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Viel Cholesterin beschleunigt Krebs

Lesezeit: 2 Minuten Viel Fett und Cholesterin in der Nahrung machen nicht nur dick, sie können sogar tödlich sein. Denn wer bei einer Krebserkrankung viel Fett und Cholesterin zu sich nimmt, regt das Tumorwachstum an.

2 min Lesezeit
Viel Cholesterin beschleunigt Krebs

Viel Cholesterin beschleunigt Krebs

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Wie US-Forscher der Thomas Jefferson University in Philadelphia berichten, könnte eine fettreiche und stark cholesterinhaltige Ernährung das Tumorwachstum bei Frauen mit Brustkrebs beschleunigen. Das schreiben die Autoren im American Journal of Pathology. Dort berichten sie über eine Studie, bei der sie an Mäusen den Einfluss von Fett und Cholesterin auf die Krebstumore beobachtet haben.

Mehr Metastasen durch Cholesterin

Dabei stellten sie fest, dass der Fettanteil einen großen Einfluss auf das Tumorwachstum und die Ausstreuung von Metastasen hat. Wenn die Mäuse die Nahrung bekamen, die an die Ernährungsweise der Industrienationen angepasst war, wuchsen die Brust-Tumore deutlich schneller, als bei Mäusen, die fettarm ernährt wurden. Zudem streuten die Tumore bei den „Fett-Mäusen“ schneller und mehr Metastasen als bei den „Diät-Mäusen“.

Schon länger war Studienleiter Philippe Frank und seinen Kollegen aufgefallen, dass die Brustkrebsrate in westlichen Ländern fünfmal höher ist als in Entwicklungsländern. Auch bei den Menschen, die aus Entwicklungsländern in Industrienationen umziehen, war die Brustkrebsrate erhöht. Also Konsequenz dieser Erkenntnisse wollten die Forscher nun herausfinden, ob auch die Ernähung hierbei eine Rolle spielt.

Westliche Ernährung – Krebsernährung

Bei ihren Versuchen bekam die eine Gruppe Mäuse Nahrung mit einem Fettanteil von 20 Prozent. Das entspricht ungefähr der westlichen Standard-Ernährung. Die Kontrollgruppe bekam eine Ernährung mit weniger als 5 Prozent Fett.

Bei der Auswertung fanden die Forscher, dass die Fett-Mäuse fast doppelt so viele Tumore hatten. Zudem waren die Geschwüre um rund 50 Prozent größer. Bei einer genauer Untersuchung stellten die Forscher zudem fest, dass die Tumore bei den fettig ernährten Nagern in ihrer Entwicklung bereits weiter fortgeschritten waren.

Die US-Forscher sehen es nun als erwiesen, dass Krebswachstum in engen Zusammenhang zur Ernährung und dem Cholesterinspiegel im Blut steht. Und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Cholesterin den Krebszellen als Baustoff für die Tumore dient. Und je mehr Baustoff da ist, desto schneller und größer kann man bauen.

Bildnachweis: airborne77 / stock.adobe.com

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