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Todesfall im Freundeskreis verarbeiten: So gelingt es

Wenn ein Mensch aus dem Leben scheidet, ist das tragisch. Deshalb möchte auch kaum jemand über die Möglichkeit nachdenken, dass bald jemand sterben könnte. Was zwar verständlich ist, aber auch dafür sorgt, dass kaum jemand auf diesen Ernstfall vorbereitet ist.

Todesfall im Freundeskreis verarbeiten: So gelingt es

Todesfall im Freundeskreis verarbeiten: So gelingt es

Gerade Todesfälle im jungen Alter sind schwer zu verarbeiten. Während ab einem Alter von 70, 80 oder 90 Jahren zwar auch getrauert wird, sind es vor allem die jungen Menschen, die so überraschend gehen, dass die Welt plötzlich nicht mehr aussieht wie vorher. Hat man so einen Todesfall im Freundeskreis, dann gibt es einige Dinge, die man beachten sollte, um die Zeit besser zu überstehen. 

Die Trauer der Familie

Man sollte Trauer nicht gegeneinander aufwiegen. Wie schwer jemand von einem Todesfall getroffen wird, hängt von verschiedenen Faktoren wie Alter, Beziehung zueinander oder auch den Lebensumständen ab. Doch auch wenn man klar sagen muss, dass sich jeder erlauben sollte, Schmerz so zu spüren, wie es ihm liegt, ist natürlich klar, dass die Familie des Angehörigen meist am härtesten getroffen wird.

Deshalb ist es Gang und Gäbe, sich bei einem Todesfall im Freundeskreis auch an die Familie des Verstorbenen zu wenden. Das geht entweder persönlich oder zum Beispiel per Post. Alles rund um Trauerkarten, Trauerdanksagungen oder auch Trauersprüche findet man auf trauerdruckportal.de.  

Die persönliche Anteilnahme ist vor allem dann wichtig, wenn ein enges Verhältnis zur Familie des verstorbenen Freundes bestand. Ist es eine Freundschaft aus Kindheitstagen gewesen, dann hat man möglicherweise viele gemeinsame Erinnerungen. Wohnte man nah beieinander, hat man vielleicht ebenfalls engen Kontakt gehabt. Der Familie des Verstorbenen Unterstützung zuzusagen, gehört zum guten Ton dazu.

Die Trauer im Freundeskreis

Es geht aber nicht nur darum, der Familie des Verstorbenen zu helfen. Denn manchmal war der Freundeskreis die Familie. Dann entsteht plötzlich eine große Lücke dort, wo der Freund vorher war. Auch das muss gemeinsam und gezielt verarbeitet werden.

Man sollte darüber reden, was geschehen ist. Dazu gehört, dass man sich bei den Freunden meldet, die besonders sensibel sind oder nicht von alleine um Hilfe bitten. Manch einer braucht für die Verarbeitung ein paar Tage, manch anderer einige Wochen oder Monate. Man sollte nicht erwarten, dass jeder auf die gleiche Art reagiert, selbst wenn man um denselben Freund trauert.

Direkt nach dem Tod des Freundes kann es schwierig sein, schon wieder zu lachen. Doch mit der Zeit ist es sinnvoll, sich gemeinsam positive Wege zu suchen, um den Verlust zu bewältigen. Eine eigene kleine Trauerfeier nur für die Freunde könnte eine Option sein. Oder man entscheidet sich für ein Ritual, bei dem man sich einmal im Monat am Grab trifft. 

Die Trauer des Einzelnen

Wie wichtig ein Freund für das eigene Leben war, bemerkt man oft erst, wenn er nicht mehr da ist. Deshalb ist das Verarbeiten auf persönlicher Ebene auch eine Herausforderung. Da jeder anders trauert, gibt es nicht so richtig eine Antwort darauf, wie man es richtig macht.

Unter keinen Umständen sollte das Fühlen des Verlustes zu lange aufgeschoben werden. Es gibt Situationen, in denen man zunächst stark sein muss. Kümmert man sich beispielsweise um die Angehörigen des Freundes, dann muss man vielleicht klarer denken und stark wirken. Aber wer das zu lange macht, der vergisst, die eigene Trauer zu verarbeiten.

Und das ist gefährlich. Wird ein Mensch aus dem Leben gerissen, dann ist das tragisch und weitreichend. Man sollte auf keinen Fall so tun, als hätte sich überhaupt nichts geändert. Bei all der Unterstützung durch andere Freunde oder die eigene Familie sollte man trotzdem noch darüber nachdenken, ob ein professionelle Trauerunterstützung (zum Beispiel durch einen Therapeuten) nicht sinnvoll ist. 

Bildnachweis: peopleimages.com / stock.adobe.com

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