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Venenerkrankungen in der Schwangerschaft – was sollten Sie beachten?

Lesezeit: 2 Minuten Jede vierte deutsche Frau leidet an Venenerkrankungen. Die Schwangerschaft ist eine zusätzliche Belastung für die Venen. Was sollten Sie beachten, wenn Sie schwanger sind und sich bei Ihnen Erkrankungen der Venen einstellen? Wie können Sie Krampfadern und Thrombose gezielt vorbeugen?

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Venenerkrankungen in der Schwangerschaft – was sollten Sie beachten?

Venenerkrankungen in der Schwangerschaft – was sollten Sie beachten?

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Warum sind schwangere Frauen von Venenerkrankungen besonders betroffen?

In der Schwangerschaft ist der weibliche Hormonhaushalt verändert. Bereits die erste Schwangerschaft führt bei jeder dritten Frau zu einer Krampfaderbildung. Die Gefahr, dass sich Krampfadern – auch Varizen genannt – bilden, steigt mit jeder weiteren Schwangerschaft an. Der Grund für die Varizenbildung in der Schwangerschaft ist die erhöhte Produktion der Hormone Östrogen und Progesteron. Zudem ist bei schwangeren Frauen das Blutvolumen in den Venen erhöht. Dies belastet die Venen zusätzlich.

Wie lassen sich Thrombose und Krampfadern in der Schwangerschaft vermeiden?

Das Risiko, an einer Thrombose zu erkranken, ist in der Schwangerschaft bis zu fünf Mal erhöht. Vorbeugen können Schwangere am besten mit einer bewussten Ernährung und viel Bewegung. Auch das Tragen von Kompressionsstrümpfen oder Kompressionsstrumpfhosen beugt Thrombose und Varizen vor. Für Schwangere gibt es spezielle Kompressionsstrumpfhosen. Sie sind in der Bauchregion besonders elastisch. Dadurch können sie sich dem wachsenden Bauch in der Schwangerschaft ideal anpassen. Trotzdem ist der notwendige Druck im Beinbereich gewährleistet.

Damit die Kompressionsstrumpfhosen leichter angezogen werden können, gibt es entsprechende Anziehhilfen. Ein großer Vorteil der Kompressionsbehandlung ist, dass sie keine negativen Auswirkungen auf das ungeborene Baby hat, wie dies bei einer Medikamenteneinnahme der Fall sein kann.

Das sollten Sie beachten, wenn Sie in der Schwangerschaft Venenerkrankungen bekommen:

  • Achten Sie auf Ihre Beine und Knöchel. Wenn Sie Schwellungen und Kribbeln feststellen, sollten Sie Ihren Arzt informieren.
  • Die Durchblutung Ihrer Beine können Sie mit täglichen Wechselduschen fördern.
  • Wassertreten ist gut für Ihre Venen.
  • Es gibt so genannte Venentrainer. Damit können Sie Ihre Beine und Venen täglich trainieren.
  • Wenn Sie Beschwerden in den Beinen haben, sollten Sie rechtzeitig Kompressionsstrümpfe oder Kompressionsstrumpfhosen tragen. Wenn die Venenerkrankung mit Ihrer Schwangerschaft zusammen hängt, kann der Arzt Ihnen Strümpfe oder Strumpfhosen verordnen. Sie müssen dafür in der Apotheke auch keine Zuzahlung leisten.
  • Vermeiden Sie langes Sitzen und Stehen.
  • Ruhiges Wandern und Bewegung ist gut für Ihre Beine und Venen.
  • Lagern Sie Ihre Füße und Beine immer wieder hoch.
  • Ruhen Sie sich regelmäßig aus.
  • Pflegen Sie Ihre Beine und Füße mit speziellen nicht zu fetten Beinlotionen.

Bildnachweis: jolopes / stock.adobe.com

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