Homöopathie Praxistipps

Trockener Husten: So behandeln Sie ihn homöopathisch

Lesezeit: 2 Minuten Im Herbst, wenn es tagsüber noch relativ warm wird, es abends und nachts aber schon empfindlich kalt, bekommen viele Kinder und auch Erwachsenen einen trockenen Husten. Der ständige Hustenreiz ist lästig, die Stimmung wird immer gereizter und sie wollen sich zurückziehen.

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Trockener Husten: So behandeln Sie ihn homöopathisch

Trockener Husten: So behandeln Sie ihn homöopathisch

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Erstes Mittel bei plötzlich einsetzendem trockenem Husten – Aconitum napellus

Aconitum napellus, der Sturmhut, ist angezeigt, wenn der Husten sehr plötzlich nach einem schönen, klaren Herbsttag mit kaltem Ostwind auftritt. In die Bronchien ist zu viel kalte Luft eingedrungen. Jetzt reagiert der Körper mit einem heftigen Hustenreiz. Es hat sich aber kaum Schleim gebildet. Deswegen kommt es zu keinem Auswurf und das Husten ist nach einiger Zeit bereits schmerzhaft. In diesem Fall hilft das homöopathische Mittel Aconitum napellus schnell und zuverlässig.

Bryonia alba – wenn der Husten trocken ist und die Brust schmerzt

Ein anderes homöopathisches „Hustenmittel“ ist Bryonia alba – die weiße Zaunrübe. Ihr kommt bei der Behandlung von Husten bei Kindern eine besondere Bedeutung zu. Aber auch, wenn Erwachsene einen trocken, harten Husten haben, bei denen ihnen die Brust schmerzt, wenn die Schleimhäute sehr trocken sind und sie großen Durst haben, ist häufig Bryonia das homöopathische Mittel der Wahl.

Ein wichtiger Hinweis auf Bryonia ist die gereizte Stimmung. Kein Mensch ist glücklich und zufrieden, wenn er unter einem ständigen harten Hustenreiz leidet. Aber bei einem „Bryonia-Husten“ ist die Stimmung extrem abweisend und mürrisch. Der Betroffene möchte am liebsten allein sein und vermeidet so gut wie jede Bewegung.

Unterschied von  Bryonia alba und Aconitum napellus bei trockenem Husten

Wie können Sie jetzt aber unterscheiden, ob ihr Kind oder Sie selbst Aconitum napellus oder Bryonia alba gegen ihren trockenen Husten einnehmen müssen? Das wichtigste Unterscheidungskriterium ist die Stimmung. Während ein Mensch im Aconit-Zustand ängstlich und ruhelos ist, möchte sich ein Mensch im Bryonia-Zustand auf keinen Fall bewegen.

Er ist auch nicht ängstlich in Bezug auf seine Gesundheit. Er ist eher mürrisch und abweisend und möchte allein sein. Ein anderes Unterscheidungsmerkmal ist auch der Auslöser. Ist für einen Aconit-Zustand der Auslöser in der kalten Luft oder kaltem Ostwind zu finden, sind für einen Bryonia-Zustand oft unterdrückte Gefühle von Ärger oder Wurt verantwortlich.

Auch die Sorge um das Geschäft oder berufliche Sorgen können einen Bryonia-Zustand hervorrufen. Großer Durst und Schmerzen im Brustkorb sprechen eher für das homöopathische Mittel Bryonia. Ein plötzlicher Beginn der Beschwerden ohne Vorankündigung spricht für das homöopathische Mittel Aconitum napellus.

Bryonia alba bei trockenem Husten wenn:

  • schleichender Beginn
  • schmerzhafter Brustkorb
  • Abneigung gegen jede Bewegung (auch das Umdrehen im Bett verschlimmert)
  • große Trockenheit der Schleimhäute
  • großer Durst (auch nachts)
  • mürrische, abweisende Stimmung
  • möchte allein sein

Aconitum napellus bei trockenem Husten

  • plötzlicher Beginn – wie aus heiterem Himmel
  • ängstliche Stimmung
  • ruhelos (kann nicht ruhig liegen)
  • durstlos
  • möchte nicht so gerne allein sein

Fazit:

Wenn Sie oder Ihre Kinder in dieser Überganszeit von einem trockenen Husten geplagt werden, ist häufig eines der beiden homöopathischen Mittel (Aconitum napellus oder Bryonia alba) angezeigt. Es gibt einige Kriterien wie Sie unterscheiden können, welches der beiden Mittel eher hilfreich sein wird.

Bildnachweis: sementsova321 / stock.adobe.com

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