Fotografie Praxistipps

Tierfotografie: Scheue Tiere vor der Kamera

Lesezeit: 2 Minuten Tierfotografie ist weit mehr als das "Knipsen" des heimischen Haustiers. Tierfotografie bedeutet, ein Tier in seiner natürlichen Umgebung im Bild festzuhalten. Und das ist weit komplizierter als auf den ersten Blick ersichtlich: Wo und wie bekommt man Tiere - jenseits von Hund, Katze, Maus - vor die Kamera? Welche Ausrüstung braucht man? Und wie sieht es mit den Bedürfnissen der Tiere aus? Einen kurzen Überblick finden Sie hier.

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Tierfotografie: Scheue Tiere vor der Kamera

Tierfotografie: Scheue Tiere vor der Kamera

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Tierfotografie – ein kleiner Überblick

Die Tierfotografie gehört zur Naturfotografie. Sie befasst sich mit der Aufnahme lebender Tiere. Der Königsweg ist natürlich, die Tiere in freier Wildbahn, sprich ihrer natürlichen Umgebung aufzunehmen. Doch nicht jeder hat die Möglichkeit, dies zu realisieren. Safaris sind zeitaufwändig und teuer. Daher zählen auch Aufnahmen in Zoos oder Aquarien zur Tierfotografie.

Tierfotografie hat aber noch einen weiteren Vorteil: Die Tiere sind meistens „da“ und für den Menschen sichtbar. Hier muss sich niemand tagelang auf die Suche nach einem Löwen oder einem Elefanten begeben. So wird Tierfotografie zu einem zeitlich planbaren Vorhaben. Dies ist in freier Natur anders – hier gibt es keine Garantie auf die „Big Five“.

Eine weitere Herausforderung der Tierfotografie besteht darin, dass die meisten Tiere entweder sehr scheu oder gefährlich sind. Der Fotograf kommt also mit einer Amateurausstattung nicht nah genug an die Tiere heran, um befriedigende Aufnahmen anzufertigen. Die Tierfotografie ist daher in weiten Teilen eine Domäne der Kameras mit langen und sehr langen Teleobjektiven.

Ausnahmen finden sich bei Aufnahmen im extremen Nahbereich und bei der Unterwasserfotografie. Bei letzterer sind jedoch spezielle Unterwasserkameras oder aber zusätzliche Gehäuse als Fotozubehör erforderlich.

Tierfotografie lernen – am besten in Fotoworkshops

Ambitionierte Hobbyfotografen können sich der Tierfotografie am besten in Fotoworkshops in einem Zoo nähern. Oftmals werden diese Workshops von einem Fotografen sowie einem Biologen oder einem anderen Tierexperten aus dem Zoo begleitet. So lernt man nicht nur die technische und bildgestalterische Komponenten der Tierfotografie kennen. Hier wird auch eine Sensibilität für die Tiere, ihr Verhalten sowie ihren Lebensraum vermittelt.

Zahlreiche Zoos in Deutschland bieten in Kooperation mit Fotoschulen oder freien Fotografen Fotoschulen rund um das Thema Tierfotografie an. Eine kleine Übersicht finden Sie auf der Internetseite der „Fotoschule des Sehens„.

GDT – Interessantes rund um die Naturfotografie

Die Gesellschaft Deutscher Tierfotografen e.V. (GDT) ist als größte Naturfotografen-Vereinigung Europas ein gemeinnütziger Verein mit über 900 Profi- und Hobby-Naturfotografen aus Deutschland, Europa und Übersee. Die GDT hat sich zur Aufgabe gestellt, fotografisch ansprechende, aussagekräftige und biologisch einwandfreie Naturfotos unter Beachtung der geltenden Gesetze herzustellen und sie in der Öffentlichkeit durch Ausstellungen, Bücher, Foto-Magazine, Kataloge und Vorträge zu verbreiten.

So will die GDT zu einem besseren Verständnis der Natur beitragen und für ihren Schutz werben. Die Achtung vor der Natur ist für GDT-Mitglieder oberstes Gebot bei ihrer fotografischen Arbeit.

Bildnachweis: byrdyak / stock.adobe.com

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