Pflege Praxistipps

Tipps für Betreuten Urlaub mit Demenzkranken

Lesezeit: 2 Minuten Wenn Sie mit Ihrem demenzkranken Angehörigen entspannte Ferientage erleben möchten, wählen Sie ein Reiseziel mit einer Unterkunft, die demenzgerecht ist. Betreuter Urlaub bietet sowohl Ihrem Angehörigen als auch Ihnen Abwechslung und Erholung durch Unterstützung in der Pflege und geeignete Unternehmungen.

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Tipps für Betreuten Urlaub mit Demenzkranken

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Wer schon immer reiselustig war, möchte auf das Vergnügen trotz Demenzerkrankung nicht verzichten. Im Gegenteil: Beliebte Urlaubsorte werden gern wieder aufgesucht, da sie an gute Zeiten erinnern. Das Reisen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen ist heute leichter geworden, da es besondere Angebote gibt, die Demenzkranken passende Unterkünfte und den Angehörigen Entlastung in der Pflege ermöglichen. Der Urlaub muss lediglich sorgfältiger geplant und auf die Bedürfnisse des Betroffenen abgestimmt werden.

Reisen für Demenzkranke in Betreuten Gruppen

Für Demenzkranke und ihre Angehörigen bieten sich Reisen in Betreuten Gruppen, aber auch individuelle Urlaube an, die von speziellen Anbietern oder von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft organisiert werden. Bei Gruppenreisen steht der gesellige Kontakt im Vordergrund. Die Demenzkranken werden teilweise separat betreut, während die Angehörigen Zeit für eigene Aktivitäten oder zur Erholung nutzen können.

Es gibt aber auch gemeinsame Ausflüge und Unternehmungen mit anderen Reisenden, die neue Bekanntschaften ermöglichen, mit denen Sie sich auszutauschen können. Bei Betreuten Reisegruppen stehen Ort und Zeit der Reise fest. Auch das Programm ist weitgehend festgelegt, daher sollten Sie sich vorab informieren, ob das Angebot Ihren Wünschen entspricht.

Entlastung bei der Pflege während des Urlaubs

Überprüfen Sie auch, ob ausreichend Entlastungsmöglichkeiten für Sie erhältlich sind. Hilfreich sind Fahrdienste vor Ort und Informationsprogramme für pflegende Angehörige. Das Personal der Unterkunft sollte über Demenzerkrankungen Bescheid wissen und gut mit Betroffenen umgehen können. 

Auch die Anreise und Rückfahrt sollte von Demenz erfahrenen Pflegefachkräften und ehrenamtlichen Helfern begleitet werden.

Flexible Reisen für Demenzkranke und ihre Angehörigen

Individuelle Reisen sind für Demenzkranke und ihre pflegenden Angehörigen geeignet, die Zeit und Ort sowie Aktivitäten möglichst flexibel gestalten möchten. Optimal sind auch für sie Unterkünfte, die auf Demenzkranke eingestellt sind. Dort können Sie sich mit Ihrem pflegebedürftigen Reisepartner wohlfühlen und unbeschwert bewegen. In Demenz-Hotels können Sie auch einen Pflegedienst zur Unterstützung buchen, um sich zu entlasten und entspannt freie Zeit zu genießen. 

Finanzierung von Betreutem Reisen

Die Kosten für die Fahrt, Unterkunft und Verpflegung müssen Sie selbst übernehmen. Pflege und Betreuung während des Urlaubs können von verschiedenen Leistungen der Pflegeversicherung bezahlt werden. Sie können die Leistungen der Verhinderungspflege nutzen, für die Sie jährlich zwischen 1.612 Euro bis 2.428 Euro bekommen.

Für Betreuungs- und Entlastungsleistungen hat der Demenzkranke bei anerkannter eingeschränkter Alltagskompetenz einen Anspruch auf 104 Euro oder 208 Euro je nach Grad der Einschränkung. Pflege- und Betreuungskosten können auch mit bis zu 40 Prozent der Pflegesachleistungen verrechnet werden. Der Betrag hängt von der Pflegestufe Ihres demenzkranken Angehörigen ab.

Die Veranstalter von Betreuten Reisen für Demenzkranke helfen Ihnen bei der Antragstellung für Pflege und Betreuungsleistungen. Bei der deutschen Alzheimer Gesellschaft erhalten Sie eine Liste mit bundesweiten und internationalen Reisezielen.

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