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Vermeiden Sie schädliche Bakterien und Pilze im Darm2 min read

Reading Time: 2 minutes Unsere Darmschleimhaut wird von Millionen von Bakterien besiedelt – und das ist auch gut so, denn diese Bakterien sind sehr wichtig für die Verdauung der Nahrung. Diese Bakterien schützen unseren Darm vor schädlichen Pilzen und Bakterien, die fast jeder täglich zu sich nimmt, vor allem mit zuckerreichen Lebensmitteln oder Getränken.

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Vermeiden Sie schädliche Bakterien und Pilze im Darm

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Allerdings können diese schützenden Bakterien auch schnell verringert oder gar zerstört werden. Dies geschieht hauptsächlich durch die Einnahme von Antibiotika oder anderen Medikamenten, denn nur so können sich schlechte Bakterien besser vermehren, das Immunsystem schwächen und Infektionen hervorrufen.

Wussten Sie, dass…?

  • Der Darm eine Länge von 7 Metern hat?
  • Er so groß, wie ein Tennisfeld ist?
  • Der Mensch 100 Mal mehr Bakterien als Körperzellen besitzen?
  • Der Mensch aus fast 90% Bakterien besteht?

Schädliche Darmbakterien – welche Stoffe werden freigesetzt?

Die schlechten Darmbakterien verursachen durch ihre Gase krampfartige Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall. Zudem setzten diese Bakterien diverse giftige Stoffe frei:

  • Fuselalkohol – verursacht Kopfschmerzen und Schwindelattacken
  • Buttersäure – lässt uns ermüden, vor allem direkt nach einer Mahlzeit
  • Schwefelhaltige Verbindungen – lassen sich durch einen übel riechenden Geruch erkennen.
  • Zu weiteren giftigen und unangenehm riechenden Stoffwechselstoffen

Pilzbelastungen im Darm – wie kommt es dazu?

Pilze ernähren sich hauptsächlich von Kohlenhydraten und Zucker. Daher sollte zuckerreiche Nahrung prinzipiell gemieden werden. Durch eine Pilzbildung im Darm wird das gesamte Immunsystem geschwächt. Betroffene Patienten haben ständig Appetit auf Süßigkeiten.

Pilzinfektion – welche Symptome stehen im Vordergrund?

Bei einer Pilzinfektion stehen folgende Symptome im Vordergrund: Blähungen, Völlegefühle, Schmerzen und Stuhlunregelmäßigkeiten sowie Hautveränderungen, allergische Reaktionen sowie Müdigkeit. Auch Durchfall ist ein Alarmzeichen: Hier kann es sich um Nahrungsmittelallergien, Laktoseintoleranz oder um eine Dickdarmentzündung handeln. Diese Symptome können aber auch auf ganz andere Störungen und Erkrankungen der Darmflora zurückzuführen sein. Ein Laborbefund kann hierbei Klarheit verschaffen und Auskunft geben, wo der Bakterienmangel oder eine Störung genau festzustellen ist.

Behandlung bei Pilzinfektionen

Ein Pilzinfektion ist sehr einfach und verträglich zu behandeln. Seit Jahren gibt es dafür den Wirkstoff „Nystatin“, welcher ausschließlich für den Darm bestimmt ist, also lediglich eine lokale Wirkung erzielt.

Nach einer erfolgreichen Pilzbehandlung sollte darauf geachtet werden, dass die Darmflora wieder normal aufgebaut wird – Pilzinfektionen können nur entstehen, wenn die Darmflora unausgeglichen arbeitet. Zudem sollten Sie Ihren Stuhlgang regelmäßig untersuchen lassen. Nur so kann festgestellt werden, welche Bakterienstämme neu produziert werden müssen.

Sie müssen sich nicht unbedingt an eine spezielle Pilzdiät halten, wie sie in früheren Jahren oft empfohlen wurden. Ernähren Sie sich jedoch gesund und verzichten Sie auf übermäßigen Zuckerkonsum. Essen Sie viel frisches, grünes Gemüse, Obst, Vollkornprodukte und mageres Fleisch sowie Fisch und Hülsenfrüchte. Allerdings sollten Sie sich bewusst sein, dass eine spezielle Ernährung nicht ausreicht, eine schon ausgebrochene Krankheit vollständig zu bekämpfen.

Bildnachweis: Kar Tr / stock.adobe.com