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Träume: Spiegel der Seele

Lesezeit: 3 Minuten Jeder Mensch träumt. Und das sogar mehrmals in einer Nacht. Auch Tiere träumen. Allerdings ist sich die Wissenschaft noch nicht ganz sicher, welchen Zweck Träume erfüllen. Die ersten Schritte in Richtung eines Erklärungsversuchs hat C. G. Jung beschrieben, der Träume als psychische Reinigung des Unterbewusstseins bezeichnete.

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Träume: Spiegel der Seele

Träume: Spiegel der Seele

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Träume bei Naturvölkern

Träume sind seit Anbeginn der Menschheit ein fester Bestandteil des Lebens, wenn sie auch in unserem aufgeklärten Zeitalter wieder an Bedeutung verloren haben. Die Ureinwohner Australiens beispielsweise haben ihre eigene Traumzeit. Sie unterscheiden nicht zwischen Wachsein und Träumen. Beides sind für sie reale Bestandteile des Lebens.

In vielen Naturvölkern werden Träume auch ins Tagesbewußtsein integriert. Diese werden dann auch Wachträume genannt und stellen eine fortgeschrittene Art des Träumens dar.

Unterschiedliche Arten des Traumes

Die verschiedenen Arten des Träumens sind:

  • Unbewußte Träume:  diese Träume hat jeder normale Mensch des Nachts. Sie stellen häufig eine Lektion für den bewussten Verstand dar, in Form eines Aufarbeitens oder Rekapitulierens von Problemen, mit denen sich tiefere Schichten der Psyche rumplagen.
  • Prophetische Träume: diese Träume bieten oft eine Hilfestellung und verschmelzen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander.
  • Wachträume oder Luzide Träume: diese Art des Traumes ist eine fortgeschrittene Art des Träumens. Dem Schläfer ist bewusst, dass er träumt, er kann das Traumgeschehen willentlich verändern. Dadurch wird auch eine absichtliche Verbindung zwischen zwei Bewußtseinszuständen hergestellt.
  • Tagträume: Diese Träume sind vollkommen bewusst gesteuert. Sie dienen zur Schulung der Kreativität oder zur suggestiven Aufarbeitung von bewussten Problemen. Tagträume werden auch Visualisierungen genannt und u. a. von Sportlern verwendet, um sich auf den Erfolg einzuschwingen.

Wer träumt?

Viele Menschen behaupten allerdings, sie träumen nie. Das heißt aber nur, dass sie sich nicht erinnern können, denn wir alle durchlaufen mehrere REM-Zyklen pro Nacht. Üblicherweise bleibt dem ungeübten Träumer wenn überhaupt nur der letzte Traum im Gedächtnis. Dieser verschwindet aber rasch, wenn sich der Mensch nach dem Aufwachen gleich auf seine täglichen Aktivitäten konzentriert.

Arbeit mit Träumen

Um sich Träume zu merken, gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Ein Traumtagebuch führen: Dieses soll am Besten neben dem Bett platziert werden und gleich nach dem Aufwachen – auch, wenn es mitten in der Nacht ist – mit den erinnerten Fragmenten beschrieben werden.
  • Ausschlafen: wenn man mit Wecker aufsteht, stört dieser unter Umständen das Traumgeschehen und wir sind eine zeitlang orientierungslos, wenn wir mitten in einer REM-Phase geweckt werden. Abhilfe dafür ist der Schlafphasenwecker.
  • Nach dem Aufwachen den Traum festhalten: Einem alten Aberglauben zufolge bleibt ein Traum im Kopfkissen hängen, solange bis die Sonne darauf fällt. Wenn wir in einer bestimmten Position aufwachen, sollten wir so liegen bleiben und den Traum aus dem Kopfkissen wieder aufnehmen.
  • Selbstprogrammierung: Vor dem Einschlafen bewusst sich selber darum bitten, sich das Geträumte zu merken.

Übung zum luziden Träumen:

Schauen Sie sich mehrmals am Tag Ihre Hände an. Prägen Sie sich Ihre Hände gut ein und sagen Sie dazu jedes Mal: „Jetzt bin ich wach“. Wenn Sie dies regelmäßig machen, kann diese Aktivität in ihren Träumen plötzlich auftauchen und sie werden feststellen, dass Sie träumen.

Geduld

Dieser Vorgang dauert seine Zeit, Sie brauchen dazu unter Umständen mehrere Wochen Übung. Seinen Sie nicht allzu enttäuscht, wenn Sie das erste Mal im Traum Ihre Hände sehen und gleich darauf aus dem Schlaf erwachen. Das zeigt nur, dass Sie auf dem richtigen Weg sind. Einfach weiterüben, dann werden Sie eines Tages sicher im Traum erwachen, ohne den Schlaf zu unterbrechen.

Aromatherapie

Um Träume zu fördern, kann man auch mit der Aromatherapie arbeiten. Ein stark trauminduzierendes Öl ist Immortelle Absolue, erhältlich u. a. bei der Firma Feeling.

Farbtherapie

Trauminduzierende Farben sind violett und ultramarinblau.

Berühmte Zitate:

Das Auge sieht Dinge klarer im Traum als die Fantasie im Wachzustand – Leonardo da Vinci

In Träumen beginnt die Verantwortung – William Butler Yeats

Was der Traum zeigt. Ist der Schatten dessen, was an Weisheit im Menschen vorhanden ist, selbst wenn er im Wachzustand nichts davon wissen mag… Wir wissen nichts davon, weil wir unsere Zeit mit äußerlichen und vergänglichen Dingen vertrödeln und dem, was in uns real ist, keine Aufmerksamkeit schenken – Paracelsus

Die am Tag träumen, kennen viele Dinge, die den Menschen entgehen, die nur nachts träumen – Edgar Allen Poe

Bildnachweis: worawut17 / stock.adobe.com

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