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Tresor für Zuhause – vorher gut informieren ist wichtig

Lesezeit: 3 Minuten In den letzten Jahren sind die Einbruchszahlen dramatisch angestiegen. Zusätzlich haben viele Menschen die Sorge, im Falle eines Feuers, ihre wichtigen Unterlagen und Wertgegenstände zu verlieren. Die passende Lösung – ein Tresor für Zuhause.

3 min Lesezeit
Tresor für Zuhause – vorher gut informieren ist wichtig

Tresor für Zuhause – vorher gut informieren ist wichtig

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Doch vor dem Kauf eines Tresors sollte sich der Käufer genau darüber informieren, welche Tresorart und welche Schutzklasse für seinen individuellen Bedarf die beste Wahl darstellt. Es gibt unterschiedliche Einbauarten und Schutzklassen, die beachtet werden müssen.

Verschiedene Tresorarten für jeden Zweck

1. Der Wandtresor

Der Einbau dieses Tresors sollte stets durch einen Fachmann erfolgen, denn bei einem Wandtresor gelten spezielle Anforderungen für den sicheren Einbau bei der Wandmontage. So muss bei einer empfohlenen Stärke von 10 cm massiver Wand rundum, die Innentiefe des Tresors mit Rückwand und Tür genau berücksichtigt werden.

Zum Beispiel: Bei einer Wand mit 24 cm Stärke ergibt sich folgende Berechnung:

24 cm Wand, minus ca. 6-8 cm Türstärke, minus mind. 10 cm Beton zur Rückwandsicherung ergibt eine verbleibende Innentiefe von 7 cm.

Der Wandtresor besteht hinsichtlich der Sicherheit nur aus der Türe, dem Türrahmen und einer dünnwandigen Blechkiste. Den Schutz rundum muss das Mauerwerk bringen. Eine Feuerschutzprüfung ist beim Wandtresor nicht möglich.

Die Mauern sind fast immer zu dünn, darum wird ein Wandtresor meist unter Schrägen, unter Treppen oder in Nischen eingebaut.

2. Der Möbeltresor

Hierbei wird der Tresor innerhalb eines Möbelstücks verdeckt angebracht. Die max. Aussentiefe des Tresors ist durch die Möbel-Innentiefe vorgegeben. Darum werden Möbeltresore üblicherweise mit Verschwind-Scharnieren und mit nicht, oder kaum überstehenden Beschlägen gebaut. Von der Sicherheit her und den technischen Anforderungen gibt es dabei praktisch keine Unterschiede zu freistehenden Tresoren.

3. Freistehende Tresore

Der klassische freistehende Tresor steht in der Beliebtheit immer noch weit oben. Hier ist der Vorteil, dass dieser ohne Montage, Schrauben und Bohren frei im Raum aufgestellt werden kann. Allerdings machen manche Versicherungen die Auflage, diesen auch mit dem Boden fest zu verankern.

Welche Sicherheitsklasse für den privaten Haushalt?

Hinsichtlich des Einbruchschutzes gibt es unterschiedliche Widerstandsklassen, die auch über entsprechende Prüfsiegel bestätigt werden. Die Versicherungen verlangen je nach Versicherungswert bestimmte Widerstandsklassen beim Einbruchschutz und erkennen auch die passenden Prüfsiegel an.

Im privaten Bereich wird meist, eine der nachstehenden Widerstandsklassen eingesetzt.

WiderstandsklassenErklärung
S1 EN14450 & S2 En14450Schützen vor einem schnellen Einbruchsversuch. (Ausreichend für den einfachen Bedarf des privaten Nutzers)
Klasse 0 EN 1143-1 & Klasse IProfessioneller Schutz gegen Einbrüche, die gezielt und mit ausreichend Zeit durchgeführt werden.

In der Praxis sollte der Privatmann auf die Klasse I EN 1143-1 zurückgreifen, da er hier einen sehr guten Schutz erhält und der Preisunterschied zur Klasse 0 kaum ins Gewicht fällt.

Nur in Ausnahmefällen werden Privatpersonen auf die Klassen II bis VI verwiesen werden, weil Versicherungen diese Schutzklassen meist nur bei Werten über 65.000 EUR verlangen.

Käufer können sich generell an diesen festgelegten und geprüften Schutzklassen orientieren, wenn sie eine realistische Einschätzung der Schutzwirkung wünschen, ohne tatsächlich eine diesbezügliche Versicherung nutzen zu wollen.

Feuerschutzklassen

Viele Käufer sind besonders an wirksamen Lösungen im Bereich Feuerschutz interessiert. Dabei geht es natürlich einerseits um den Schutz von wertvollen Urkunden und Papieren, aber auch unersetzliche Erinnerungen, wie Fotoalben. Neuerdings sollen auch Datenträger, wie USB-Sticks, vor der Vernichtung durch Feuer geschützt werden. Hierbei ist zum einen die direkte Gefahr durch Feuer zu beachten und zum anderen auch die Beeinträchtigung durch Löschwasser. Doch welcher Feuerschutztresor ist der richtige bzw. welche Feuerschutzklasse benötigt der Privatmann?

Hier sind die Feuerschutzklassen LFS 30 und LFS 60 (Leichter Feuerschutz Schrank) für den Schutz von Papieren zu nennen. Sie bieten einen guten Schutz bei leichten Bränden. In der Regel sollte der private Tresorkäufer mit LFS 60 ausreichend Feuerschutz haben (60 Minuten).

Die Königsklasse der Feuerschutzprüfung ist die EN 1047-1. Diese wird allerdings eher für den gewerblichen Bedarf genutzt.

Bei Schutz von Datenträgern ist mindestens die S 60 DIS-Norm erforderlich.

Wichtige Bezeichnungen:

S = Schrank

P = Papier

DIS = Disketten (Datenträger allgemein)

Die Zahl steht für die Zeit der Beflammung.

Bildnachweis: zilvergolf / stock.adobe.com

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