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Trend: Neue Chipsätze und PCI Express 2.0 verdoppeln die Bandbreite

Lesezeit: 2 Minuten Neben den Bearlake-Varianten P35 und G33 plant der amerikanische Chi-Hersteller Intel zwei weitere Chipsätze: Den X38 und den G35. Der X38 soll die Modellpalette nach oben hin abrunden, der G35 erweitert den bestehenden P35 um eine integrierte Grafikeinheit, die auch vollständig kompatibel zu DirectX 10 sein soll. Beide Chipsätze besitzen bereits Marktreife.

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Trend: Neue Chipsätze und PCI Express 2.0 verdoppeln die Bandbreite

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Neue Chipsätze verdoppeln Bandbreite
Der X38-Chipsatz löst den betagten 975X als Top-Modell unter den Intel-Chipsätzen ab. Die wohl wichtigste Neuerung: Der neue Chipsatz unterstützt den PCI-Express-2.0-Standard, der die mögliche Bandbreite im Vergleich zum Vorgänger PCI-Express (1.0) von 250 MByte pro Sekunde und Pin auf nun 500 MByte/s verdoppelt. Zudem darf eine PCIe-2.0-Grafikkarte dann bis zu 300 Watt Leistung aufnehmen (PCIe 1.0: 150 Watt). Bislang sind zwar noch keine PCI-Express-2.0-Grafikkarten verfügbar, doch NVIDIA und AMD (ATI) haben die ersten Modelle bereits angekündigt.
Der G35 entspricht dem bereits verfügbaren P35 – mit dem Unterschied, dass dort ein „Grafikkern der nächsten Generation" zum Einsatz kommt. Was genau hinter dem Begriff steckt, verrät Intel noch nicht. Fest steht aber, dass der Prozessor laut Hersteller hundertprozentig kompatibel zur Multimedia-Komponente DirectX 10 ist. Der aktuelle G33 beherrscht nur DX 9, weshalb er unter Vista nur einen eingeschränkten Funktionsumfang bietet.
AMD hat mit dem RD790 ebenfalls einen PCI-Express-2.0-tauglichen Chipsatz angekündigt. Als Besonderheit soll dieses Modell auch eine Bestückung mit drei und sogar vier Grafikkarten erlauben („Triple/Quad-Cross-fire"). Dabei geht es aber wohl eher um ein Prestige-Duell mit NVIDIA als um einen echten Nutzen für die Anwender. Nicht einmal hartgesottene Spieler sind derzeit für PCs mit zwei Grafikkarten zu begeistern. Immerhin wurde ein erstes lauffähiges System im Juni 2007 bei der taiwanischen Computermesse Computex gezeigt.
Schließlich steht bei AMD noch ein Plattformwechsel an. Der aktuelle Sockel AM2 wird durch den Sockel AM2+ ersetzt. Dieser unterstützt das Verbindungsprotokoll „Hyper Transport" in der Version 3.0 (bislang: 2.0). Wie groß der Leistungszuwachs bei den kommenden Vierkern-Prozessoren sein wird, lässt sich derzeit nur schätzen. Zumindest bei den Desktop-Varianten dürfte die schnellere Hyper-Transport-Verbindung aber kaum ins Gewicht fallen. Sie soll in erster Linie Engpässe im System beseitigen, die in Mehrprozessor-Systemen durch die steigende Kommunikation der Chipkerne untereinander auftreten können.
NVIDIA arbeitet an einer verbesserten Variante des nForce-Chipsatzes für AMD-Prozessoren. Die unter dem Namen MCP68 entwickelte Plattform soll den Sockel AM2+, Hyper Transport 3.0 sowie PCI Express 2.0 unterstützen. Für Intel-Prozessoren hat der Grafikspezialist mehrere Varianten des 680-Chipsatzes im Programm. Für die Chipsätze sprechen die Unterstützung der Zwei-Grafikkarten-Technik SLI (nicht bei allen Varianten!), der günstige Preis sowie einige pfiffige Details wie beispielsweise die Verwaltung mehrerer Speicher- und Over-clocking-Profile (EPP). Größter Nachteil ist die recht hohe Wärmeentwicklung der Bausteine, die den Einsatz schnell drehender und meist lauter Lüfter erfordert.

Fazit „neue Chipsätze“
Der sinnvolle, aber bislang kaum genutzte 64-Bit-Modus aktueller Prozessoren wird wohl auch innerhalb der nächsten zwölf Monate nur selten eingesetzt werden. Zurzeit gibt es noch zu viele Treiber- und Software-Probleme. Zudem hat Microsoft alle Hände voll zu tun, Vista voll praxistauglich zu machen und die Anwender zum Umstieg zu bewegen. Der Umstieg auf 64-Bit-Technik dürfte erst interessant werden, wenn Durchschnitts-PCs mit 4 GByte Speicher ausgeliefert werden und die ersten Anwender 8 GByte einsetzen wollen. Dann dürften auch nennenswerte Optimierungsbemühungen bei den Software-Herstellern einsetzen.

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