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Unerfüllter Babywunsch – Diagnose Chlamydien?

Lesezeit: 2 Minuten Verfolgt Sie schon seit längerer Zeit ein Babywunsch und setzen alles daran endlich schwanger zu werden, aber es will einfach nicht klappen? Dann sollten Sie Infektionen und dabei insbesondere Chlamydien nicht ausschließen. Was ist das Bakterium namens Chlamydia Trachomatis genau, wie können Sie dem vorbeugen und was können Sie als Betroffene mit der Chlamydien Diagnose tun, um doch noch schwanger zu werden?

2 min Lesezeit
Unerfüllter Babywunsch - Diagnose Chlamydien?

Unerfüllter Babywunsch – Diagnose Chlamydien?

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Was sind Chlamydien überhaupt?

Das Bakterium Chlamydia Trachomatis kann sexuell übertragen werden und kommt sehr häufig vor. Bei circa der Hälfte aller Menschen, die sich haben sterilisieren lassen, wurde zuvor eine Infektion diagnostiziert. Allein in Deutschland sind ungefähr eine Million Menschen von dieser Krankheit betroffen. Gleichzeitig ist bedauerlich, dass die Mehrzahl der deutschen Bevölkerung nicht weiß, was Chlamydien überhaupt sind. Kein Wunder, dass die Zahl der Erkrankten kontinuierlich steigt.

Und das Schlimmste daran: Die meisten aller Betroffenen weisen keinerlei Symptome auf, was vor allem für Männer schwerwiegende Konsequenzen hat, da die meisten von ihnen ohnehin erst dann einen Arzt konsultieren, wenn Sie vor Schmerzen kaum noch schlafen können.

Wie erfolgt die Ansteckung?

Jedes Mal, wenn Sie ungeschützten Geschlechtsverkehr ausüben, können Sie an Chlamydien erkranken. Was viele nicht wissen ist, dass man sich auch problemlos beim Petting oder beim Oralverkehr anstecken kann. Wenn Chlamydienerkrankte schwanger sind, geht die Krankheit meist automatisch auch auf das Kind über. Symptome können einige Woche nach der Ansteckung, erst nach ein paar Jahren oder – wie in vielen Fällen – überhaupt nicht auftreten.

Symptome

Folgende Beschwerden könnten auf Chlamydien hindeuten:

  • Brennen beim Wasser lassen
  • Erhöhter Ausfluss
  • Unterleibsschmerzen
  • Zwischenblutungen
  • Augenentzündungen
  • Gelenksentzündung
Im schlimmsten Fall kommt es nach einiger Zeit zur Sterilität und Sie sind unfruchtbar.

Chlamydien richtig vorbeugen

Um eine Chlamydien-Infektion gar nicht erst aufkommen zu lassen, sollten Sie beim Geschlechtsverkehr stets Kondome verwenden. Lassen Sie sich außerdem regelmäßig von Ihrem Arzt untersuchen, um sicherzustellen, dass Sie gesund sind. Insbesondere ist dies den speziellen Risikogruppen zu empfehlen.

Zu diesen zählen Schwangere und Frauen unter 25 Jahren genauso wie Menschen, die häufig ungeschützten Geschlechtsverkehr mit verschiedenen Personen haben. Achten Sie des Weiteren auf Hygiene, um das Trachom zu verhindern. Benutzen Sie beispielsweise niemals gebrauchte Bade- oder Handtücher im Urlaub.

Chlamydien behandeln und doch noch schwanger werden

Die Infektionskrankheit Chlamydien kann – wenn bei rechtzeitiger Diagnose – mithilfe von Antibiotika behandelt werden. Die Behandlung kann je nach Medikament bis zu zwei Wochen dauern und während dieser Zeit sollten Sie zur Gänze auf Sexualität verzichten. Kontrollieren Sie nach Abschluss der Behandlung, ob die Antibiotika Behandlung auch tatsächlich erfolgreich war. Die Heilungschancen sind insgesamt sehr gut. Wenn Sie die Erkrankung aber zu spät bemerken, ist das Risiko einer Unfruchtbarkeit sehr hoch.

Bildnachweis: Coloures-Pic / stock.adobe.com

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