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Vaskuläre Demenz – Vorbeugung und Therapie

Lesezeit: 2 Minuten Bei allen Demenzformen werden auch bei der vaskulären Demenz Gewebe und Nervenzellen im Gehirn zerstört. Die Ursachen sind jedoch unterschiedlich, daher treten auch nicht immer die gleichen Symptome auf. Von allen Demenzkranken ist jeder zweite von einer vaskulären Demenz betroffen. Vorbeugung ist daher die beste Therapie.

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Vaskuläre Demenz – Vorbeugung und Therapie

Vaskuläre Demenz – Vorbeugung und Therapie

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Als vaskuläre Demenz bezeichnet man eine Erkrankung, die durch verstopfte oder geschlossene Blutgefäße Gewebe im Gehirn zerstört. Die Folge ist eine Demenzerkrankung, die wie die Alzheimer-Krankheit nicht geheilt werden kann. Auf eine Therapie sollte man dennoch nicht verzichten, damit der Verlauf hinausgezögert und neue Schäden vermieden werden können. Eine bestimmte Vorbeugung kann das Risiko für diese Demenzform herabsetzen.

Welche Symptome hat eine vaskuläre Demenz?

Die Beschwerden der vaskulären Demenz ähneln zwar der Alzheimer-Krankheit, jedoch treten sie meist früher und in stärkerem Maße auf. So scheinen die Betroffenen verwirrt zu sein, da sie Probleme mit der Sprache haben. Zudem fehlen die Aufmerksamkeit und die Orientierungsfähigkeit. Die Erinnerung  an vergangene Ereignisse bleibt anders als bei Alzheimer länger erhalten. Auffallend sind auch ein unsicherer Gang und ein nicht kontrollierbarer Harndrang.

Ursachen der vaskulären Demenz

Eine vaskuläre Demenz entsteht überwiegend durch Schlaganfälle, die zerstörtes Gewebe im Gehirn hinterlassen, weil die Durchblutung der Blutgefäße nicht mehr funktioniert. Die Nervenzellen können keine Signale mehr übertragen, sodass es an Sauerstoff fehlt.

Entscheidend für das Ausmaß und den Verlauf der vaskulären Demenz ist die Stärke der Hirnschläge. Erleidet der Betroffene einen schweren Hirnschlag, wird eine ganze Hirnregion beeinträchtigt, sodass die Veränderungen sofort eintreten. Bei mehreren kleinen Hirnschlägen sind die Symptome recht verwirrend, da der Patient unterschiedlich leistungsfähig ist.

Welche Risikofaktoren kann man beeinflussen?

Alle Erkrankungen und Verhaltensweisen, die zu Durchblutungsstörungen führen, sollten konsequent behandelt werden. Dazu gehören ein zu hoher Blutdruck, Arterienverkalkung, Diabetes, Herzrhythmusstörungen, Übergewicht, fettreiche Ernährung und Tabakkonsum. Bereits ein Risikofaktor genügt, die Sauerstoffversorgung des Gehirns zu reduzieren. Kommen mehrere Faktoren zusammen, steigt das Risiko beträchtlich.

Wenn Ihr Angehöriger ein oder mehrere Risikofaktoren hat, sollten Sie ihn ermutigen, sich ärztlich untersuchen und beraten zu lassen, wie er gesünder leben kann. Eine Umstellung der Gewohnheiten ist nicht einfach, daher ist Geduld gefragt. Die genannten Erkrankungen können jedoch heute gut behandelt werden, sodass man in diesem Bereich leicht vorbeugen kann.

Wie kann man eine vaskuläre Demenz behandeln?

Auch für eine bereits bestehende vaskuläre Demenz gilt es, zunächst die Risikofaktoren zu reduzieren, um weitere Schäden im Gehirn zu vermeiden. Sowohl für die Vorbeugung als auch für die Behandlung ist das Wichtigste, die Ernährung umzustellen und das Rauchen einzustellen.

Die Ernährung sollte Schritt für Schritt verändert werden, wenn sie vorher extrem ungesund war. Nichtraucher zu werden, fällt vielen schwer, weil die Einsicht fehlt oder eine körperliche Abhängigkeit besteht. Erkundigen Sie sich gemeinsam, welche Methode für Ihren Angehörigen in Frage kommt. Mithilfe von Medikamenten werden wie bei der Vorbeugung bestehende Erkrankungen behandelt, damit sich die Blutwerte normalisieren und die Gefäße einwandfrei funktionieren.

Lesen Sie mehr zum Thema Demenz in dem Artikel Alzheimer-Krankheit – Symptome und Umgang mit der Altersdemenz.

Bildnachweis: Ocskay Mark / stock.adobe.com

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