Hobby & Freizeit Praxistipps

Tipps zum Einstieg in die digitale Modelleisenbahn: Fleischmann, Märklin oder Roco? (Teil 1)

Vor dem Einstieg in das Hobby Modelleisenbahn gibt es einige Faktoren zu bedenken. Denn davon hängt auch der Ausbau der eigenen Anlage ab. Diese Serie über die wichtigsten Modelleisenbahnhersteller gibt erste Informationen für den Einstieg. Den Anfang macht die Firma Märklin.

Tipps zum Einstieg in die digitale Modelleisenbahn: Fleischmann, Märklin oder Roco? (Teil 1)

Märklin – Der Marktführer bei den Modelleisenbahnen
Obwohl Märklin ausgerechnet zu seinem 150-jährigen Jubiläum durch die Insolvenz negative Schlagzeilen machte, bleibt diese traditionsreiche Marke in der Modelleisenbahnwelt vorläufig die Nummer 1. Ein Verschwinden vom Markt ist wohl eher nicht zu befürchten – allerdings muss man auch auf Überraschungen gefasst sein.

Märklin hat eine umfangreiche Produktpalette
Für Marktführer Märklin spricht die umfangreiche Produktpalette, die im Gegensatz zur manchen Konkurrenz praktisch in jedem Modelleisenbahnladen erhältlich ist. Auch auf Modelleisenbahnbörsen sind gebrauchte Märklinschnäppchen in der Überzahl. Das schont den Geldbeutel, denn schließlich muss der Eisenbahner nicht jede Weiche oder Waggon neu kaufen. Bei anderen Herstellern geht der Eisenbahnfreund schon eher mit leeren Händen nach Hause.

Modelleisenbahnhersteller Märklin ist nicht allein auf der Insel(lösung)
Märklin setzt als einziger Modelleisenbahnhersteller auf das Wechselstromsystem. Deshalb befinden sich in der Schienenmitte so genannte Punktkontakte. Märklin begründet dieses System mit einer angeblichen besseren Betriebssicherheit, weil im Vergleich zum Gleichstromsystem die Kontaktfläche zwischen Schienen und Lok größer ist.

Unter jeder Lok der Modelleisenbahn befindet sich deshalb ein Schleifer, der verschmutzt oder falsch montiert durchaus Probleme bereitet. Ein Schleifer ist von einem Anfänger zudem nicht so leicht auszutauschen. Durch die Punktkontakte sind auch die beliebten Bahnübergänge nicht so ohne weiteres möglich und können nur mit einem erhöhten Aufwand bewerkstelligt werden.

Das Wechselstromsystem ist außerdem eine Insellösung, während das Gleichstromsystem von Fleischmann, Roco und anderen untereinander kompatibel ist. Doch der Kundenkreis von Märklin ist so groß, dass nahezu alle anderen Hersteller Modelle für das Wechselstromsystem anbieten. Diese Lokomotiven sind zudem mittlerweile fast ausnahmslos bereits ab Werk mit einem Digitaldecoder ausgestattet. Das spart Zeit, Arbeit und Mühe, denn die Wahl eines Decoders ist schon ein Kapitel für sich.

Das Gleissystem der Modelleisenbahn von Märklin
Märklin bietet aktuell zwei Gleissysteme an. Das K-Gleis ohne Schotterunterbau wendet sich eher an den erfahrenen Modelleisenbahner. Das C-Gleis besitzt einen, auf den ersten Blick etwas klobig wirkenden, Schotterunterbau, beeindruckt aber durch gute Vorbildtreue und ist extrem robust. Kinder oder Anfänger können die Gleisstücke gut zusammenstecken, was bei anderen Herstellern mitunter zum Geduldsspiel wird. Das geräumige Gleisbett bietet viele interessante Nachrüstmöglichkeiten – vom Signal bis zum Digitaldecoder. Beide Gleissysteme lassen sich durch ein spezielles Übergangsgleis problemlos miteinander kombinieren.

Das Digitalsystem der Modelleisenbahn von Märklin
Märklin ist der Digitalpionier unter den Modellbahnhersteller und brachte bereits im Jahre 1984 ein eigenes Mehrzugsystem auf Markt, dass noch immer viele Liebhaber besitzt. Mit dem Nachfolger landete Märklin aber schnell auf dem Abstellgleis.

Die Göppinger präsentierten im Jahre 2004 mit der Digitalzentrale "Central Station“ vollmundig das "System der Zukunft“. Durch mangelnde Updates und zahlreiche Defekte entwickelte sich die angebliche Zukunft jedoch schnell zum Schnee von gestern. Auch das parallel propagierte Multifunktions-(MFX)-System mit dem sich Loks selbstständig an eine Zentrale anmelden, ist unter Modellbahnbahnern immer noch umstritten. Loks mit diesem Decoder sind zudem recht teuer.

Märklin zog daraufhin offensichtlich die Notbremse und präsentierte im vergangenen Jahr eine neue Digitalzentrale. Mit der "Central-Station II“ machte der angeschlagene Branchenriese wieder verlorenen Boden gut. Herausragend sind unter anderem ein integriertes Gleisbildstellpult, ein USB-Host und ein farbiger Bildschirm. Unter 600 Euro ist dieses Gerät aber bislang kaum erhältlich. Besitzer der alten Central Station werden in Sachen Updates ab sofort nur noch vom ehemaligen Mitentwickler ESU versorgt – und das nur gegen Bares.

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