Gesundheit Praxistipps

Vermeiden Sie beim Arbeiten mit dem PC Kopf- und Augenschmerzen

Lesezeit: 3 Minuten Die richtige Bildschirmeinstellung ist für das Arbeiten am PC enorm wichtig. Flimmert der Bildschirm oder ist das angezeigte Bild zu klein, bekommen Sie meist schon nach kurzer Zeit Augen- und Kopfschmerzen. Dabei ist die richtige Einstellung Ihres Bildschirms unter Windows ganz einfach. Lesen Sie hier, welche zwei Punkte für einen perfekt eingestellten Bildschirm sorgen – selbstverständlich für analoge und für TFT-Bildschirme!

3 min Lesezeit
Vermeiden Sie beim Arbeiten mit dem PC Kopf- und Augenschmerzen

Vermeiden Sie beim Arbeiten mit dem PC Kopf- und Augenschmerzen

Lesezeit: 3 Minuten

Punkt 1: Prüfen Sie die Bildschirmauflösung

Ein Bildschirm kann je nach Qualität der Grafikkarte, die im PC für die Ausgabe des Bildes zuständig ist, eine bestimmte Anzahl an Bildpunkten darstellen. Dies wird als „Auflösung“ bezeichnet. Die Auflösung wird immer im Stil „Anzahl der horizontalen Bildpunkte x Anzahl der vertikalen Bildpunkte“ angegeben, beispielsweise „640 x 480“.

Je höher die Auflösung ist, um so mehr Details lassen sich auf dem Bildschirm anzeigen. Da sich bei einer Erhöhung der Auflösung nur die Anzahl der Punkte erhöht, nicht aber die Fläche des Bildschirms, werden alle darzustellenden Details mit steigender Auflösung immer kleiner. In aller Regel beherrscht die Grafikkarte im PC eine deutlich höhere Auflösung, als Ihr Bildschirm vernünftig darstellen kann – was viele Firmen dazu verleitet, die PCs mit einer völlig falschen Grundeinstellung auszuliefern.

Bei analogen Bildschirmen (G) hat das dann zur Folge, dass das Bild unscharf wird. Das Auge versucht die Unschärfe durch ständiges Scharfstellen (Fokussieren) auszugleichen und ermüdet sehr schnell. Ist bei digitalen TFT-Bildschirmen eine Auflösung eingestellt, die nicht exakt zu der Auflösung passt, für die der Bildschirm gebaut wurde, wirkt das Bild ausgefranst und ebenfalls unscharf. Folgende Auflösungen sind deshalb zu empfehlen:

Analoge Bildschirme

Bildschirmgröße   Auflösung
15 Zoll               800 x 600 Bildpunkte
17 Zoll               1024 x 768 Bildpunkte
19 Zoll               1152 x 864 Bildpunkte
21 Zoll               1280 x 1024 Bildpunkte

TFT-Bildschirme

Bildschirmgröße   Auflösung
15 Zoll               1024 x 768 Bildpunkte
17 Zoll               1024 x 768 Bildpunkte
19 Zoll               1280 x 1024 Bildpunkte

Um die Auflösung zu kontrollieren und bei Bedarf zu korrigieren, gehen Sie wie folgt vor:

1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen freien Platz des Windows-Desktops, auf dem sich kein Symbol befindet.

2. Wählen Sie jetzt in dem angezeigten Kontextmenü die Option „Eigenschaften“ mit der linken Maustaste.

3. Nun erscheint das Dialogfenster „Eigenschaften von Anzeige“, auf dem Sie auf die Registerkarte „Einstellungen“ wechseln.

4. Messen Sie jetzt mit einem Massband die Diagonale Ihres Bildschirms (von der unteren linken Ecke bis zur oberen rechten Ecke). Bei TFT-Bildschirmen messen Sie dabei exakt die sichtbare Fläche, bei analogen (Röhren-) Bildschirmen müssen Sie zum gemessenen Wert noch rund 4 Zentimeter hinzufügen (die Bildröhre wird vom Rand verdeckt, der bei der Massangabe ebenfalls berücksichtigt wird).

5. Dividieren Sie den gemessenen Wert nun durch 2,54. Haben Sie beispielsweise bei einem analogen Bildschirm eine Diagonale von 40 Zentimeter gemessen, ergibt dies (40 + 4) / 2,54 = ca. 17 Zoll. Haben Sie bei einem TFT-Bildschirm 38 Zentimeter gemessen, ergibt dies 38 / 2,54 = ca. 15 Zoll.

6. Schlagen Sie jetzt in der zuvor aufgeführten Übersicht nach, welche Auflösung für Ihren Bildschirm geeignet ist und vergleichen Sie den Wert mit dem bei Auflösung (Windows 95 und 2000), Bildschirmbereich (Windows 98 und ME) bzw. Bildschirmauflösung (Windows XP) angegebenen Wert.

7. Stimmen die Angaben nicht überein, können Sie mit dem Schieberegler die Auflösung ändern.

Lassen Sie das Dialogfenster für den nächsten Schritt geöffnet.

Punkt 2: Prüfen Sie die Windows-Bildwiederholfrequenz

Jetzt geht es mit der Einstellung der Bildwiederholfrequenz weiter. Ein Bild wird bei einem Standard-TV-Gerät 50 Mal in der Sekunde auf dem Bildschirm aufgebaut, man spricht hier von einer Bildwiederholfrequenz (wird bei Microsoft je nach Windows-Version auch „Bildschirmfrequenz“, „Bildschirmaktualisierungsrate“ oder „Aktualisierungsrate“ genannt) von 50 Hz (Hertz).

Auch wenn unser Auge nicht in der Lage ist, die 50 Bilder pro Sekunde einzeln zu erkennen, wird diese niedrige Bildwiederholfrequenz sehr wohl als Flimmern oder Flackern wahrgenommen. Dieser Effekt ist bei einem hellen Bildhintergrund deutlich stärker zu sehen als bei einem dunklen Hintergrund. Erst bei einer höheren Bildwiederholfrequenz von 72 Hz und mehr erscheint das Bild für uns „ruhig“.

Um die Bildwiederholfrequenz zu kontrollieren, gehen Sie wie folgt vor:

Windows 95/95b: Unter Windows 95/95b stellt Windows die Bildwiederholfrequenz automatisch in Abhaengigkeit des Bildschirms ein, manuelle Einstellmöglichkeiten gibt es hier nicht.

Windows 95c/98/ME: Klicken Sie auf die Schaltfläche „Erweitert“ (Windows 95c) bzw. „Weitere Optionen“ (Windows 98/ME), worauf ein weiteres Dialogfenster erscheint. Wechseln Sie hier auf die Registerkarte „Grafikkarte“, auf der sich in der Optionsgruppe „Bildwiederholfrequenz“ (Windows 95c/98) bzw. „Aktualisierungsrate“ (Windows ME) die Frequenz einstellen lässt.

Windows 2000/XP: Klicken Sie auf die Schaltfläche „Erweitert“, worauf ein weiteres Dialogfenster erscheint. Wechseln Sie hier auf die Registerkarte „Monitor“, auf der sich in der Optionsgruppe „Monitoreinstellungen“ über das Dropdown- Listenfeld „Bildschirmfrequenz“ (Windows 2000) bzw. „Bildschirmaktualisierungsrate“ (Windows XP) die Frequenz einstellen lässt.

Alle Windows-Versionen: Prüfen Sie, ob Sie hier einen Wert von 72 Hz (unter Windows 2000/XP wird die Einheit „Hertz“ ausgeschrieben und angezeigt) oder höher einstellen können. Je nach Bildschirm stehen auch eventuell nur die Optionen „Standardeinstellung“ und „Optimal“ zur Verfügung. In diesem Fall ist die Option „Optimal“ vorzuziehen.

Wenn Sie die Änderung der Bildwiederholfrequenz mit einem Klick auf die Schaltfläche „Übernehmen“ übernehmen, schaltet Windows die Einstellung um und zeigt je nach Windows-Version ein Bestätigungs-Dialogfenster an, in dem Sie auf die Schaltfläche „Ja“ klicken müssen. Ist nach dem Umschalten der Bildwiederholfrequenz auf dem Bildschirm alles in Ordnung, können Sie das angezeigte Dialogfenster mit „Ja“ bestätigen. Sehen Sie nach dem Umschalten der Frequenz kein Bild mehr, sondern nur noch ein wirres Flimmern, warten Sie einfach 15 Sekunden. Denn ohne Bestätigung des Dialogfensters wechselt Windows automatisch zur alten Einstellung zurück. Auf diese Weise können Sie problemlos verschiedene Modi ausprobieren, bis Sie die für Ihren PC optimale Einstellung gefunden haben.

Bildnachweis: biker3 / stock.adobe.com

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