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Tonwiedergabe am PC: Wenn Sie ein 50-Hertz-Brummen stört

Lesezeit: 2 Minuten Neuester Kinofilm, tolle Soundausstattung, und dann das: Die Tonwiedergabe vom PC erzeugt ein laut hörbares Brummgeräusch, der Spaß am Heimkino ist dahin. Die Ursache ist eine 50-Hertz-Brummschleife, gefürchteter Feind aller HiFi- und PC-Sound-Fans. Es gibt jedoch ein ganzes Bündel an Maßnahmen, wie Sie aus Ihrem PC kristallklaren Klang ganz ohne "Brummbär" zaubern.

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Tonwiedergabe am PC: Wenn Sie ein 50-Hertz-Brummen stört

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Tonwiedergabe am PC: Die Ursache für die störende Brummschleife
Ob beim Abhören von Musik-MP3s, bei der Filmwiedergabe oder beim Zocken des Lieblingsspiels, viele PC-Anwender ziehen knackige Bässe bei der Audioausgabe über die HiFi-Stereo-Anlage dem rudimentären Klangbild über die PC-"Brüllwürfel" vor. In vielen Fällen wird dieses Hörvergnügen jedoch durch ein deutlich hörbares Brummen getrübt.

Störenfried ist in diesen Fällen eine Masseschleife ("Brummschleife"), denn alle modernen Elektrogeräte und stromführende Netzkabel produzieren magnetische Wechselfelder mit einer Frequenz von 50 Hz.

In den meisten Fällen entsteht dieses Brummen durch eine Doppelerdung durch das Tonsignalkabel zwischen PC und HiFi-Anlage einerseits, und dem Schutzkontaktleiter und dem Antennenkabel in der Anlage andererseits. Zur Behebung dieses Übels gibt es mehrere Wege.

Ihre 7 Profi-Maßnahmen gegen störendes Brummen bei der Soundwiedergabe vom PC 

  1. Mit etwas Glück reicht es, entweder den PC oder die HiFi-Komponenten an eine andere Schutzkontakt-Steckdose anzuschließen oder alle beteiligten Verbraucher an einer Schutzkontakt-Steck-Dose zu betreiben.
  2. Ein simpler Trick ist das Umdrehen des Schuko-Steckers (Schutzkontakt-Stromsteckers) von einem der an der Brummschleife beteiligten Komponenten, also meist PC und Verstärker/Receiver. Dadurch werden Phase und Nullleiter vertauscht, was in einigen, wenigen Fällen verblüffend gut hilft.
  3. Weitere Lösung: Trennen Sie zwischenzeitlich einen Teil der Brummschleife auf, indem Sie das Antennenkabel des HiFi-Empfängers oder einer im PC befindlichen TV- oder Radio-Tunerkarte abziehen.
  4. Hilfreich kann es auch sein, die Gehäuse von Hifi-Verstärker und PC mit einem zusätzlichen Kabel zu verbinden. Ein solches Massekabel lässt sich problemlos an den rückwärtigen Gehäuseschrauben anbringen.
  5. Auch ein zusätzliches Massekabel zwischen dem Gehäuse des Audio-Verstärkers und dem Schutzleiterkontakt der Schutzkontaktsteckdose löst das Problem wahrscheinlich. Besonders einfach und universell ist ein solches Kabel aus etwas Kupferkabel ("Lautsprecherkabel") und Krokodilklemmen zu erstellen. Für wenige Euro sind im Elektronikhandel auch entsprechend vorkonfektionierte Kabel erhältlich.
  6. Leider verfügen immer noch nicht alle PCs über einen digitalen Tonausgang (SP/DIF). Sofern Ihr Rechner einen digitalen Tonausgang bietet, sollten Sie ihn auch im Interesse der Unterdrückung einer Brummschleife unbedingt benutzen. Grund: Das digitale Tonsignal ist unabhängig vom (analogen) Massesignal des Systems.
  7. Der Audio-Fachhandel sowie die Elektronik-Versender bietet in Form der Audio-Übertrager, die eine Trennung der beiden Audiokreise bewirken, eine weitere Lösung an. Die Preisspanne bei Audio-Übertragern ist sehr groß. Während einfache Geräte beispielsweise für den Einsatz im Auto für rund 15 Euro zu haben sind, gibt es auch professionelle Geräte, die ein Vielfaches kosten.

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