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Verlängert täglicher Kaffeegenuss das Leben?

Lesezeit: 2 Minuten Dass Kaffee als des Deutschen liebstes Getränk gilt, ist bekannt. Weniger allerdings, dass Kaffee ein Jungbrunnen sein soll. Neue Forschungen bescheinigen den braunen Bohnen eine gesundheitsfördernde Wirkung. Lesen Sie hier, wie Kaffee Ihr Wohlbefinden und Ihre Lebensdauer steigert.

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Verlängert täglicher Kaffeegenuss das Leben?

Verlängert täglicher Kaffeegenuss das Leben?

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„Ey! wie schmeckt der Coffee süsse“ schwärmte einst Johann Sebastian Bach in seiner Kaffeekantate, was darauf schließen lässt, dass der Komponist ein Anhänger des dunklen Gebräus war, welches ohne Zucker jedoch eher bitter schmeckt. Kaffee war vordem ein luxuriöses Genussmittel, heute dagegen fast ein Grundnahrungsmittel. Geschätzt wird er nicht nur wegen seines Geschmacks, sondern vor allem wegen der belebenden Wirkung. Gleichzeitig wurde jedoch vor einem Zuviel gewarnt. Menschen mit Schlafstörungen, hohem Blutdruck und Herzerkrankungen sollten den Konsum auf ein Minimum reduzieren oder sogar darauf verzichten.

Koffein

Koffein, ein Alkaloid, welches für die Wirkung der braunen Bohnen verantwortlich ist, kommt auch im Tee, dort fälschlich als „Tein“ bezeichnet, und in Spuren in Schokolade vor. Koffein fördert die Bildung von Dopamin im Gehirn, einem Motivations- und Glückshormon. Koffein ist die weltweit meistverbreitete psychoaktive Substanz, welche im Gegensatz zu anderen Rauschmitteln kein signifikantes Suchtpotenzial entwickelt.

Wirkung des Koffeins

Dass Kaffee eine harntreibende und aufputschende Wirkung hat, ist schon lange bekannt. Zudem steigert das Getränk die Stimmung, verkürzt die Reaktionszeit, erhöht die Wachsamkeit, lässt den Blutdruck steigen. Schweizer Forscher haben eine Studie veröffentlicht, wonach Kaffeekonsum den Blutdruck kurzfristig erhöht, langfristig aber senkt, allerdings nur bei Nichtrauchern. In den vergangenen Jahren mehrten sich die Erkenntnisse, dass Kaffee kein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs darstellt, dafür aber Schlaganfall, Depression und Diabetes Typ 2 sogar positiv beeinflusst.

Koffein gegen Alzheimer

Koffein ist in den Regionen des Gehirns wirksam, welche bei Parkinson- und Alzheimer-Erkrankungen betroffen sind. Regelmäßige Kaffeetrinker waren von dieser Krankheit weniger tangiert. Diese Erkenntnis lässt auf Medikamente auf Koffeinbasis hoffen, welche dereinst zur Vorbeugung und Behandlung dieser Erkrankungen dienlich sein könnten.

Kaffeetrinker leben länger

In den USA hatten in einer Langzeitstudie der National Institutes of Health (NIH) des amerikanischen Ministeriums für Gesundheitspflege und Soziale Dienste Forscher 14 Jahre lang die Gesundheit von 400.000 Menschen im Alter von 50 bis 71 Jahren untersucht. Das 2012 veröffentlichte Ergebnis sorgte für Aufsehen: Männer, die sechs oder mehr Tassen Kaffee am Tag tranken, hatten in dem 13-jährigen Beobachtungszeitraum ein um 10 % (Frauen sogar 15 %) geringeres Sterberisiko als Nicht-Kaffeetrinker. In Studien der Harvard-Universität von 2011 fanden sich zudem Hinweise dafür, dass Kaffee gegen Brustkrebs, Gebärmutterkrebs, Hautkrebs und Prostatakrebs schützt.

Fazit

Noch sind die genauen Wirkungsmechanismen des Kaffees auf die Gesundheit nicht erforscht. Deshalb sollte niemand aus therapeutischen Gründen mehr koffeinhaltigen Kaffee trinken, als er mag. Frisch gemahlen und durch einen Papierfilter aufgebrüht bleibt er ein Genussmittel; ein gesundes obendrein.

Bildnachweis: wong yu liang / stock.adobe.com

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