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Vereinsorganisation mit einem Ausschuss – eine Alternative für Ihren Verein?

Lesezeit: 2 Minuten Kennen Sie auch inflexible Vereine, die an sich gar nicht in der Lage sind, spontan zu reagieren? Die Vereinsführung mit nur einem Ausschuss könnte Abhilfe leisten. Erfahren Sie in diesem Artikel mehr darüber.

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Vereinsorganisation mit einem Ausschuss – eine Alternative für Ihren Verein?

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Die einfachste Form, einen Verein zu organisieren, ist die Führung mit nur einem Ausschuss. Das bedeutet, dass der Vereinsvorstand mit dem Ausschuss identisch ist. Super, kurze Entscheidungswege, eine absolut flexible Vereinsführung ist möglich. Oder etwa doch nicht? 

Richtig ist, dass die Führung mit einem Ausschuss wirklich flexibel von statten gehen kann. Weil eben die Entscheidungsgewalt beim Vorstand liegt und man im Prinzip nur ein Organ hat, das entscheiden muss. Man muss natürlich Einzelheiten in der Vereinssatzung beachten. Da jeder Verein seine Satzung selber regelt, kann ich meine Aussagen auch nicht gänzlich verallgemeinern.

Auch wenn dies bei Ihnen anderes geregelt sein sollt, die Alternativen müssen bekannt sein. Der große Vorteil für nur einen Ausschuss ist, dass Verwaltungsaufgaben und sonstige operative Tätigkeiten in der Tat schnell abgearbeitet werden können. Was sich zunächst super anhört, muss man dennoch hinterfragen. Die Gefahr besteht, dass die Unzufriedenheit bei Ihren Mitgliedern steigen kann, wenn der Anschein erweckt wird, dass es sich beim Vorstand bzw. Ausschuss nicht mehr um ein demokratisches Gebilde handelt, sondern über den Köpfen der Mitglieder hinweg entschieden wird.

Zudem ist es oft auch sinnvoll, angeregt über bestimmte Themen zu diskutieren. Aus diesem Grund würde ich nur kleinen Vereinen raten, nur einen Ausschuss zu haben. Dort engagieren sich in der Regel sowieso nur dieselben Personen, die auch meistens im Vorstand sind. Zudem ist es für kleine Vereine noch wichtiger als für große flexibel zu sein, um Wettbewerbsnachteile wieder wett zu machen.

Aus 1 mach 2

Wird der Verein größer, rate ich zu mindestens zwei Ausschüssen. Da wäre zum Beispiel der geschäftsführende Vorstand, der laut Satzungsvollmacht die Zügel lenkt, und der erweiterte Vorstand als beratendes Organ, der als 2. Ausschuss dem geschäftsführenden Vorstand zuarbeitet.

Punktuell macht es auch Sinn temporär Ausschüsse zu bilden, um an diversen Projekten und Aktivitäten mitzuarbeiten. Wie schon angesprochen handeln Ausschüsse oft beratend. Können natürlich je nach Interpretation auch operativ tätig werden. Ich würde dann aber von einem Projektteam sprechen und nicht von einem Ausschuss. 

In jedem Falle gilt es abzugrenzen, welche Variante für Ihren Verein die bessere Alternative ist. Haben Sie das Gefühl, dass Sie nicht vorankommen und Entscheidungen immer so lange benötigen, um durchgewunken zu werden? Dann sollten Sie sich ernsthaft über die Möglichkeit mit nur einem Ausschuss Gedanken machen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

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