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Triggerpunkte sind zu 85% die Hauptursache für chronischen Schmerz

Lesezeit: 2 Minuten Die Neuromuskuläre Therapie oder auch Therapie der Triggerpunkte (Triggerpunkttherapie) genannt, umfasst die manuelle Anwendung spezifischer Druck- und Gleittechniken zur Diagnose und Therapie von Weichgewebeveränderungen. Ziel ist die Wiederherstellung der normalen und gesunden Muskelfunktion ohne Schmerzausstrahlung.

2 min Lesezeit
Triggerpunkte sind zu 85% die Hauptursache für chronischen Schmerz

Triggerpunkte sind zu 85% die Hauptursache für chronischen Schmerz

Lesezeit: 2 Minuten

Unter einem myofaszialen Triggerpunkt versteht man eine druckschmerzhafte Verhärtung in einem Muskel, die sich in einem seilartig angespannten Strang von Muskelfasern befindet und bei Reizung zu einer für den betroffenen Muskel typischen Schmerzausstrahlung in andere Körperregionen sowie zu vegetativen Symptomen führt, als Beispiel ein Triggerpunkt im Trapezmuskel (Schulter), der einen Tennisellbogen auslösen kann. Weitere Ausstrahlungsmuster sind in der Abbildung dargestellt.

Wie groß ist der Einfluss der Triggerpunkte?

Nach neuesten Studien steht fest, dass bei chronischen Schmerzen zu 85 % Triggerpunkte mitverantwortlich sind, bei Problemen in Halswirbelbereich sogar bis zu 100 %. Das bedeutet, dass der Betroffene selbst bei einer hervorragenden Therapie bei beispielsweise Wirbelsäulen- oder Bandscheibenprobleme, nicht beschwerdefrei sein wird, wenn die Triggerpunkte nicht parallel mit aufgelöst werden.

Triggerpunktspezifische Symptome

  • Seilartig angespannte Muskelfaserstränge
  • Bei Druckausübung auf die Punkte sind sie druckempfindlich und haben eine Ausstrahlung in andere Regionen (in chronischen Fällen kann der TP mit Bindegewebe umhüllt sein und es kommt lediglich zu einem lokalen Schmerz
  • Aktives und passives Dehnen des Muskels ist schmerzhaft eingeschränkt
  • Der Patient zuckt eventuell zusammen
  • Zuckung der Muskelfaser
  • Ein Muskel mit TP hat eine geringe Ausdauer und ermüdet schnell
  • Der Bewegungsumfang des Gelenkes kann eingeschränkt sein
  • Die Muskelansätze können einen erhöhten Tonus aufweisen und schmerzhaft sein; sie können Ansatz-Triggerpunkte enthalten
  • Bei Kontraktion kann der Muskel überreagieren, er kann eine deutlich stärkere Anspannung als normal aufweisen
  • Parästhesien
  • Druckempfindliches Gewebe
  • Vegetativ: Schleimhautabsonderungen, Tränensekretion, Gefäßverengung, gestörtes Wärme / Kälte – Empfinden
  • Schwindel
  • Tinnitus

Allgemeine Wirkungen der Triggerpunkttherapie:

  • Verringerung / Beseitigung von myofaszialem Schmerz
  • Wiederherstellung der physiologischen Funktion von Muskeln und Bindegewebe
  • Verbesserung der Blut- und Lymphdrainage
  • Verbesserung von Haltungs- und Bewegungsmustern
  • Positive Wirkung auf die Psyche des Patienten, insbesondere auch auf unbewusste emotionale Prozesse, die zu erhöhter Muskelspannung geführt haben
  • Reflektorische Beeinflussung innerer Organe

Behandlung der Triggerpunkte:

Durch spezifischen Druck auf die Triggerpunkte oder durch Gleittechniken können diese aufgelöst werden. Durch eine biochemische Reaktion des Körpers werden hierbei Kollagenasen (Enzyme) ausgeschüttet, die den Rückbau in gesundes Muskelgewebe veranlassen. Durch diese Kollagenasen sind die Triggerpunkte ursprünglich auch entstanden. In einigen Fällen werden auch Akkupunkturnadeln oder Injektionen oder Kryotherapie (Kältetherapie) oder Stosswellentherapie zur Auflösung eingesetzt.

Bildnachweis: Aleksej / stock.adobe.com

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