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Trotzphase: So überstehen Sie die schwere Zeit

Lesezeit: 2 Minuten Trotzphase beim Kleinkind: Sie kann ganz schön anstrengend sein. Mehr als ein Mal wird die Geduld der Eltern auf eine harte Probe gestellt. Auch wenn Eltern schier daran verzweifeln zu scheinen: Trotzphasen sind natürlicher Bestandteil der kindlichen Persönlichkeitsentwicklung. Lesen Sie hier, wie Sie die schwere Zeit heil überstehen.

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Trotzphase: So überstehen Sie die schwere Zeit

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Alle Kinder machen sie durch: die sogenannte Trotzphase. Und das nicht nur ein Mal. Bereits im süßen Alter von 12 bis 24 Monaten kündigt sich die erste Trotzphase mit Schreien, Toben und widerspenstigen Verhalten an – die Kleinkinder entdecken ihre Eigenständigkeit. Sie probieren instinktiv, wie weit sie gehen können. Das Ausreizen von Grenzen ist dabei keine Seltenheit, sondern eher nervenaufreibender Dauerzustand.

Auch wenn die erste Trotzphase mehr als anstrengend sein kann: Die kleinen Racker meinen es nicht böse. Im Gegenteil. Trotzphasen sind natürlicher Bestandteil der kindlichen Entwicklung. Das Austesten und hartnäckige Erforschen der Umwelt gehört da eben dazu.

Trotzphasen – wenn Kinder Grenzen austesten
Kleinkinder handeln dabei nicht nach Werturteilen wie "Das ist gut für mich“ oder "Das ist schlecht für mich“; denn genau das wissen sie noch nicht – einer der Gründe, weshalb vor allem die erste Trotzphase mehr als anstrengend für die Eltern werden kann.

Denn damit das Kleinkind seine ersten intensiven Umwelterfahrungen machen kann, wird es Verbote von Mama und Papa auch schon mal ignorieren – eine heftige Zeit, in der Eltern eine anspruchsvolle Geduldsprobe bestehen müssen: Immer wieder wird das Kleinkind das genaue Gegenteil von dem machen, was von ihm erwartet wird.

Auf elterlicher Seite kann sich da durchaus eine gewisse Frustration einstellen. Hier sollte die oberste Devise sein: Gelassen bleiben! Nichts reizt kleine Kinder mehr zum Widerspruch als genervte, überreagierende Eltern.

Und das kleine Teufelchen kann dabei sehr ausdauernd sein. Es will eben wissen, wie lange die Eltern "mitspielen". Nur die Erfahrung lehrt ihm, wo die Grenzen sind und vor allem, wann diese erreicht sind.

Gelassenheit und Konsequenz hilft in der Trotzphase
Doch was, wenn der kleine Tu-nicht-Gut weit über die Grenze hinausschießt? Reden ist Silber, Schweigen ist Gold? In der Kindererziehung stimmt dieses Sprichwort schon mal nicht.

Auch wenn Kleinkinder das gesprochene Wort nicht in Gänze erfassen können, sollten Eltern dennoch viel mit ihren Sprösslingen reden; denn den Sinn begreifen schon die Allerkleinsten. Kinder sind wahre Experten in Sachen Interpretieren. Wie kleine Empathen verstehen sie mehr, also so mancher Elternteil vermuten würde.

Auch kindgerechte Konsequenzen zu ziehen, stellt eine wichtige Grenzmarkierung dar. Auch wenn Eltern immer wieder das Gefühl haben, ihre Erziehung fruchte nicht: Konsequenz zahlt sich aus. Kinder sind darauf angewiesen, von den Erwachsenen zu lernen. Erzieherische Maßnahmen weisen ihnen mehr als ein Mal den Weg in Richtung "erwünschtes Sozialverhalten".

Kindererziehung: In der Trotzphase ein Geduldsakt
Die Kindererziehung stellt zweifelsohne eine der anspruchsvollsten Problembewältigungsstrategien dar. Es ist nicht einfach, Kinder "gut" zu erziehen. Und alles richtig zu machen, das ist so gut wie unmöglich. Doch wer sagt eigentlich, was eine wirklich gute Erziehung ausmacht?

Die Gesellschaft gibt viele Verhaltensweisen vor – entscheiden und leben muss sie jeder selbst. Über eine gute Erziehung lässt sich mindestens genauso ausgiebig streiten wie über Geschmäcker und andere Alltagsthemen. Menschen sind eben unterschiedlich. Während die eine Mutter bei Trotzmomenten im Supermarkt noch eine ruhige Gelassenheit an den Tag legen kann, hat die andere den Geduldsfaden schon längst verloren.

Trotzphasen gehen vorüber
Geduld hin oder her. Die Trotzphase kann ganz schön anstrengend werden. Aber keine Angst: Trotzphasen gehen vorüber. Noch ehe Sie sich versehen, hat der kleine Trotzkopf die familiären Grenzen kennengelernt und wird vom Bengelchen zum Engelchen.

Bis dahin: Bleiben Sie gelassen. Sie sind nicht die ersten Eltern, die sich mit ihrem Kind in der Öffentlichkeit trotzend präsentieren. Trotzszenen im Supermarkt, am Spielplatz oder beim Besuch bei der Tante sind ebenso normal wie vorübergehend.

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