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Volkskrankheit Bluthochdruck – Entstehung und Folgen

Lesezeit: 2 Minuten Der schleichende Tod – so nennt man den Bluthochdruck auch gelegentlich und leider ist dies eine sehr treffende Bezeichnung. Viele Menschen leiden an Bluthochdruck, ohne es überhaupt zu bemerken. Die Folgen werden erst Jahre später sichtbar und wären vermeidbar, würde man rechtzeitig aktiv.

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Volkskrankheit Bluthochdruck – Entstehung und Folgen

Volkskrankheit Bluthochdruck – Entstehung und Folgen

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Bluthochdruck ist eine echte Volkskrankheit. Etwa ein Viertel aller deutschen Bürger leiden unter Hypertonie, wie der Bluthochdruck medizinisch bezeichnet wird. Am häufigsten sind ältere Menschen betroffen. Jeder Zweite geht mit Mitte 60 mit Bluthochdruck in Rente. Experten gehen davon aus, dass noch weitaus mehr Menschen einen zu hohen Blutdruck haben, ohne überhaupt davon zu wissen. Eine regelmäßige Kontrolle ist deshalb unbedingt empfehlenswert.

Wie Bluthochdruck entsteht

Grundsätzlich ist der Blutdruck etwas Gutes und erfüllt eine wichtige Funktion im Körper: Er sorgt durch den Blutfluss für den Transport von Sauerstoff und Nährstoffen in die Gefäße. Das Herz ist dafür verantwortlich, den Druck aufzubauen. Es wirkt wie eine Pumpe, die das Blut aus dem venösen System ansaugt und mit Druck in das arterielle System entlässt. Mit jedem Herzschlag entsteht deshalb eine Druckwelle im Blut, die man von außen messen kann. Für den Körper ist der Blutdruck eine enorm wichtige Größe im „Kampf“ ums Überleben. Er hat deshalb viele Einflussmöglichkeiten und stellt den Blutdruck ganz automatisch immer so ein, wie der Organismus es gerade benötigt.

Blutdruckschwankungen gehören zum Leben

Der Blutdruck ist ein Spiegel der körperlichen Aktivitäten und Zustände. Verfolgt man den Blutdruck im Tagesverlauf, kann er stark variierende Werte aufweisen und deutlich schwanken. In Ruhephasen ist er dabei niedrig und in Aktivitätsphasen hoch. Das kann sich wie folgt äußern:

Hoher BlutdruckNiedriger Blutdruck
  • stehende Körperhaltung oder Laufen
  • körperliche Belastung wie Sport oder Arbeit
  • seelische Belastung wie Stress, Trauer, Angst
  • Schmerzen
  • geistige Belastung und Denkarbeit
  • Sitzen oder Liegen
  • Schlaf
  • Pausen
  • tiefes Durchatmen

Je aktiver der Körper ist, desto mehr Sauerstoff wird in den Muskeln oder im Gehirn gebraucht. Der Körper reagiert mit einem Blutdruckanstieg. Dieser hält beim gesunden Menschen nur kurzfristig an, nämlich genau so lange, bis der Sauer- und Nährstoffbedarf gedeckt ist. Danach sinkt der Blutdruck wieder auf das Mittelmaß von etwa 120/90 mmHg.

Wenn der Blutdruck nicht mehr sinkt

Patienten, die regelmäßig oder auch dauerhaft Werte über 140/90 mmHg haben, leiden gemäß der medizinischen Definition an Bluthochdruck. Die meisten Betroffenen entwickeln eine primäre Hypertonie. Dabei gibt es keine vorausgehende Grunderkrankung, die den hohen Blutdruck hervorruft, sondern eher ein Bündel an Risikofaktoren zur Entstehung führt.

Nur etwa ein Zehntel der Patienten leidet dagegen unter einer sekundären Hypertonie – induziert durch eine Grunderkrankung wie eine Nierenfunktionsstörung oder eine Stoffwechselerkrankung. Eine besondere Form des Bluthochdrucks ist die hypertensive Krise. Die dabei auftretenden Werte von über 230/120 mmHg können lebensbedrohlich sein und sollten immer ärztlich abgeklärt und behandelt werden.

Bildnachweis: Viacheslav Iakobchuk / stock.adobe.com

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