Praxistipps

Vertrauen in die Schulmedizin – Behandlung bei Gallensteinen

Lesezeit: 2 Minuten Gallensteine müssen entfernt werden. Oft ist eine operative Behandlung der richtige Weg. Es gibt aber auch einige Alternativen mit Vor- und Nachteilen.

2 min Lesezeit
Vertrauen in die Schulmedizin – Behandlung bei Gallensteinen

Vertrauen in die Schulmedizin – Behandlung bei Gallensteinen

Lesezeit: 2 Minuten

Beschwerden infolge von Gallensteine sind meist der Anstoß für eine zügige Entfernung. Heutzutage ist es in der Schulmedizin üblich, gleich die ganze Galle zu entfernen.

Das gilt auch dann, wenn die Gallensteine noch keine Probleme verursacht haben, aber eine „Porzellangallenblase“ vorliegt, die sich unter Umständen zu Gallenkrebs weiterentwickeln kann.

Gallensteine in der Gallenblase oder in den Gallenwegen?

Die Lage der Steine spielt eine wichtige Rolle bei der Therapieplanung. Weil die meisten Patienten immer wieder Gallensteine entwickeln würden, ist die Entfernung der Gallenblase heute meist das Mittel der Wahl.

Allerdings trifft das bei Gallengangsteinen erst im zweiten Schritt zu. Sitzen die Steine in den Gallenwegen und nicht in der Gallenblase, müssen zuerst die Steine entfernt werden.

Dies gelingt am besten endoskopisch, zum Beispiel im Rahmen einer ERCP (endoskopisch-retrograde Cholangio-Pankratikographie).

Dabei werden Schallkopf, Bildgebung und Instrumente über einen Schlauch durch Mund, Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm zu den Gallengängen geführt. So entdeckte Steine können dann auch gleich gegriffen und herausgezogen oder aber zertrümmert werden, damit der Körper sie abtransportieren kann.

Schonende Methoden: Gibt es sie und wie sind sie zu bewerten?

Tatsächlich war es jahrelang üblich, Gallensteine von außen durch Stoßwellen oder Laser zu zertrümmern, damit der Körper sie abtransportiert.

Auch eine medikamentöse Therapie zur Zerstörung der Steine und zur Vermeidung einer Neubildung war möglich. All diese Methoden können aber nicht verhindern, dass neue Gallensteine entstehen und die Therapie erneut durchgeführt werden muss.

Da die Erfahrung aber lehrt „einmal Steine, immer Steine“, finden diese Methoden heute nur noch selten in Anwendung.

Mittel der Wahl: Minimalinvasive, operative Entfernung der Gallenblase

Heute ist die komplette Entfernung der Gallenblase die am häufigsten genutzte Therapieform.

Über drei kleine, nur wenige Millimeter große Einschnitte, werden alle notwendige Geräte zur Gallenblase geführt und diese herausgetrennt. Sie wird dann im Ganzen – einschließlich der Gallensteine – durch eines der Löcher entfernt.

Der Vorteil der Schlüssellochmethode, wie die minimalinvasive Laparoskopie auch genannt wird, liegt in den kleinen Wunden, die schnell und mit geringer Narbenbildung abheilen.

Der Verlust der Gallenblase stellt für den Körper keinen Nachteil dar, denn die Gallenflüssigkeit gelangt weiterhin aus der Leber in den Verdauungstrakt, wird aber nicht mehr zwischengespeichert.

Bildnachweis: nimon_t / adobe stock

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: