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Tragehilfen: Welche Varianten gibt es?3 min read

Reading Time: 2 minutes Die riesige Auswahl an Tragehilfen bietet ihnen von Tragetüchern, Slings über Tragesitzen bis hin zu Hüftsitzen alle möglichen Varianten. Welche für Sie die richtige Tragehilfe ist, können Sie anhand dieser Artikelreihe und durch das Probieren verschiedener Produkte oder mit der Hilfe einer Trageberaterin herausfinden. Folgende Varianten gibt es:

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Tragehilfen: Welche Varianten gibt es?

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Tragehilfen Variante 1: Tragetücher

Gerade für Frühgeborene und Babys unter vier Monaten sind Tragetücher wie von Hoppediz oder Storchenwiege ganz besonders geeignet. Sie können perfekt auf das Baby angepasst werden, ermöglichen eine optimale Haltung und bieten sicheren Halt. Es gibt viele verschiedene Bindemöglichkeiten, die allerdings einiges an Übung erfordern. Je nach Größe des Tragenden und der gewünschten Bindetechnik ist dann die Länge des Tragetuches zu bestimmen.

Wichtige Qualitätsmerkmale sind unter anderem die Webart „Kreuzköper“, doppelt umgenähte Kanten, schräge Tuchenden und eine Mittelmarkierung. Sehr bequem und weich sind elastische Tragetücher wie von ByKay oder der MobyWrap. Sie sind sehr gut für den Sommer geeignet und praktischer, weil sie vorgebunden werden können. Jedoch gibt es Einschränkungen beim Gewicht des Kindes.

Tragehilfen Variante 2: Slings und Pouches

Beim Sling, z. B. von Storchenwiege, werden die Stoffbahnen durch zwei Ringe gezogen. Dadurch ist er schnell angelegt und fixiert. Sie eignen sich besonders als Hüfttrage und sind eine ideale Ergänzung zu anderen Tragehilfen.

Da die Gewichtsverteilung nur einseitig ist, sind sie eher für kürzere Wege geeignet. Die Ringe sollten nicht drücken und der Stoff muss sich gut durch die Ringe ziehen lassen. Der Pouch, z. B. der Premaxx Baby Bag, ist eine Trageschlaufe. Hier muss die Größe stimmen.

Tragehilfen Variante 3: Mei Tais

Der traditionelle Mei Tai, wie z. B. der Freehand Mei Tai oder der LaChicha Mei Tai, stammt aus Asien und ist ein Stoffviereck mit langen Bändern an jeder Ecke. Sie sind als Bauch-, Hüft- sowie Rückentrage verwendbar und können lange genutzt werden. Es gibt sie in vielen verschiedenen Designs und wer Talent zum Nähen hat, kann sich einfach selbst einen Mei Tai machen. Angenehm sind leicht gepolsterte Träger und eine Polsterung am Kopfbereich des Kindes.

Tragehilfen Variante 4: Der Tragesitz

Die heutigen modernen Babykomforttragen sind ursprünglich aus den Mei Tais entstanden. Für viele Eltern bieten sie eine praktische Alternative zu Tragetüchern, weil diese leichter und schneller anzulegen sind. Die meisten Tragesitze sind besonders ab dem 4. Monat geeignet.

Tragen wie der ERGObaby, Cybex 2.Go oder die Manduca Babytrage haben gepolsterte Träger und Hüftgurte und werden mit Plastikschnallen verschlossen. Komforttragen, wie beispielsweise der Bondolino oder der Marsupi, können aber auch bereits in den ersten Monaten genutzt werden.

Wichtig ist, dass das Baby in der gesunden Anhock-Spreizstellung sitzt und Rücken und Kopf gut gestützt werden. Umstrittene Komforttragen sind beispielsweise der BabyBjörn oder der Chicco Go, da sie keine Anhock-Spreizstellung bieten. Sie sind eher für sehr kurze Wege geeignet. BabyBjörn hat nun auf die Kritik reagiert und einen Comfort Carrier mit verbreitertem Steg auf den Markt gebracht.

Tragehilfen Variante 5: Hüfttragen

Daneben gibt es reine Hüfttragen, die dem Kind viel Freisicht bieten. Wenn Sie zu Hause Ihr Kind oft auf die Hüfte setzen, ist sicher der Easy Rider eine hilfreiche Alternative. Allerdings muss hier das Kind immer noch mit einer Hand gehalten werden.

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