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Top 10 der unterschätzten Speisefische: Hornhecht bis Hering (Teil 3)

Lesezeit: 2 Minuten Auf den letzten drei Plätzen der Top 10 der unterschätzten Speisefische sind nur in Nord- und Ostsee heimische Arten zu finden, die allesamt etwas in kulinarische Vergessenheit geraten sind, was sie absolut nicht verdient haben.

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Top 10 der unterschätzten Speisefische: Hornhecht bis Hering (Teil 3)

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Platz 8 der unterschätzten Speisefische: Der Hornhecht
Mit dem Hecht hat er gar nichts zu tun, der Hornhecht (Belone belone) oder Hornfisch. Er lebt nur im Salzwasser und ist sowohl im Mittelmeer, dem Ostatlantik wie auch in der Nord- und Ostsee anzutreffen. Der Hornhecht ist unübersehbar und hat einen auffällig langgestreckten, grau-silbrigen Körper mit einem langen, spitzen, schnabelartigen Maul.

Vor allem im Mai/Juni findet man diese kaum als gute Speisefische wahrgenommenen Tiere auf heimischen Märkten, wenn sie zum Laichen in Küstennähe kommen.

Eine ganz besondere und für Fischesser überaus praktische Eigenschaft offenbart sich erst auf dem Teller: der Hornhecht hat grüne Gräten! Davon gibt es relativ viele, die aber dank ihrer Farbe gut zu erkennen sind. Das zarte, nicht sehr fettige Fleisch überzeugt mit einem guten Eigengeschmack. Lässt sich, am besten in Stücke geschnitten, gut grillen oder braten. Kostet wenig!

Platz 9 der unterschätzten Speisefische: Der Stint
Einst wurde der Stint (Osmerus eperlanus), der zu den lachsartigen Fischen zählt und von der Ostsee bis zur Biskaya verbreitet ist, im Frühjahr in Küstennähe gern und viel verspeist. Doch er galt er als "Arme-Leute-Essen" und wurde von anderen importierten Speisfischen von den Speiskarten und Einkaufszetteln verdrängt. Heute erlebt er langsam seine Renaissance, denn der nach frischen grünen Gurken (ja, wirklich!) riechende Fisch schmeckt tadellos.

Er ist meist um die 15-20 cm, selten 30 cm groß und hat ein weißes, delikates und saftiges Fleisch. Er sollte fangfrisch sein, da er recht schnell verdirbt. Dann sollte er am besten frittiert oder gebraten werden. Es gibt auch eine kleinere Süßwasserart, die in den tiefen Binnenseen Nordeuropas zu finden ist. 

Platz 10 der unterschätzten Speisefische: Der Hering
Jawohl, auch der gute alte Hering (Clupea harengus), ebenfalls ein "Arme-Leute-Essen", gehört zu den geschmacklich unterschätzten Speisefischen. Meist begegnet man ihm nur in der Konserve, ertränkt in kulinarisch abenteuerlichen, gesüßten Soßen. Oder als viel zu sauer eingelegtem Filet. Oder nur als Matjes oder Bückling. Wer weiß denn noch, wie ein fangfrischer "grüner" Hering schmeckt?

Grün wird der Hering deshalb genannt, weil er nach dem Entschuppen grün leuchtet. Wer sich mit den – zugegebenermaßen reichlichen und feinen – Gräten abfindet, hat einen supergünstigen, gesunden und schmackhaften Fisch vor sich, der sich vortrefflich braten oder grillen lässt. 

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