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Trockenshampoo: Praktisch oder gesundheitsschädlich?

Lesezeit: 3 Minuten Trockenshampoo erlebt gerade sein Comeback. Lange Jahre galt Trockenshampoo als "out", inzwischen finden sich in Drogerien jedoch immer mehr verschiedene Produkte. Ob mit Duft oder speziell für braunes Haar, Trockenshampoo ist wieder "in" und das zurecht: Denn Trockenshampoo kann viel mehr, als nur einen fettigen Ansatz retten.

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Trockenshampoo: Praktisch oder gesundheitsschädlich?

Trockenshampoo: Praktisch oder gesundheitsschädlich?

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Lange Zeit war Trockenshampoo in der Versenkung verschwunden. Das hatte ganz einfache Gründe: Lange Zeit hinterließ Trockenshampoo auf dunklen Haaren einen unansehnlichen grauen Schleier und ließ sich kaum mehr aus den Haaren entfernen. Kein Wunder also, dass nur wenige Frauen dazu griffen. Außerdem galt Trockenshampoo auch als eher unhygienisch, schließlich reinigte es ja nicht im klassischen Sinne.

Inzwischen erlebt Trockenshampoo aber ein Comeback. Das liegt daran, dass die Mischung inzwischen einfach viel besser geworden ist. Modernes Trockenshampoo kann problemlos ausgebürstet oder einmassiert werden, es enthält nicht mehr so viele reizende Inhaltsstoffe und ist inzwischen sogar für dunkles Haar erhältlich.

Trockenshampoo mit Nebenwirkungen: Drohen Haarausfall und Juckreiz?

Vor allem Leute mit problematischer Kopfhaut sind Sorgen gewöhnt und fragen sich daher, ob Trockenshampoo die Haare nicht schädigt. Wie bei allen kosmetischen Produkten kann natürlich auch bei Trockenshampoo eine Allergie auftreten, die sich in Jucken, Schuppen und im schlimmsten Fall sogar Pusteln und Haarausfall manifestieren kann. Das ist aber nur extrem selten der Fall.

Sehr empfindliche Kopfhaut kann auf reizende Inhaltsstoffe allergisch reagieren, zum Beispiel auf ätherische Duftstoffe oder Alkohol. Auch besonders trockene Kopfhaut kann durch das Trockenshampoo weiter ausgetrocknet werden. Die eigentliche Zielgruppe, Menschen mit schnell nachfettenden Haaren, betrifft das allerdings nicht so stark.

Außerdem muss man bedenken, dass das Herauszögern der Haarwäsche um einen Tag auch bedeutet, dass das Haar nicht mit Tensiden aus dem normalen Shampoo in Kontakt kommt. Alles in allem ist das Risiko, Probleme mit Trockenshampoo zu bekommen, also gering. Generell aber sollte Trockenshampoo nicht zu oft genutzt werden.

Camping, Businessreise oder Flugreise: Schnell schöne Haare

Wer stark fettendes Haar hat, kann wohl mehrere solcher Leidensgeschichten erzählen: Eine Flugreise später wirkt die Frisur am Ankunftsort, als hätte man seit Tagen die Haare nicht mehr gewaschen, dabei war man morgens erst duschen. Gerade trockene Luft in Flugzeugen lässt die Haare sehr schnell statisch und fettig werden.

Auch auf Campingtrips, Festivals oder bei längeren Bahn- oder Autofahrten leidet die Frisur oft erheblich. Abhilfe schafft da nur Trockenshampoo, wenn gerade keine Dusche zur Verfügung steht. Das Trockenshampoo wird dazu, ähnlich wie Haarspray, in 20 bis 30 Zentimetern Abstand nur auf den fettigen Haaransatz gesprüht. Dann darf das Shampoo ungefähr fünf Minuten einwirken. Dabei saugt es das Fett auf und kann auch kleinere Schmutzpartikel aufnehmen. Das Haar wird also tatsächlich grob gereinigt.

Dann werden die Haare mit einem Handtuch behutsam, aber gründlich frottiert und/oder ausgebürstet. Wichtig ist, dass die Haare wirklich komplett von Rückständen befreit sind, sonst bildet sich ein grauer Schleier oder pudriger Ansatz. Danach ist das Haar dann wieder weich und fluffig. Gerade bei feinen Haaren sollten Sie allerdings zwischen dem Einsatz von Trockenshampoo die Haare auch wieder normal waschen, um letzte Rückstände des Shampoos zu entfernen. Sonst lagert sich schnell eine Schicht auf den Haaren an, die die Haare unnötig beschwert.

Tipps und Tricks: Mit Trockenshampoo zum perfekten Look

Tatsächlich kann Trockenshampoo viel mehr, als nur fettige Ansätze wieder ansehnlich machen. Stylisten schwören auf Trockenshampoo, um die Haare griffiger zu machen. Dadurch gelingen Flechtfrisuren viel einfacher.

Dazu vor dem Flechten der Haare ein paar vorsichtige Sprühstöße Trockenshampoo im Haar verteilen. Auch die Spitzen dürfen in diesem Fall etwas abbekommen. Danach die Haare wie gewohnt flechten.

Was dem Comeback des Trockenshampoos sicher geholfen hat ist, dass es Trockenshampoo jetzt auch in verschiedenen Farben gibt. Vorher mussten Dunkelhaarige immer einen grauen Schleier fürchten, falls das Produkt nicht gut genug ausgebürstet wurde. Inzwischen gibt es Produkte für dunkles Haar, helles Haar und auch welche, die versprechen, durchsichtig zu sein.

Ein Trick, Trockenshampoo etwas zweckzuentfremden ist es, bei einem sichtbaren Ansatz Trockenshampoo der jeweiligen Farbe zu nehmen und damit den Ansatz etwas zu kaschieren. Das ist auf Dauer zwar unpraktisch, hilft aber, wenn der Blick in den Spiegel ganz akut zum Friseurtermin mahnt.

Bildnachweis: Lars Zahner / stock.adobe.com

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