Gesundheit Praxistipps

Unkraut oder Heilkraut für die Gesundheit

Lesezeit: 3 Minuten Verstehen Sie dies als Anregung, ein wenig offener durch die Natur zu gehen, es könnte auch Ihr Unkraut am Wegesrand stehen und sich anbieten Ihnen zu helfen, völlig kostenlos und ohne Einschränkungen als hochwirksames Heilkraut.

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Unkraut oder Heilkraut für die Gesundheit

Unkraut oder Heilkraut für die Gesundheit

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Unkraut oder Heilkraut?

Wer kennt sie nicht, die „Unkräuter“, all jene Pflanzen die alljährlich unseren Garten heimsuchen. Sie wachsen ungewollt zwischen all den liebevoll angelegten Rabatten, Gemüsebeeten und zwängen sich durch die Ritzen unserer Gartenwege, ja sogar durch Beton und Teer.

Aber nicht nur für den Gartenliebhaber sind Unkräuter ein Graus, es scheint uns so, als würden alle Gärtner und Anbauer dieses Los mit uns teilen. Selbst Bioanhänger und Biobauern verbindet keine sehr enge Beziehung zu Unkräutern und so mancher von Ihnen erlebt deshalb jährlich wiederkehrende Krisen.

Besonders dann, wenn seine Kulturpflanzen – gehegt und gepflegt – weit weniger gedeihen als die ungeliebten Unkräuter, die allen Witterungseinflüssen zum Trotz und ohne Pflege und Schutz in bester Verfassung allen Unbills trotzen.

Aber gerade diese Tatsache sollte uns aufmerksam werden lassen. „Unkraut vergeht nicht“ oder „Unkraut ist nicht kleinzukriegen“. Ist es nicht seltsam, dass wir Unkräuter dafür bewundern, dass sie gegen unsere Versuche sie auszurotten, relativ resistent sind?

Ja, wir vergleichen uns in Redewendungen sogar stolz als „Unkraut, das nicht vergeht“, wenn wir gesund und kraftvoll aus einer Krise hervorgehen. Und dies mit Recht! Denn Unkräuter sind widerstandsfähig, ausdauernd, haben eine lange Lebensdauer, stecken voller Kraft, Mineralien und Vitalstoffe, aber sie sind auch Lebenskünstler mit besonderen Überlebensstrategien. Wer von uns wollte da nicht ebenso stark und kraftvoll sein Leben meistern.

Der Begriff Unkraut

Als Unkraut bezeichnet man eine Pflanze, die ungewollt wächst. Unkraut im eigentlichen Sinne oder als Pflanzengattung gibt es nicht! Unkräuter können also Nutzpflanzen, Wildblumen und oder auch Heilkräuter sein. Je nach unserer ästhetischen oder subjektiven Einschätzung oder Einstellung werden sie zu Unkraut!

Die Malve vom letzten Sommer, die unsere Tischdekoration so stilvoll ergänzte, kann in diesem Jahr zur Plage und damit zum Unkraut werden, wenn Sie sich ihrer Eigenschaft zur Folge, massenhaft ausbreitet und damit den Lebensraum unserer neuesten Sommerblumen raubt. Oder denken Sie an die Brennnessel, der wir mit Harke und Gift zu Leibe rücken, obwohl wir Sie als Gesundheitstee schätzen und den Sud als biologisches Stärkungsmittel und Bioinsektizid für unsere Tomaten benötigen. Ebenso geht es dem Giersch, er ist des Gärtners Plage, weil er resistent gegen alle Bekämpfungsmaßnahmen ist. Doch als Gichtkraut war er schon den Römern bekannt und nicht zuletzt als Vitaminspender erster Güte.

Unkraut: Hilfe zur Gesundheit und Leistungssteigerung

Werfen wir also einen prüfenden Blick auf die Regale der Drogerien, Apotheken und Biomärkte, in denen uns Hilfe zur Gesundheit und Leistungssteigerung oder Rekonvaleszenz angebotenen werden. Hier finden wir sie wieder, die sogenannten „Unkräuter“, aber werbewirksam abgepackt in Dragees, zur Linderung gesundheitlicher Störungen und angepriesen als unverzichtbare Präparate zur Erhaltung der Gesundheit. Nicht selten werden ihnen aber auch teure Gesundheitstees angeboten, die bei genauerer Betrachtung dieses Etikett nicht verdienen, aber dafür oft künstliche Aromastoffe enthalten.

Vielleicht kommt ihnen der Gedanke, dass einige der Unkräuter vom letzten Jahr, ausgerissen aus dem natürlich gedüngten Gemüsebeet oder Balkonkasten, zusammen mit einigen Erdbeerblättern und Rosenblüten, Malve oder Lavendel, einen ebenso gesunden, natürlichen aber kostenlosen Tee ergeben hätte. Und in diesem Sinne ein Spaziergang in freier Natur künftig viele Köstlichkeiten anbietet, wie Heilkräuter, Duftkräuter und viele Früchte aus Wald und Flur, die ihrer Küchenkreativität keine Grenzen setzt.

Unkraut für Haut und Haar

Es könnte ja dazu führen, dass der schmackhafte und gesunde Tee Sie dazu inspiriert, mehr „Unkräuter“ und Wildfrüchte zu sammeln, beispielsweise für Gelee oder Salate, exotische Kochkreationen und nicht zuletzt für die Naturkosmetik. Denn auch Haut und Haar ist dankbar für Pflanzenpflege, je reiner und natürlicher, umso edler und wirkungsvoller kann sie sein.

Deshalb möchte ich Sie anregen, ein wenig offener durch die Natur zu gehen, es könnte auch Ihr Unkraut am Wegesrand stehen und sich anbieten Ihnen zu helfen, völlig kostenlos und ohne Einschränkungen.

In diesem Sinne, wenn Sie mögen demnächst die Fortsetzung „Kritischer Blick auf die Pflege der Haut“.

Bildnachweis: Maksim Kostenko / stock.adobe.com

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