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Trockene Augen tränen mehr

Lesezeit: 2 Minuten Das Beschwerdebild "trockene Augen" wird immer häufiger. Umwelteinflüsse sind schuld daran. Abhilfe und Linderung lässt sich eigentlich ganz einfach schaffen.

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Trockene Augen tränen mehr

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Trockene Augen durch Umweltfaktoren

Zunehmend sorgen Umweltfaktoren für Beschwerden mit den Augen: Der Luftzug von Klimaanlagen, trockene Heizungsluft, Tabakrauch, aber auch die stundenlangen Sitzungen vor dem Computer oder das zu lange Tragen von Kontaktlinsen – alles das kann zum Beschwerdebild „trockene Augen“ führen. Hinzu kommt mit steigendem Alter eine größere Anfälligkeit für solche Beschwerden.

Typische Symptome sind: unangenehmes Brennen und Jucken der Augen, das Gefühl, als sei ein Fremdkörper im Auge und in schwereren Fällen Kopfschmerzen und erhöhte Lichtempfindlichkeit. Die Augen sind oft leicht gerötet und ermüden leichter.

Trockene Augen durch gestörten Schutzfilm

Zunächst einmal versucht der Körper sich selbst zu helfen. Normalerweise werden Bindehaut und Hornhaut des Auges durch einen Tränenfilm geschützt, einen Tränenfilm, der aus den drei Schichten Fett, Wasser und Mucin besteht. Dieser Film schützt das Auge vor Fremdkörpern und anderen äußeren Einflüssen. Wenn die Zusammensetzung dieses Schutzfilms gestört wird – und daran sind vielfach die oben genannten Faktoren schuld – dann kommt es zu trockenen Augen. Der Körper reagiert darauf mit erhöhter Wasserproduktion. Das hat paradoxerweise, aber auch sinnvoll zur Folge, dass es bei trockenen Augen zu vermehrtem Tränenfluss kommt.

Was kann man gegen trockene Augen tun?

Da dadurch aber nur eine Beschwerde von der nächsten abgelöst wird, sollte man aktiv etwas gegen trockene Augen unternehmen.

  • Zunächst einmal sollten die auslösenden Umweltfaktoren beseitigt oder zumindest reduziert werden. Das bedeutet: Ausreichende Luftfeuchtigkeit in der Wohnung und im Auto – also auch im Winter ausreichend lüften; Schutz vor Zugluft – also sinnvoller Umgang mit Klimaanlagen und z. B. Tragen von Schutzbrillen beim Fahrradfahren; optimale Einrichtung des Arbeitsplatzes „Computer“ – also sinnvolle Beleuchtung, ausreichender Abstand, unter Umständen Lesebrille tragen und dem Auge kleine Erholungspausen gönnen.
  • Wenn das alles nicht oder nicht richtig hilft, empfiehlt sich – natürlich mit ärztlicher Begleitung – die Anwendung von fetthaltigen Tropfen oder Gels, die meistens schnell und effektiv wirken, indem sie die Fettschicht des Tränenfilms ersetzen. Und dadurch entfällt auch die körpereigene Schutzmaßnahme: Der erhöhte Tränenfluss reduziert sich wieder.
  • Wichtig ist in jedem Fall, für eine schnelle Abhilfe der Beschwerden zu sorgen, bevor das Auge ernsthaft beschädigt wird.

Bildnachweis: draganagordic / stock.adobe.com

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