Lebensberatung Praxistipps

Tipps zum positiven Denken

Lesezeit: 2 Minuten Positives Denken wurde in den vergangenen Jahren immer wieder gerne und viel diskutiert. Inzwischen ist jedem klar, dass positives Denken alleine niemals Probleme beseitigt. Jedoch kann es dazu beitragen, die eigene Lebensqualität merklich zu steigern. Lesen Sie hier, wie Sie es am sinnvollsten nutzen.

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Tipps zum positiven Denken

Tipps zum positiven Denken

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Ich kann mich erinnern, dass, als ich vor vielen Jahren durch eine Lebenskrise ging, mir eine Freundin ein Buch über positives Denken in die Hand drückte. Ich las es und war begeistert: Schien es doch plötzlich so simpel, all meiner Probleme Herr zu werden. In der Praxis stellte sich rasch heraus, dass nur halb so heiß gegessen wie gekocht wurde: Keineswegs lösten sich unter den Affirmationen, die ich mir damals täglich mit meinem Kassettenrekorder anhörte, meine Probleme in Luft auf. Allerdings vermochten sie anderes zu leisten.

Innere Zustände verändern

Mit der Zeit konnte ich feststellen, dass meine inneren Zustände sich veränderten. Je nachdem, wie die positiv-zuversichtlichen Worte formuliert waren, die ich hörte, veränderte sich tatsächlich meine Befindlichkeit. Und mit einem anderen inneren Zustand war ich leichter in der Lage, meine Probleme selbst zu bearbeiten. Das positive Denken an sich musste dies nun nicht mehr für mich tun. Insofern hatten diese Affirmationen – so nennt man die positiv formulierten Sätze – durchaus ihren Zweck erfüllt.

Affirmationen selbst erstellen

Auch heute nutze ich noch die Möglichkeiten von positiven Affirmationen und möchte Ihnen hier kurz vorstellen, wie auch Sie für sich daraus Gewinn ziehen können. Sie können Affirmationen und Kraftsätze ganz einfach selbst erstellen. Dann sind sie immer individuell auf Ihre Situation zugeschnitten und können ihre Kraft voll entfalten. Aber wie erstellen Sie die Affirmationen? Hier eine kurze Anleitung.

Das Schwerste kommt zuerst: Ziele definieren

Viele Menschen wissen recht gut, was sie nicht wollen, nicht jedoch, was sie wollen. Und genau darum geht es. Formulieren Sie als erstes, was Sie sich wünschen. Also nicht „ich möchte, dass mein Partner mich aufhört zu ärgern“, sondern vielleicht so etwas wie „ich wünsche mir eine harmonische, respektvolle Partnerschaft“.

Positiv formulieren

Unser Gehirn hat ein paar Besonderheiten, die es zu beachten gilt, wenn man Affirmationen erstellen möchte. Eine davon ist, dass Verneinungen von vielen Teilen des Gehirns nicht erkannt werden. Worte wie „nicht“, „kein“ usw. werden schlichtweg ausgeblendet. Insofern ist eine positive Formulierung unabdingbar. Also nicht „ich möchte nicht mehr so dick sein“ (hier würde das Gehirn das Wort „nicht“ einfach ausblenden; und lesen Sie mal, was dann übrig bleibt!), sondern vielmehr „ich möchte schlank, agil und dynamisch sein“. Aber auch dieser Satz ist noch nicht optimal formuliert.

Gegenwärtig formulieren

Zeit ist ein Konstrukt, was wir uns selbst erschaffen. Und Dinge, die wir immer in der Zukunft formulieren, bleiben auch dort. Formulieren Sie also gegenwärtig. Also nicht wie oben „ich möchte schlank, agil und dynamisch sein“, sondern vielmehr „ich bin schlank, agil und dynamisch“. Dieser Befehl ans Gehirn wird sich dann mit der Zeit in Ihr Bewusstsein prägen.

Affirmationen arbeiten nicht selbstständig

Nehmen Sie nun davon ab? Nein. Aber wenn Sie die Worte schlank, agil und dynamisch auf sich wirken lassen, erkennen Sie möglicherweise, wie gut es sich anfühlt, genauso zu sein. Und Ihr Gehirn wird dann nach der Umsetzung streben, in dem es Ihnen die Motivation gibt, gesünder zu essen und sich mehr zu bewegen.

Wie häufig sagt man den Kraftsatz?

Wie Sie mit Ihrer Affirmation, Ihrem Kraftsatz umgehen, bleibt Ihnen überlassen. Vielleicht folgende Empfehlungen: Schreiben Sie ihn auf ein Papier uns stellen Sie ihn so, dass Sie ihn vom Schreibtisch aus sehen können. Oder Sie schreiben ihn sich auf den Badezimmerspiegel. Oder legen sich einen Zettel neben den Wecker und wenn Sie abends den Wecker stellen, lassen Sie sich den Satz auf der Zunge zergehen. Es nutzt wenig, den Satz einfach nur aufzusagen. Besser und sinnvoller ist es, zu fühlen, wie es wäre, wenn die Situation eingetroffen wäre.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und Freude bei der Erstellung!

Ihre

Julia Sobainsky

Bildnachweis: contrastwerkstatt / stock.adobe.com

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