Gesundheit Praxistipps

Textilgifte: Wenn in der Kleidung zu viel Chemie steckt

Lesezeit: 2 Minuten Leider steckt hinter der Knitterfreiheit Ihres neuen Hemdes und der Filzfreiheit des neuen Pullovers fast immer Chemie. Rund 7.000 zugelassene so genannte textile Hilfsmittel gibt es, dazu noch gut 500 Färbemittel. Und: 80 Prozent der hier zu Lande verkauften Textilien stammen aus dem Ausland. Dort kontrolliert niemand, womit dort gearbeitet wird. Selbst in Deutschland sind nach Untersuchungen 40 Prozent der chemischen Zusatzstoffe nicht gemeldet - darunter auch stark gesundheitsgefährdende Substanzen, die heftige Allergien auslösen können. Worauf sollten Sie achten?

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Textilgifte: Wenn in der Kleidung zu viel Chemie steckt

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Auch chemischen Pflanzenschutzmitteln, wie Pestizide, Fungizide etc. verstecken sich in Kleidern. Der Gesetzgeber schützt uns nicht davor. Er schreibt lediglich die Deklaration des Gewebes vor, also z. B. 80 % Baumwolle, 15 % Polyamid, 5 % Polyester". Was an Chemie in der Kleidung steckt, bleibt das Geheimnis des Herstellers.

Diese Tipps verraten Ihnen, was Sie machen müssen, damit Ihnen die Chemie in den Textilien nicht unter die Haut geht:

  1. Wenn
    Sie nicht auf synthetische Fasern (Polyamid, Polyacryl etc.) verzichten
    wollen, achten Sie darauf, dass diese nicht mit Dispersionsfarbstoffen,
    sondern mit Säurefarbstoffen gefärbt sind. Das ist z.B. dann der Fall,
    wenn Sie ein Etikett mit der Aufschrift "waschecht“ entdecken.
  2. Verzichten
    Sie auf Kleidungsstücke mit den Hinweisen "separat waschen"," Farbe
    blutet aus" oder "vor dem Tragen waschen". Diese Farbstoffe haften
    schlecht und können von der Haut aufgenommen werden.
  3. Verzichten
    Sie ebenso auf Textilien, die folgende Hinweise tragen: "bügelfrei", "knitterarm", "wash and wear", "crash" (künstlicher Knittereffekt) oder
    ähnliches. Sie enthalten oft spezielle Kunststoffbeschichtungen, die
    beim Schwitzen oder Bügeln Formaldehyd freisetzen.
  4. Auch
    bestimmte Ausrüstungshinweise "wie sanitized" oder "fußpilzhemmend" sind
    sichere Hinweise auf chemische Substanzen, die Allergien auslösen
    können.
  5. Waschen Sie alle waschbaren Textilien vor dem ersten
    Tragen, selbst dann, wenn "vorgewaschen" draufsteht. Das löst nicht nur
    überschüssige Farbe aus dem Gewebe, sondern auch Giftstoffe. Pestizide
    z. B. sind erst nach ca. 10 Wäschen ausgewaschen.
  6. Verzichten Sie auf knallbunte und dunkle Textilien. Diese enthalten besonders große Farbstoffmengen.
  7. Nach dem chemischen Reinigen lassen Sie die Kleidung am besten einen Tag auf dem Balkon ausdünsten.
  8. Achten
    Sie beim Kauf auf die Label unabhängiger Prüfinstitute wie "Textiles
    Vetrauen"; diese garantieren, dass keine krebserregenden Substanzen oder
    allergenen Stoffe enthalten sind. Die Label "Toxproof" und "Öko-Tex-Standard 100" sollen darüber hinaus garantieren, dass alle an der Produktionskette beteiligten Betriebsstätten umweltfreundlich agieren. Ob die Standards dieser Siegel wirklich ausreichend sind, steht in der Kritik. Die Grenzwerte für Schadstoffe bewegen sich nur minimal unter denen, die der Gesetzgeber vorgegeben hat.
  9. Der Global Organic Textile Standard (GOTS) ist laut Greenpeace das Label mit dem größten Anspruch an die Produkte. Neben der Umweltverträglichkeit werden außerdem die sozialen Standards und Arbeitsbedingungen überprüft. Durch diese Kontrolle soll der gesamte Produktionsprozess transparent gemacht werden. Produkte mit diesem Siegel wurden nicht durch Kinder-, Zwangsarbeit und Misshandlung der Arbeiter hergestellt.

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