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Ursache von Nahrungsmittelunverträglichkeiten: Schwacher Verdauungstrakt

Lesezeit: 2 Minuten Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit entsteht oftmals in Folge einer Schwäche des Magen-Darm-Trakts. Er kann dadurch Freund von Feind nicht mehr entscheiden und reagiert auf normale Lebensmittel mit Symptomen.

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Ursache von Nahrungsmittelunverträglichkeiten: Schwacher Verdauungstrakt

Ursache von Nahrungsmittelunverträglichkeiten: Schwacher Verdauungstrakt

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Wenn man über die Ursachen von Nahrungsmittelunverträglichkeiten spricht, gilt es zwei Bereiche zu unterscheiden: Zum einen gibt es als Ursache jenen Auslöser, der dazu führt, dass Symptome auftreten. Zum anderen ist jedoch vielmehr entscheidend die Ursache der Nahrungsmittelunverträglichkeit selbst, die also für deren Entstehung verantwortlich ist.

Ursachen von Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind nur in wenigen Fällen tatsächlich angeboren. Oftmals entstehen sie im Laufe des Lebens und gelten somit nicht als primäre Unverträglichkeit, sondern als erworbene Erkrankung. Sehr oft beruht die Entstehung einer Nahrungsmittelunverträglichkeit auf einem Ungleichgewicht des Magen-Darm-Traktes. Bildlich gesprochen ist der Verdauungstrakt dann so damit beschäftigt, dieser Störung entgegenzuwirken, dass er seiner eigentlichen Aufgabe nur noch unzureichend nachkommen kann. So kommt es, dass Nahrungsmittel nicht mehr richtig aufgespalten und verwertet werden, Enzyme fehlen oder Stoffe in den Blutkreislauf gelangen können, die im gesunden Verdauungstrakt eigentlich ausgefiltert werden sollten.

Eine solche Schwäche des Magen-Darm-Bereichs kann unterschiedliche Ursachen haben:

  • minderwertige Ernährung: Minderwertige Ernährungsbestandteile liefern nur wenige Nährstoffe, die der Körper zur Regenerierung des Magen-Darm-Trakts benötigt. Hinzu kommt, dass Fertiggerichte und chemische Lebensmittelzusätze oftmals nur schwer verdaubar sind – der Magen wird überbeansprucht.
  • Lebensmittelmenge: Wird ein Lebensmittel übermäßig häufig und in großen Mengen verzehrt, beispielsweise jeden Tag mehrfach Milchprodukte, steigt die Wahrscheinlichkeit, eine Nahrungsmittelintoleranz zu entwickeln.
  • Essgewohnheiten: Auch schlechte Essgewohnheiten können Ihr Risiko erhöhen, beispielsweise unregelmäßige Mahlzeiten, zu große Portionen, hastiges Schlingen, spätabendliche Mahlzeiten oder Essen unterwegs.
  • Stress: Stress, egal ob in der Arbeit oder im familiären Umfeld, versetzt Ihren Körper sozusagen ständig in Alarmbereitschaft. Alle Energie wird in die Muskulatur gestärkt, damit Sie evolutionstechnisch gesehen kämpfen oder flüchten können. Diese Energie fehlt dem Magen-Darm-Trakt, um seine eigentlichen Aufgaben zu erledigen.
  • Erkrankungen: Insbesondere Infektionen des Magen-Darm-Trakts können den natürlichen Schutzschild stören und den Darm angreifbar machen. In der Folge besteht ein Nährboden für die Schwächung des Systems.
  • Übertriebene Hygiene: Bei der sogenannten Hygienetheorie wird vermutet, dass die übertriebene Hygiene, die viele Eltern ihren Kindern zuteilwerden lassen, eine Unterforderung des Immunsystems bewirkt. In der Folge reagiert es irgendwann auf Reize nicht mehr richtig und kann nicht mehr unterscheiden, was für den Körper gut oder schlecht ist.

Auslöser der Allergien und Intoleranzen

Jede Nahrungsmittelallergie oder -intoleranz hat ihren individuellen Auslöser, je nach Ausprägung. Beispiele:

  • Laktoseintoleranz: Mangel des Enzyms Laktase
  • Fructosemalabsorption: mangelhafte Aufnahme des Fruchtzuckers im Dünndarm
  • Histaminintoleranz: Missverhältnis zwischen dem in Nahrungsmitteln enthaltenen Histamin und dem Abbauenzym Diaminoxydase
  • Zöliakie: Reaktion des Immunsystems auf den Glutenbestandteil Gliadin, daraus folgende Schleimhautentzündung und Rückbildung der Darmzotten, die für die Nährstoffaufnahme verantwortlich sind

Bildnachweis: Roman Zurbrügg / Adobe Stock

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