Gesundheit Praxistipps

Übergewicht in den Wechseljahren

Die Wechseljahre bringen einige Veränderungen mit sich. Leider gehört Übergewicht bzw. Fettsucht (Adipositas) auch dazu. Die Ursachen können hormonell bedingt sein. Ein anderer Punkt ist die Ernährung. Je älter ein Mensch wird, umso geringer ist der Bedarf an Kalorien. Demzufolge sollte zu Beginn der Wechseljahre auch über eine Ernährungsumstellung nachgedacht werden.

Übergewicht in den Wechseljahren

Übergewicht in den Wechseljahren

Der dritte Punkt ist die sportliche Betätigung. Welche Möglichkeiten bestehen dem Übergewicht vorzubeugen bzw. dieses erfolgreich dauerhaft zu senken wird folgend aufgezeigt.

Kausalität zwischen Wechseljahren und Übergewicht

In erster Linie werden sofort die Hormone dafür verantwortlich gemacht. Zunächst aber der Blick auf die Ernährung und den Kalorienbedarf. Den BMI (Body-Mass-Index) festzustellen, wird durch das Internet sehr einfach. Vorbereitete Masken ermöglichen die Eingabe und zeigen das sofortige Resultat. Die Formel hierzu lautet:

Körpergewicht in kg

Körpergröße in m x Körpergröße in m = BMI.

In Tabellen ist abzulesen, ob der errechnete BMI im Normbereich liegt.

Im Alter verlangsamt sich der Stoffwechsel bei den Frauen und auch bei den Männern. Meist geht auch das Maß an körperlicher Bewegung zurück. Das Essverhalten sollte diesen Tatsachen angepasst werden. Ansatzpunkte sind:

  • Die Portionsgrößen sind anzupassen,
  • Kalorien in den einzelnen Produkten bzw. Mahlzeiten überprüfen,
  • Tageszeiten beim Essen beachten,
  • Getränke Haushalt mit Mineralwasser auffüllen.

Hormonell beginnen die Veränderungen bereits mit der Menopause (letzte Regelblutung). Die Figur der Frauen ändert sich durch den Wandel des Hormonhaushalts. Die Gewichtszunahme ist bei den Frauen in den Wechseljahren zu beobachten.

Zunächst werden die Veränderungen an den Hüften und rund um das Gesäß sichtbar. Es folgt die Phase, indem auch die Taille an ihrer ursprünglichen Form verliert. Die Brüste werden größer und der Bauch dicker. In diesem Lebensabschnitt der Frau nehmen die Östrogene ab. Die Folge ist, dass die männlichen Sexualhormone an Dominanz gewinnen.

Tipps um das Gewicht im Normalbereich zu halten

Begonnen wird mit der Gewichtskontrolle. Wie bereits angeführt lässt sich der BMI schnell ermitteln.

Tipp #1: Speiseangebot

Dem Körper sollten täglich drei Hauptmahlzeiten angeboten werden. Sie sollten ausgewogen sein, um sich daran satt essen zu können.

Frühstück: ausreichend Kohlenhydrate

Es könnte aus Vollkornbrot mit etwas Butter, Käse oder Schinken, Kräutertee oder Kaffee, Joghurt oder Milch, frischem Obst bzw. Vitamin C in Form von Fruchtsäften bestehen.

Mittag: Mischkost

Zum Mittagessen könnten Kartoffeln, Nudeln oder Reis, mit reichlich Gemüse und Soße oder Salat gegessen werden.

Abendessen: kaum noch Kohlenhydrate

Belegte Brote mit Wurst oder Käse können den Abschluss bilden. Das Abendbrot sollte nicht zu spät eingenommen werden.

Tipp #2: Fitness

In jedem Alter ist Bewegung an frischer Luft wichtig. An Bedeutung nimmt die Fitness in den Wechseljahren zu. Durch ausreichende Bewegung werden die Knochen gestärkt. Dies ist ein wirksamer Schutz gegen Osteoporose. Weiterhin dient er der Unterstützung der Herztätigkeit.

Bei regelmäßigen Bewegungen, etwa 45 Minuten, 2 – 3 Mal pro Woche, so wurde nachgewiesen, dass sich das Gewicht reduziert. Ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass durch die auftretende Müdigkeit der Schlaf positiv beeinflusst wird. Beispiele für die körperliche Ertüchtigung:

  • Radfahren,
  • Spazierengehen,
  • Laufen,
  • Joggen,
  • Yoga,
  • Qigong,
  • Tai-Chi,
  • Autogenes Training,
  • Progressive Muskelentspannung,
  • Hormon-Yoga.

Nicht das ganze Jahr im Freien kann die Sportart des Schwimmens ausgeübt werden. Diese eignet sich, da viele Muskelgruppen zugleich angesprochen und Knochen und Gelenke entlastet werden.

Hormonbehandlung in den Wechseljahren

Die Wechseljahre führen aber zu wesentlich mehr Beschwerden. An erster Stelle sind die Hitzewallungen, die Schlafstörungen und die Unausgeglichenheit zu nennen. Diese können ebenfalls belastend sein und zur Einschränkung der Lebensqualität führen.

Derartige Symptome können durch die Behandlung mit Hormonen gelindert werden. Durch die Fortschritte in der Forschung können auf die Frau abgestimmte Präparate zum Einsatz kommen.

In der geeigneten Dosierung treten genannte Beschwerden nur in abgeschwächter Form auf. Teilweise klagen Patientinnen aber über Gewichtszunahme. Da sie dem Alltag wieder offener gegenüberstehen, fällt es ihnen nicht so schwer an dem Essverhalten und der mangelnden Bewegung, etwas zu ändern.

Wechseljahre sind für Übergewicht nicht verantwortlich

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass mit Übergewicht im Alter zu rechnen ist. Nur die Wechseljahre dafür verantwortlich zu machen, ist aber verkehrt. Es werden mit zunehmendem Alter weniger Kalorien benötigt. Zudem ebben die körperlichen Tätigkeiten ab. Deshalb ist genau hier anzusetzen, um gegen das Übergewicht anzukämpfen.

Angemessene Portionen, zu den richtigen Zeiten in der richtigen Zusammensetzung ist die erste Maßnahme. Speisepläne gibt es hierfür im Internet ausreichend. An zweiter Position steht die Bewegung. Die vielen Möglichkeiten, die aufgeführt wurden, sollten für jeden Leser die Richtige beinhalten. Hormonbehandlungen sind nicht immer erforderlich.

Bildnachweis: VadimGuzhva / stock.adobe.com

 

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