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Ungewollt kinderlos: Tipps für die Adoption

Lesezeit: 3 Minuten Mit dem gefassten Entschluss zur Adoption beginnt ein bisweilen steiniger Weg zum Wunschkind. Gespickt mit dem nötigen Wissen zu diesem Segment kann man sich selber eine kleine Strategie mit seinen eigenen Vorstellungen kreieren und erschafft sich einen roten Faden an dem man sich im behördlichen Verfahren entlang hangeln kann. Adoption bedeutet nicht nur Harmonie mit seinem Partner. Hier bekommen viel mehr Kriterien eine wichtige Bedeutung. Lesen Sie unsere Tipps.

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Ungewollt kinderlos: Tipps für die Adoption

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Ungewollt kinderlos: Tipps für die Adoption

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Adoption – die Orientierungsphase

Ist der erste Schock über die ungewollte Kinderlosigkeit erst mal überwunden, der Schmerz in Akzeptanz umgewandelt, beginnt für eine mögliche Adoption die Orientierungsphase. Die meisten Menschen, die sich für ihr Wunschkind nun auf den Weg machen, haben kaum eine Ahnung davon, was sie erwartet und wo sie überhaupt ihre Reise beginnen sollen.

Da sind vielleicht bei Freunden schon mal Geschichten über das Jugendamt, Adoptionen im Ausland oder die wenig Mut machenden Schwierigkeiten einer Adoption erzählt worden. Das Internet gespickt mit ein paar Suchbegriffen wie Wunschkind, Adoption oder ungewollt kinderlos wirft dann die ersten kleinen Brocken aus. Für die Orientierungsphase startet nun die Frage nach dem „Wie fange ich es an“.

Das Jugendamt als Informationsquelle

Eine wirklich gute Adresse ist das Jugendamt mit seiner Adoptionsvermittlungsstelle. Dort sitzen meistens kompetente Sacharbeiter, die, wenn auch oft wenig motivierend, zumindest eine Erklärung über den Ablauf einer seriösen und anerkannten Adoption geben können und müssen. Lassen Sie sich aber dort bitte nicht von „Sie sind sowieso zu alt“ oder „Wir haben fast keine Kinder zur Vermittlung“ abschrecken.

Sie brauchen einfach blanke Informationen über das Verfahren. Mit einer guten Portion Wissen im Gepäck fühlt man sich gleich viel sicherer und kann gegebenfalls besser an Plan B arbeiten. Sehen Sie das Jugendamt als Informationsquelle, das   vielleicht in Ihrem Werdegang zu einem Partner in der Sache wird.

Adoption über freie Träger

Für Jugendamts Phobiker gibt es die Möglichkeit sich mit einem freien Träger auseinander zu setzten. Hier unterscheiden wir gleichmal in Inlands- und Auslands-Adoption. Im Grunde machen die freien und – wichtig – anerkannten Vermittlungsstellen nichts anderes als das Jugendamt. Es kostet nur häufig eine Menge.

Dennoch bekommen Sie natürlich auch bei diesen Trägern einen Ablaufplan und die Information über sämtliche beizubringende Eckdaten Ihrerseits sowie eine mehr oder weniger wertvolle Einschätzung Ihrer Chancen auf Ihr Wunschkind. Auch hier gilt, sich nicht sofort entmutigen zu lassen.

Was Sie sich vor der Adoption fragen sollten

Natürlich sollten Sie in erster Linie ehrlich mit sich selber umgehen und schauen, zu was Sie in der Lage sind. Gleichen Sie mit sich selber ab, ob Sie sich doch zu alt für ein Kind empfinden oder ob Sie bereit sind Monate oder manchmal Jahre auf Ihrem Weg zu bleiben. Möchten Sie einen Säugling oder hat ein Kleinkind auch die Chance auf den Status „Wunschkind“.

Wie denken Sie über Pflegekinder? Ein weiteres Feld, über das Sie sich beim Jugendamt beraten lassen können. Aber auch hier gilt Achtung: Wenn Sie ein Kind fest bei sich aufnehmen möchten, sollten Sie über einen Dauerpflegeplatz sprechen und nicht eine Notfallstelle werden.

Machen Sie sich Gedanken, ob Sie bereit wären eine größere Summe Geld für den nicht geringen Aufwand einer Auslandsadoption aufzubringen und welches Herkunftsland Sie sich vorstellen könnten. Hautfarbe und Kultur Ihres Wunschkindes spielen Ihr ganzes Leben eine Rolle.

Möchten Sie mit einem freien Träger eine Inlandsadoption angehen (eine gute Adresse ist Findefux.de), seien Sie sich auch hier über entstehende Kosten bewusst. Oder wählen Sie den klassischen Weg über Ihr Heimatjugendamt (hierzu folgen noch einige Tipps und Tricks über einen besseren Ablauf in der Serie) und finden Sie so zu Ihrem Wunschkind.

Ungewollt kinderlos bedeutet nicht ohne Ihr Wunschkind leben zu müssen. Sie begeben sich nur auf einen etwas anderen Weg, den der Adoption. Aber mit dem richtigen Wissen, ein wenig Ausdauer und dem nötigen Willen, finden Sie Ihr Wunschkind. Nehmen Sie sich jetzt die Zeit der Orientierung.

Vielleicht hilft Ihnen auch ein Adoptionsvorbereitungskurs. Der ist in vielen Bundesländern schon eine Art Pflichtprogramm der Jugendämter und wird von den Kursleitern bescheinigt. Eine gute Adresse hierzu ist Frau Gesine Schanz aus Hildesheim. Sammeln Sie also Informationen von Fachleuten und beginnen Sie mit dem Bau Ihrer Strategie.

Bildnachweis: Riccardo Niels Mayer/ stock.adobe.com

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