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Übergewicht: WHtR – der neue BMI?

Lesezeit: 2 Minuten Der BMI (Body Mass Index) ist out – neuerdings sagt Ihnen der WHtR (Waist to Height Ratio), ob Sie Übergewicht haben und Ihnen dementsprechend Gesundheitsgefahren drohen. Doch wie berechnet man den WHtR?

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Übergewicht: WHtR – der neue BMI?

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Mit dem BMI berechnen Sie das Verhältnis zwischen Ihrem Gewicht und Ihrer Körpergröße. Mit dem WHtR berechnen Sie das Verhältnis zwischen Ihrem Bauchumfang und Ihrer Körpergröße. Damit ist der WHtR viel aussagekräftiger in Bezug auf mögliche Gesundheitsrisiken durch Übergewicht.

Berechnung des BMI
Der Body-Mass-Index wird nach folgender Formel berechnet:
BMI = Körpergewicht in Kilogramm / (Körpergröße in Meter x Körpergröße in Meter)

Bei der Berechnung des BMI wird nicht zwischen Fett und Muskelmasse unterschieden, obwohl beide das Körpergewicht erhöhen können. Das kann zur Folge haben, dass gut trainierte Sportler einen BMI über 25 oder gar über 30 haben, was also bedeuten würde, dass diese an Übergewicht oder sogar Fettsucht leiden. Darüber hinaus sagt der BMI im Gegensatz zum WHtR nichts über die tatsächliche Gesundheitsgefährdung durch Übergewicht aus.

Berechnung des WHtR
Der Waist to Height Ratio wird nach folgender Formel berechnet:
WHtR = Bauchumfang in Zentimeter / Körpergröße in Zentimeter

Bei der Berechnung des WHtR wird also der Bauchumfang gemessen und somit auch die Verteilung des Körperfetts mit einbezogen. Gemessen wird der Taillenumfang in Bauchnabelhöhe – am besten morgens, wenn der Magen leer ist.

WHtR: Auswertung und Grenzwerte
Mit dem WHtR kann man nicht nur bestimmen, ob Übergewicht vorhanden ist, sondern auch, ob dieses Übergewicht gesundheitsschädlich ist. Denn insbesondere das Bauchfett soll das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Das Krankheitsrisiko bei breiten Hüften oder Oberschenkeln durch das sogenannte „gute“ subkutane Fett ist also nicht so groß ist wie bei Fettansammlungen im Bauchraum, dem sogenannte „bösen“ viszeralen Fett. Folglich steigt das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, mit zunehmender Höhe des WHtR.

Ein Wert unter 0,5 gilt als normal, allerdings ändert sich der Körperbau mit zunehmendem Alter. Deshalb gelten nach bisherigem Forschungsstand beim WHtR folgende Grenzwerte für die verschiedenen Altersgruppen: Bis zu einem Alter von 40 Jahren ist ein Wert unter 0,5 empfehlenswert, zwischen 40 und 50 Jahren sollte der WHtR zwischen 0,5 und 0,6 liegen und auch bei über 50-Jährigen die 0,6 nicht überschreiten.

Wenn Sie Ihren WHtR berechnen und feststellen, dass dieser zu hoch ist und Sie damit ein erhöhtes Krankheitsrisiko haben, sollten Sie dies immer von Ihrem Arzt abklären lassen. Dieser kann Ihnen auch beratend zur Seite stehen, um Ihr Gewicht bzw. Ihr Körperfett zu reduzieren und damit Ihren WHtR zu senken.

Wenn Sie Ihren WHtR ganz einfach ausrechnen wollen, nutzen Sie das WHtR-Maßband und den WHtR-Rechner.

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