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Treibt die GEZ Vereine in den Ruin?

Lesezeit: 2 Minuten Die GEZ treibt die Gebühren für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ein. Auch Vereine müssen den Rundfunkbeitrag bezahlen. Allerdings gibt es eine gute Nachricht: Vereine müssen nur einen einzigen Rundfunkbeitrag bezahlen, leider aber pro Betriebsstätte. Zunächst einmal ist dies aber ein Vorteil, da es nicht mehr nötig ist, jede einzelne rundfunkfähige Geräte zu melden. Ein Verein muss zudem nur den reduzierten Rundfunkbeitragssatz bezahlen, der etwa ein Drittel des regulären Satzes beträgt.

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Treibt die GEZ Vereine in den Ruin?

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Vereine mit vielen Betriebsstätten

Es gibt Vereine, die zahlreiche Betriebsstätten haben. Für diese Vereine ist die Regelung, die seit 2013 in Kraft ist, unter Umständen teurer als die vorherige Regelung. Allerdings sind die absoluten Kosten im Regelfall nicht besonders hoch. Wenn ein Verein viele Betriebsstätten unterhält, hat er vermutlich auch ziemlich viele Mitglieder und verfügt über eine entsprechende Finanzkraft. Selbst im ungünstigsten Fall werden die Kosten für den Rundfunkbeitrag bei einem Verein immer im unteren bis mittleren dreistelligen Bereich bleiben.

Vereine mit wenigen Betriebsstätten

Für Vereine, die nur eine Betriebsstätte haben, ist der Rundfunkbeitrag fast immer günstiger als die früheren GEZ-Gebühren. Zunächst einmal ist es viel einfacher, den Antrag auszufüllen. Zum anderen sind aber auch die Kosten niedriger, denn im schlimmsten Fall fällt bei einer Betriebsstätte der Rundfunkbeitrag an, den jeder Privathaushalt auch bezahlen muss. Das ist dann eine relativ kleine Summe, die auch kleine Vereine alleine aus den Mitgliedsbeiträgen finanzieren können.

Die jährlichen Kosten für den Rundfunkbeitrag

Im einem Jahr kann durchaus eine mittlere vierstellige Summe bei einem sehr aktiven Verein mit vielen Betriebsstätten anfallen. Die meisten Vereine bleiben allerdings im dreistelligen Bereich. Der Unterschied zu den früheren GEZ-Gebühren ist gering für Vereine, so dass sich die Situation nicht grundlegend verändert hat durch den Rundfunkbeitrag. Allerdings sind die Kosten insgesamt doch zum Teil relativ hoch, so dass es nicht wenige Vereine gibt, die Schwierigkeiten haben, die anfallenden Kosten mit Vereinsfesten und anderen Aktivitäten einzuspielen.

Müssen Autos auch gemeldet werden?

Kraftfahrzeuge müssen nicht mehr separat gemeldet werden beim Rundfunkbeitrag. Für einen Verein, der relativ viele Fahrzeuge betreibt, kann sich dadurch ein Vorteil im Vergleich zur alten Regelung ergeben. Die Fahrzeuge werden mit den Rundfunkbeiträgen für die jeweiligen Betriebsstätten abgegolten. Das ist nicht zuletzt auch eine Vereinfachung bei der Antragstellung. Früher musste jedes Autoradio gemeldet werden. Bei einem großen Fuhrpark war das mitunter ziemlich umständlich.

Ist der Rundfunkbeitrag für Vereine überhaupt sinnvoll?

Vereine sind ein Teil der Gesellschaft und deswegen ist es durchaus nachvollziehbar, dass Vereine auch einen finanziellen Beitrag zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu leisten. Aber ein gemeinnütziger Verein ist eben auch eine Institution, die einen hohen gesellschaftlichen Nutzen hat. Insofern könnte man es durchaus rechtfertigen, Vereine von den Rundfunkbeiträgen zu verschonen. Das Problem wäre nur, dass angesichts der vielen Vereine in Deutschland dann eine große Lücke bei der Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks entstehen würde. Am Ende müssten dann Privatpersonen und Unternehmen wahrscheinlich höhere Beiträge zahlen.

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