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Verzichten Sie darauf, Tiere zu Weihnachten zu verschenken

Lesezeit: 2 Minuten Niedliche Kleintiere wie Hund, Katze oder Kaninchen stehen bei Kindern ganz oben auf dem Wunschzettel. Es ist aber nicht ratsam, Tiere zu Weihnachten zu verschenken. Denn oft sind Kinder mit der Pflege überfordert und verlieren das Interesse an den Tieren. Lesen Sie, wie Sie auf den Tierwunsch Ihres Kindes reagieren.

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Tiere sind Lebewesen und keine Weihnachtsgeschenke. Bedenken Sie, dass die Feiertage überhaupt nicht geeignet sind, ein Tier an eine neue Umgebung zu gewöhnen. Hund und Katze sind zum Beispiel nicht automatisch stubenrein. Besonders heikel wird die Situation, wenn Eltern und Kinder die Tierhaltung nicht realistisch einschätzen. Sicher, Tierkinder sind so süß. Aber die Tiere brauchen jeden Tag Pflege, Futter und Beschäftigung.

Kinder und Jugendliche sind gar nicht in der Lage, diese Verantwortung alleine zu tragen. Ein Großteil der Arbeit bleibt stets bei den Eltern hängen. Wer sich angesichts der niedlichen Tierkinder in der Zoohandlung zu einem Spontankauf verleiten lässt, bereut nach kurzer Zeit die Anschaffung des Tieres. Viele Tiere landen nach kurzer Zeit in den ohnehin schon überfüllten Tierheimen.

Wenn Kinder sich ein Tier wünschen

Klären Sie zunächst, wieso sich Ihr Kind ein Tier wünscht. Tiere sind kein Spielzeug und auch keine Kuscheltiere. Vielleicht hat Ihr Kind einen Film über einen Hund gesehen und das Interesse ist nur vorübergehender Natur. Ziehen Sie erst die Anschaffung eines Tieres in Erwägung, wenn Sie sicher sind, dass der Tierwunsch nicht nur vorübergehend besteht. Damit Ihr Kind zu Weihnachten nicht enttäuscht ist, legen Sie einen Ratgeber zur Tierhaltung, vielleicht auch ein passendes Stofftier als Geschenk unter den Tannenbaum. Erklären Sie Ihrem Kind, dass Sie gemeinsam nach den Feiertagen in Ruhe ein neues Haustier aussuchen.

Tierkauf gründlich abwägen

Die Anschaffung eines Tieres betrifft alle Familienmitglieder. Überlegen Sie deshalb gemeinsam, welches Tier in Ihre Wohnung und zu Ihren Lebensumständen passt. Im nächsten Schritt informieren Sie sich über das Tier: Wie wird es gehalten, welche Pflege braucht es, welchen Auslauf, welche Kosten sind zu berücksichtigen zum Beispiel für Käfig, Futter, Versicherung und Tierarztkosten.

Wenn Sie sich mit Tieren nicht sehr gut auskennen, erkundigen Sie sich am besten bei Mitarbeitern des Tierheimes oder vertrauenswürdigen Züchtern vor Ort. Die Realität ist allerdings oft ernüchternd. Hamster sind tatsächlich nachtaktive Tiere und es ist Tierquälerei, die geselligen Kaninchen alleine in einen engen Käfig zu sperren. Achten Sie auf eine artgerechte Haltung der Tiere.

Kontakt zu Tieren ermöglichen

Kinder haben oft eine falsche Vorstellung von Tieren und der Tierhaltung. Filme im Fernsehen über superschlaue, vermenschlichte Tiere begünstigen diesen unrealistischen Eindruck. Besuchen Sie mit Ihrem Kind deshalb unbedingt ein Tierheim, wo es Tiere wirklichkeitsnah kennen lernen kann. Oder Sie besuchen Bekannte, die Tiere halten. So lernt Ihr Kind unangenehme Gerüche kennen.

Außerdem schätzen viele Tiere es gar nicht, wenn sie ständig von kleinen Kinderhänden gestreichelt werden. Die kleinen, niedlichen Tiere können kratzen und beißen, wenn sie sich gestört fühlen. Es kann durchaus passieren, dass Kinder sich ihren Tierwunsch noch einmal überlegen.

Ab welchem Alter können Kinder sich um die Tiere kümmern und welches Tier ist für den Sprössling geeignet? Lesen Sie unsere Tipps rund um das Thema Haustiere.

Vorsicht: Überzüchtete Tiere

Sobald ein Tier in Mode kommt, versuchen dubiose Züchter mit der „Massenware“ Tier Profit zu erwirtschaften. Unterstützen Sie nicht diese Tierquälerei sondern kaufen Sie ein Tier am besten im Tierheim. Die Tiere sind alle geimpft und eventuell auch schon kastriert. Außerdem kennen die Mitarbeiter die Tiere. Sie empfehlen Ihnen ein Tier, das zu einer Familie passt. So ersparen Sie sich sehr viel Ärger. Oder Sie kaufen das Tier von einem einheimischen Züchter mit nachvollziehbaren Zuchtbedingungen. Geben Sie lieber etwas mehr Geld für diese gesunden Tiere aus.

Bildnachweis: annaav / stock.adobe.com

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