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Tagetes – Sommerblume und Gewürzkraut

Lesezeit: 2 Minuten Bei Tagetes scheiden sich die Geister: einerseits ist sie in unseren Gärten massenhaft vertreten, andererseits wird sie als "übler Stinker" abgelehnt. Welch interessante Gewürzpflanze Tagetes ist, wissen die wenigsten. Hier wird es verraten.

2 min Lesezeit

Tagetes – Sommerblume und Gewürzkraut

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Tagetes ist die Sommerblume für Gärtner, die nicht gerade über einen grünen Daumen verfügen. Ab Ende Februar in Töpfen auf der Fensterbank ausgesät, erscheinen willig die Keimlinge. Eine Handvoll Samen, am besten im Vorjahr von einer schönen Sorte selbst geerntet, willkürlich im Blumenbeet ausgestreut – auch so gelingt die gelb-rote Blütenpracht.

Nematodenfeind

Nematoden, die Feinde vieler Gemüsepflanzen, gehören zur Anti-Tagetes-Fraktion. Ihren strengen Geruch mögen sie überhaupt nicht, wovon z. B. die Tomaten profitieren. Schnecken hingegen haben Tagetes zum Fressen gern, auch wenn es sich nicht um die hocharomatischen Gewürzsorten handelt. Im Spätherbst werden Tagetes als Gründünger untergegraben.

Sorten

Betrachtet man das Angebot an Tagetes, so wird man sich wundern, welche Varianten in dieser einfachen Studentenblumensorte stecken.

  • Cremeweiß ist die Sorte "Vanilla F1" (Tagetes erecta) mit dicht gefüllten Blumenköpfen.
  • An Chrysanthemen erinnert die gelbe Sorte Pollux (Tagetes erecta).
  • Gelb-braun gestreift zeigen sich die Tagetes-Sorten Tagetes patula "Mr. Majestic" und "Ehrenkreuz".
  • Farbenfroh in gelb-orange präsentieren sich "Bonanza Bolero", "Zenith Red F1", "Carmen" und "Orange Boy".
  • Zitronengelb ist "Zenith Lemon Yellow F1" und lässt auch an trüben Tagen die Sonne scheinen.

Gewürztagetes

Über feinfiedrigem Laub dichtbuschig wachsend erscheinen massenhaft kleine Blüten. Die Sorten "Paprika" (dunkel orange), "Gnom" (leuchtend gelb), "Orange Gem", "Lemon Gem", "Red Gem" (Tagetes tenuifolia) sind nicht nur Dauerblüher in Töpfen und Beeten, sondern ausgezeichnete Gewürzpflanzen. Ihnen fehlt der typische Tagetesgeruch. Stattdessen überraschen sie mit feinem zitrusartigem Duft. Ihr Aroma entspricht dem von Mandarinen- oder Tangerinenschale, köstlich in Süßspeisen, Bowlen und Fruchtsoßen.

Lakritztagetes

Tagetes filifolia ist etwas aus der Art geschlagen. Erst ab Oktober zeigen sich unscheinbare weiße Blüten. Interessant ist das feine dillartige Laub mit intensivem Lakritzgeschmack, besonders geeignet für süße und salzige Speisen sowie Kräutertees.

Yauhtli (Tagetes lucida)

In milden Regionen ist diese ausdauernde Pflanze bis zu minus 8 °C winterfest. Eine Laubschüttung ist ratsam. Im Frühling treibt das aromatische Laub (Anis-Waldmeistergeschmack) aus dem Wurzelstock erneut aus. Frische Blattspitzen können wie Estragon verwendet werden. Angewelkte Blätter ergeben einen wohlschmeckenden Tee. Bei den Azteken galt Yauhtli als heilige Pflanze und wurde bei Opferriten benutzt. Sie verfeinerte ein kakaohaltiges Getränk, welches nur auserwählten Personen erlaubt war.

 

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