Gesundheit Praxistipps

Teufelskreis Zucker – was Sie dagegen tun können

Lesezeit: 2 Minuten Mit dem Zucker ist es wie mit anderen Aufputschmitteln auch. Je mehr man zu sich nimmt, desto stärker verlangt der Körper danach. Wie der Teufelskreis des Zuckers aussieht und was Sie dagegen tun können, lesen Sie hier.

2 min Lesezeit
Teufelskreis Zucker - was Sie dagegen tun können

Teufelskreis Zucker – was Sie dagegen tun können

Lesezeit: 2 Minuten

Gerade weißer Zucker wird vom menschlichen Körper direkt und ohne weitere Umbaumaßnahmen aufgenommen. Das heißt, er ist der ideale Energielieferant. Doch was zunächst positiv aussieht, entpuppt sich nach kurzer Zeit und durch regelmäßigen Gebrauch als erheblicher Pferdefuß. Der Körper gewöhnt sich sehr schnell daran, dass er für die Verwertung von stark zuckerhaltigen Lebensmitteln nicht mehr viel tun muss. Es entsteht ein Ungleichgewicht in Bezug auf den Eigenanteil und dem was von außen kommt.

Zu viel Zucker im Blut – Rezeptoren bilden sich zurück

Nun beginnt der Teufelskreis des Zuckers im menschlichen Körper. Dadurch dass der Mensch gelernt hat, dass er sich sehr einfach neue Energie zuführen kann, wird er träge. Er greift immer häufiger zum schnellen Zucker in Form von Schokoladenriegel oder stark gezuckerten Cornflakes. Der menschliche Körper ist durchaus dazu in der Lage sich beispielsweise aus Gemüse oder Früchten den lebensnotwendigen Zucker herausziehen. Doch dazu muss Energie aufgewendet werden. Wenn immer häufiger die Wahl auf den leicht aufzunehmenden Einfachzucker fällt, gelangt insgesamt viel zu viel Zucker ins Blut. Der Körper reagiert darauf, indem er die Rezeptoren für den Zucker zurückfährt. Reicht auch das nicht aus, um den Körper vor einer Zuckerüberflutung zu schützen, stellt der Organismus auch die Insulinproduktion Schritt für Schritt ein.

Rückgang der Insulinproduktion – Zuckeraufnahme ist gestört

Das was folgerichtig aus der Sicht des Körpers ist, führt später zu erheblichen Problemen bei der Versorgung der Zellen. Der Körper bildet die Rezeptoren zurück. Die Insulinproduktion wird ebenfalls zurückgefahren um den Körper vor einer weiteren Überzuckerung zu schützen. Da im Blut so viel Zucker gemessen wird, möchte der Körper einen weiteren Anstieg des Blutzuckers und eine Überzuckerung der Zellen verhindern: Er hemmt die Aufnahme. Doch dies führt zu einer Unterzuckerung der Zellen. Die Folge ist ein starkes Verlangen nach Zucker. Die erhöhte Aufnahme von Zucker kann aber diese Mangelsituation nicht mehr ausgleichen, wenn die Rezeptoren nicht mehr ausreichend arbeiten.

Funktion der Rezeptoren wieder anregen durch Bewegung

Es gibt einige einfache Maßnahmen, die die Funktion der Rezeptoren wieder anregen. Zunächst ist es wichtig, die eigene Zuckerzufuhr soweit es geht herunterzufahren und möglichst exakt zu überwachen. Außerdem ist es wichtig, dass möglichst viele Nahrungsmittel mit Mehrfachzuckern Fruchtzuckern und anderen Nährstoffen angeboten werden, die der Körper erst umbauen muss, um sie als Energielieferant zu nutzen. Ausreichend Bewegung, gesunde Ernährung, kontrollierte Aufnahme von Einfachzuckern können helfen, die Rezeptorfunktion wieder anzuregen. Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen, in denen nachgewiesen wurde, dass sich die Zahl der Rezeptoren wieder vermehrt hat, nach dem Diabetes-gefährdete Personen ihre Ernährung umgestellt haben und regelmäßge Bewegungseinheiten in ihren Alltag eingearbeitet haben.

Eine Ernährungsumstellung lindert das Zuckerverlangen

Der Teufelskreis von Zuckeraufnahme, verstärktem Verlangen nach zuckerhaltigen Lebensmitteln, Rückbildung der Rezeptoren und dadurch entstehender Unterversorgung der Zellen kann durch verschiedene Maßnahmen durchbrochen werden. Besonders wichtig ist eine Umstellung der Ernährung auf hochwertige Nahrungsmittel, viel Obst und Gemüse, wenig oder gar kein Fast Food, keine Lebensmittel die weißen Zucker enthalten und ausreichend Bewegung. Besonders die Bereitschaft zu regelmäßigen Bewegungseinheiten kann die Anzahl der funktionsfähigen Rezeptoren, die für die Ernährung der Zellen notwendig sind wieder deutlich steigern.

Bildnachweis: aboikis / stock.adobe.com

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: