Familie Praxistipps

Tomboy und Sissy-boy – Tipps zum Umgang mit diesen Phänomenen

Lesezeit: 3 Minuten Wenn Tochter oder Sohn plötzlich ihre "normale" Rolle ablegen und anhaltend der jeweilige Gegenpol sein wollen, sind Sie als Eltern oft überfordert. Dazu sollen einige Tipps zum Umgang mit den Phänomenen "Tomboy" oder "Sissy-boy" (Geschlechtsidentitätsstörung) Hilfe und Anregung geben, um diese, meist vorübergehende, schwierige Zeit besser überbrücken zu können.

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Tomboy und Sissy-boy – Tipps zum Umgang mit diesen Phänomenen

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Tipps zum Umgang mit Tomboy/Sissy-boy

Hier soll versucht werden, einige zusammenfassende Anhaltspunkte und Tipps für die schwierige, aber meist vorübergehende Phase einer Wandlung zum Tomboy oder Sissy-boy (Phänomen der Geschlechtsidentitätsstörung) zu geben, damit Sie besser damit umzugehen lernen. 

Gefasst bleiben: Sammeln Sie sich und Ihre in Aufruhr geratenen Gefühle: die Welt geht weiter, auch wenn Ihr Kind gerade ein wenig verrückt spielt. Das muss noch gar nichts bedeuten.

Dramatisieren Sie die Dinge nicht: Nehmen Sie es zunächst einmal so, wie es ist, ohne darüber den Kopf zu verlieren. Behalten Sie im Auge, dass es in den meisten Fällen eine vorübergehende Erscheinung bleibt und dramatisieren Sie die Dinge deshalb nicht.

Verkomplizieren Sie Ihren familiären Frieden nicht unnötig, denn Ihr Kind durchläuft selbst unerklärliche Phasen in seiner Pubertät, wo es genug Probleme zu bewältigen hat. Vergrößern Sie diese Probleme durch Ihre unbedachten Worte nicht noch weiter.

Zuspruch: Gerade jetzt braucht das Kind den Rückhalt durch Sie, benötigt Zuneigung und Ihr Verständnis, auch wenn es eher noch schwieriger, als vorher wird und Sie kaum noch an den Jungen oder das Mädchen herankommen.

Lassen Sie einen Spaltbreit Realitätssinn oder die Option zu, dass es im ungünstigsten Falle vielleicht später doch noch anders kommt und sich die Veränderung der Geschlechts-Spezifik manifestieren könne. Aber warum sollte gerade bei Ihrem Kind der ungünstigste Fall eintreten?

Prinzip Hoffnung: Verfahren Sie nach diesem Prinzip – nicht heute schon jammern, wenn noch alles offen ist. Und wenn doch, ist später immer noch Zeit zur Enttäuschung und zum Verarbeiten der ungewünschten Lage. Da sie aber latent schon im Hinterkopf gewesen war, kann sie im Falle eines Falles besser akzeptiert werden.

Keine Schuld-Kategorien: Nehmen Sie es Ihrem Kind auf keinen Fall übel, dass es solche Phänomene entwickelt. Es hat keine Schuld daran. Überhaupt sollten Sie hierbei nicht in "Schuld"-Kategorien denken. Vielmehr sollten Sie es als Laune von Umwelt, Natur sowie spezieller Familienumstände (Vererbung, Anlagen…) und ähnlicher Faktoren begreifen, die auf den Körper des Kindes einwirken und unerwünschte Phänomene erzeugen.

Ihr Kind will es nicht – es passiert mit ihm, dass es sich plötzlich, fast über Nacht, anders fühlt; dass es anders denkt und handelt. Es geschieht etwas mit Ihrem Kind – etwas Ungewöhnliches, was im Körper des Kindes stattfindet. So wie ein junges Mädchen zur Frau wird – dies allerdings allmählich – verändern sich (hier jedoch auf plötzliche Art und Weise, warum auch immer, was noch erforscht wird) bestimmte Eigenheiten im Gefühl und Verhalten.

Entwicklung abwarten: Beobachten Sie Ihr Kind dennoch wohlwollend, es kann ja nichts dafür, dass in seinem Körper Umwälzungen angesagt sind und bestimmte Regelkreise Veränderungen durchlaufen. Welche Einwirkungen dies konkret sind und mit welchen Auswirkungen, dies kann explizit noch nicht eingegrenzt werden.

Es gibt auch keine wirklich empfehlenswerte Therapie für eine solche kindliche Phase, die mal eben die aus dem Lot geratenen "Normalitäten" wieder gerade rücken würde. Man muss abwarten und sehen, wie die Entwicklung weiter geht. Wüsste man es konkreter, könnte man besser darauf interagieren.

Akzeptanzprobleme: Nicht das Kind, sondern Sie werden die größten Akzeptanzprobleme damit haben. Schreiben Sie sich eine Erinnerungs-Zeile auf den Eröffnungsbildschirm (Hintergrundbild) Ihres Computers: "Es ist eben momentan so!" und lockern Sie damit immer wieder Ihre eigenen Blockaden im Kopfe.

Informieren: Um mit den Erscheinungen "Tomboy" oder "Sissy-boy" umgehen zu können, sollten Sie sich ein Mindestmaß an Wissen über diese Phänomene erwerben. Befassen Sie sich mit den Hintergründen von Tomboy, Sissy-boy und Gender-Studies, die in der deutschen Entsprechung als Frauen-, Männer, Geschlechterforschung bezeichnet werden.

Lesen Sie Bücher über diese Phänomene, studieren Sie im Internet, um besser zu verstehen, was dort abläuft. Dann schaffen Sie es auch, Ihrem Kind den Sprung in die Zukunft – so oder so – zu erleichtern. Es ist und bleibt Ihre Tochter oder Ihr Sohn, egal, was sie/er für zeitweilige Eigenheiten entwickeln sollte.

Forschung: Nehmen Sie die Dinge zunächst einfach an. Vielleicht ist die Forschung morgen weiter und kann solchen gegennatürlichen Anomalien auf die Sprünge helfen oder sogar gegensteuern.

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