Unregelmäßiger Zyklus kann der Grund für unerfüllten Kinderwunsch sein

Manche Patientinnen kommen in die Praxis mit der Meinung, ihr Zyklus verlaufe normal. Bei genauerer Nachfrage stellt sich dann heraus, dass der Eisprung sehr spät kommt, dass die Blutung klumpig und sehr reichlich ist und dass der Zervixschleim um den Eisprung kaum feststellbar ist. All dies deutet auf ein Ungleichgewicht der Hormone hin und kann homöopathisch behandelt werden.

Wie sieht ein idealer Zyklus aus?

In der Reproduktionsmedizin wird der Hormonstatus zunächst relativ genau bestimmt. Die individuellen Symptome von Frauen werden allerdings kaum in Betracht gezogen.

So sagte letztens eine Frau zu mir: „Ja, ich spüre den Eisprung, das ist so ein Ziehen im Bauch etwa am 15. Tag des Zyklus. Einmal rechts, einmal links. Aber der Gynäkologe hat gesagt, das kann gar nicht sein, das spürt man nicht und er ist am 18. Tag“.

Wem soll man nun glauben? Dem Gynäkologen oder sich selbst? Ich bin grundsätzlich der Ansicht, dass die medizinischen Untersuchungsmethoden ernst genommen werden sollen. Ein LH-Test zur Bestimmung des Eisprungs ist einfach eine sehr sichere und genaue Methode. Aber wenn eine Frau den Eisprung spürt, ist das ihr ureigenstes, natürliches Empfinden.

Wenn dieses Empfinden in unserer Gesellschaft nicht gefördert wird, haben viele Frauen ein ganz deutliches und gutes Körpergefühl. Und das ist wichtig. Wenn Sie also ihren Eisprung spüren, dann lassen Sie sich nicht einreden, „dass das gar nicht sein kann“.

Die Blutung im idealen Zyklus

Der ideale (also der normale) Zyklus sieht folgendermaßen aus: Er beginnt mit der Blutung. Diese sollte zügig einsetzen, also ohne vorrausgehende tagelange Schmierblutung. Dann sollten etwa 2-3 Tage gleichmäßige Blutungen folgen. Danach wird die Blutung weniger und hört nach insgesamt 6 Tagen auf. Auch hier folgt keine lange Schmierblutung. Das Blut sollte kräftig rot und ohne Klumpen sein. Auch ein sehr starker Geruch deutet auf ein gesundheitliches Ungleichgewicht hin. Schmerzen bei der Periode sind nicht normal – wenn auch sehr häufig.

Eine Frau ist nicht dazu geschaffen, jeden Monat starke Schmerzen zu erleiden. Ein leichtes Ziehen oder dumpfes/ drückendes Gefühl kann vorkommen. Auch Schmerzen im Rücken oder in die Oberschenkel ausstrahlende Schmerzen kann man kurieren.

Ein gesunder Zyklus – Von der Mens zur Blutung

Ein bis zwei Tage vor der Zyklusmitte (14. Tag) lässt sich ein durchsichtiger, fadenziehender Schleim im Schlüpfer oder in der Scheide feststellen. Er sollte eine Konsistenz wie Eiweiß haben und geruchlos sein. Dies ist der Zervixschleim, an dem die Spermien in die Gebärmutter klettern. Dann kommt der Eisprung. Er macht sich einerseits durch vermehrtes sexuelles Verlangen aber auch durch ein leichtes Ziehen im Unterbauch bemerkbar. Einige Frauen spüren ihn deutlicher, andere weniger.

Danach folgt die Phase, in der ein weißlicher Ausfluss normal ist. Bis zum Ende des Zyklus sind weder große Stimmungsschwankungen noch sonstige Symptome normal. PMS mit Brustspannen, aufgeblähtem Gefühl oder schlechter Stimmung deutet ebenfalls auf eine Hormonschwankung hin. Schmierblutungen sollten idealerweise überhaupt nicht vorkommen.

Ein gesunder Zyklus – Was kann man dafür tun?

In die Kinderwunschpraxis kommen wenige Frauen mit einem wirklich gesunden Zyklus. Leider haben die meisten Frauen heute entweder einen unregelmäßigen zu kurzen oder zu langen Zyklus, oder sie leiden unter Menstruationsbeschwerden oder PMS. Diese Unregelmäßigkeiten und Symptome kann man homöopathisch gut behandeln. Denn für eine ideale Empfängnisbereitschaft benötigen wir auch einen idealen Zyklus.

In der homöopathischen Behandlung mit dem Liz Lalor Fertility Program gehen wir die einzelnen Zyklus-Probleme mit speziellen Mitteln an, so kommt zum Beispiel häufig Sepia oder Borax zum Einsatz.

Durch die homöopathische Behandlung kann nicht nur eine Regelmäßigkeit im Zyklus wiederhergestellt werden. Auch Mensschmerzen und PMS können mit homöopathischen Mitteln gut behandelt werden.

Das Vaginalmilieu verbessern

Häufige Ursache für ein ungünstiges Vaginalmilieu ist ein Befall mit Candida albicans. Durch unseren viel zu hohen Zuckerkonsum sitzt dieser Pilz bei vielen Menschen im Darm. Von dort aus befällt er auch immer wieder die Schleimhäute der Vagina. Eine isopathische Behandlung geht dabei dem systematischen Aufbau mit den „guten“ Bakterien voraus.

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