bekomme ich mein Fett nicht weg? Wie in der Lederhaut ziehen sich durch die lockeren Schichten des Fettgewebes die Blut und Lymphgefäße.

Vergrößerung des Fettgewebes

Je nach Veranlagung, Ernährung und Bewegungsmuster hat der eine mehr und der andere weniger davon. Der Mensch kann in seiner Haut immerhin zehn bis zwanzig Kilo Fett speichern. Allerdings ist die Grenze nach oben eher offen. Das Fettgewebe besitzt die unangenehme Eigenschaft, sich bis zu 200-fach zu vergrößern. Und damit ist noch nicht genug. Die sich im Fettgewebe befindlichen Fettzellen sind in der Lage, sich aus den Bindegewebezellen neu zu bilden.

Fettzellen – behilflich oder unverfroren?

Haben Sie sich gerade durch eine der vielen Diäten gequält und stellen fest das die mühsam abhungerten Pfunde schneller wieder auf der Hüfte festsitzen? Nun, die Fettzellen sind nicht dumm. Während Sie Ihre Diät durchgehalten haben, waren die Fettzellen eher schläfrig. Man könnte Ihnen schon Vorsatz unterstellen, den Sie tun nur so, als ob.

In dem Moment, wo Sie wieder in Ihr normales Essschema fallen, fallen auch die Fettzellen unangenehm auf. Alle nicht verbrannten Kalorien ziehen sie sich an Land und Speichern sie als Fettzellen für Notzeiten wieder ein. Und damit nicht genug. Es werden mehr Fettzellen als vor der Diät gebildet. Der Grund ist simpel. Wer gibt schon gern etwas von sich her. Es wird gehamstert, wo es nur geht und für schlechte Zeiten vorgesorgt.

Wer einmal eine oder mehrere Diäten durchgezogen hat, kennt diesen unangenehmen Effekt und weiß, wie er ihm vorbeugt

Die Natur hat mit dem Fettgewebe vorgesorgt. Sich vorzustellen, im Steinzeitalter gelebt zu haben, wo es keine fettigen Pommes, saftige Hühnerschenkel und leckere Torten gab, ist weit hergeholt. Es reicht, wenn Sie sich einfach nur vorstellen würden, eine Wanderung zu unternehmen. Allerdings ist Ihnen weder der Wald gut bekannt, noch haben Sie ein Handy o.ä. dabei. Ihr Rucksack mit Kompass und Wanderkarte sowie reichlich Proviant ist Ihnen abhandengekommen.

Was nun? Sie stehen mutterseelenallein im Wald, frieren und über kurz oder lang stellt sich Hunger ein. Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als das zu essen, was Ihnen der Wald an Beeren zur Verfügung stellt. Bis Sie aus dem Wald herausgefunden haben, ist das Ihre einzige Nahrungsquelle.

Wohl dem, der wenigstens noch etwas Fettgewebe sein Eigen nennen kann. Der Körper befindet sich in einer Notsituation und wird seine ganze Energie aus dem Fettgewebe ziehen. Wer davon zu wenig hat, wird bald feststellen, dass seine Kräfte rasch erschöpft sind. Unsere so ungeliebten und verhassten Fettzellen sind genau in diesem Moment das wichtigste, was Sie zum Überleben besitzen.

Das heißt allerdings im Umkehrschluss nicht, dass Sie nicht auf Ihr Gewicht achten sollten

  • Essen Sie so viel wie nötig, aber niemals so viel wie möglich.
  • Verzichten Sie bei Übergewicht auf schnell wirksame Diäten.
  • Versuchen Sie stattdessen über einen längeren Zeitraum Ihren Fettzellen die Lust am Hamstern zu nehmen.
  • Essen Sie über einen Zeitraum von mindestens vier bis sechs Wochen weniger als 1000 Kilokalorien verteilt auf täglich drei ausgewogene und gesunde Mahlzeiten.
  • Sorgen Sie für reichlich Bewegung. Ein kleiner Tipp an Autofahrer. Stellen Sie Ihr Auto soweit ab wie Sie es in einem Fußmarsch von mindestens fünf Minuten erreichen können.

Bildnachweis: photo 5000 / stock.adobe.com

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