Gesundheit Praxistipps

Venenschwäche erkennen und vorbeugen

Eine Venenschwäche macht sich meist zuerst in den Beinen bemerkbar. Unangenehme Symptome wie Schmerzen, Schwellungen, Krampfadern und einige mehr weisen darauf hin, dass die Blutgefäße nicht mehr in der Lage sind, das Blut problemlos zu transportieren. Diese Beschwerden sollten Sie nicht ignorieren.

Venenschwäche erkennen und vorbeugen

Venenschwäche erkennen und vorbeugen

Leicht haben es unsere Venen nicht: Sie müssen das sauerstoffarme Blut entgegen der Schwerkraft zum Herzen pumpen und gleichzeitig verhindern, dass es in die falsche Richtung zurückfließt. Unterstützt werden sie dabei von speziellen Venenklappen, die sich nur in Richtung Herz öffnen. Sobald die Gefäße erschlaffen, können die Klappen jedoch nicht mehr richtig schließen und ein Teil des Blutes kann zurück sacken. Typische Symptome für eine Venenschwäche sind

  • müde, schwere Beine
  • Schwellungen
  • Schmerzen
  • Spannungsgefühl
  • Kribbeln in den Beinen
  • Juckreiz
  • nächtliche Wadenkrämpfe
  • Besenreiser
  • Krampfadern

Venenbeschwerden ernst nehmen

Wenn sich diese Beschwerden vor allem bei längerem Stehen und Sitzen oder im Laufe des Tages besonders bei warmem Wetter verstärken, sollte man unbedingt Maßnahmen ergreifen, um die Venen zu unterstützen.

Auch wenn eine sichtbare Gefäßschwäche wie Krampfadern zunächst nur als ästhetisches Problem betrachtet wird, kann sie sich zu ernsthaften Erkrankungen entwickeln, wenn sie nicht behandelt wird.

Auf die Dauer werden Gefäßwände und Venenklappen zerstört, Haut und Gewebe anfälliger für Infektionen, die nur schwer abheilen. Nicht selten kommt es dann zu offenen Geschwüren.

Risikofaktoren und Ursachen für Venenerkrankungen

Meistens sind mehrere Faktoren für eine Venenerkrankung verantwortlich. Eine Ursache ist eine erblich bedingte Bindegewebsschwäche. Auch mit zunehmendem Alter nimmt die Elastizität der Gefäße ab.

Hormonelle Veränderungen während einer Schwangerschaft oder bei der Einnahme der Anti-Baby-Pille tragen ebenso zu einer Venenschwäche bei wie Bewegungsmangel, Übergewicht, zu enge Kleidung und Schuhe, übermäßiger Tabak- oder Alkoholgenuss sowie starker Wärmeeinfluss.

Auch Menschen, die in ihrem Beruf viel sitzen oder stehen müssen, haben ein größeres Risiko, eine Venenerkrankung zu erwerben.

Venenerkrankungen vorbeugen

Wer zu einer Venenschwäche neigt oder bereits erste Symptome zeigt, kann gezielt vorbeugen, um eine Verschlechterung zu vermeiden. Eine wesentliche Maßnahme ist Bewegung: Regelmäßiges Training für die Beine aktiviert die Waden-Muskelpumpe, die den Blutrückfluss verhindert.

Optimal sind einfaches Gehen oder Nordic Walking, Radfahren, Schwimmen, aber auch spezielle Venen-Gymnastik, die man ohne großen Aufwand in den Alltag einbauen kann. So kann man sogar im Büro etliche Übungen im Sitzen und im Stehen durchführen und zum Beispiel die Zeit während längerer Telefonate optimal nutzen.

Venengymnastik im Sitzen

Setzen Sie sich auf den vorderen Teil eines Hockers oder Stuhls. Der Rücken bleibt gerade, die Beine geschlossen und die Oberschenkel waagerecht. Halten Sie sich an der Sitzkante fest und stellen Sie die Füße so auf den Boden, dass die Zehen nach vorne zeigen. Nun stellen Sie beide Füße gleichzeitig auf die Zehenspitzen und setzen sie wieder ab.

Wiederholen Sie diese Bewegung zehn- bis fünfzehnmal. Danach können Sie die Übung variieren, indem Sie den rechten und den linken Fuß abwechselnd auf die Spitze und auf die Ferse rollen. Auch hier empfiehlt sich eine mehrfache Wiederholung

Für die nächste Übung heben Sie ein Bein waagerecht an, strecken die Fußspitze und ziehen sie danach wieder an. Wiederholen Sie die Bewegung etwa zehnmal und führen Sie sie danach mit dem anderen Bein durch.

Venengymnastik im Stehen

Stellen Sie sich aufrecht hin und legen Sie die Hände an die Taille. Nun stellen Sie sich abwechselnd auf die Zehen und senken die Füße wieder ab, wobei Sie noch weiter auf die Ferse rollen können, falls Sie keine Probleme mit der Balance haben. Je nach Kondition wiederholen Sie die Übung zehn bis zwanzigmal. Leichter funktioniert die Übung, wenn man die Füße abwechselnd auf die Zehen stellt.

Mit Kniebeugen können Sie ebenfalls die Gefäße der Waden trainieren. Stellen Sie sich mit geschlossenen Beinen hin und strecken die Arme waagerecht nach vorn. Nun gehen Sie leicht in die Kniebeuge und stellen sich dabei auf die Zehen. Halten sie diese Stellung kurz, bevor Sie die Beine wieder strecken und wiederholen Sie die Übung zehn bis fünfzehnmal. Halten Sie sich fest, falls Sie Probleme mit dem Gleichgewicht haben!

Bildnachweis: Sandor Kacso / stock.adobe.com

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