Homöopathie Praxistipps

Sulfur als miasmatisches Zwischenmittel einsetzen

Lesezeit: 2 Minuten Das homöopathische Mittel Sulfur ist ein bekanntes psorisches Mittel. Es kann als Konstitutionsmittel gegeben werden, aber auch, um eine homöopathische Behandlung mit einem anderen psorischen Mittel wieder anzuregen, wenn diese ins Stocken geraten ist.

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Sulfur als miasmatisches Zwischenmittel einsetzen

Sulfur als miasmatisches Zwischenmittel einsetzen

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Sulfur als Hauptmittel der Psora einsetzen

Neben dem homöopathischen Mittel Psorinum ist Sulfur DAS Mittel der Psora. Es wird eingesetzt, wenn ein gut gewähltes psorisches Mittel nicht wirkt oder eine Weile gut geholfen hat, dann aber nicht mehr weiter heilt. Bekannte psorische Mittel sind Calcium carbonicum, Lycopodium, Kalium carbonicum und Ferrum metallicum. Menschen, die eines dieser Mittel als Konstitutionsmittel bekommen, brauchen häufig mindestens einmal in ihrer Konsitutionsbehandlung das psorische Zwischenmittel Sulfur.

Sulfur bringt häufig frühere Hautausschläge wieder hervor

Das homöopathische Mittel Sulfur gilt als der große Reiniger in der Homöopathie. So wundert es nicht, wenn unter der Einnahme von Sulfur auch früher vorhandene allopathisch behandelte Hautausschläge wieder hervorkommen.

Generell ist die Wirkungsweise der Psora, innere Erkrankungen auf die Haut zu bringen, damit sie dort ausheilen können. Alles was auf der Haut ist, ist nicht an den inneren Organen zu finden und damit weniger gefährlich als innere Erkrankungen – ist eine Maxime der Homöopathie. So wie der Weg von Krankheiten oft von außen nach innen geht, ist der Heilungsverlauf in der Regel von innen nach außen.

Sulfur zu Beginn einer Behandlung einsetzen

Es gibt aber auch den Fall, dass ein Patient mit sehr vielen unklaren Beschwerden kommt und der behandelnde Homöopath unter der Fülle der Symptome nicht erkennen kann, welches Konstitutionsmittel angezeigt ist.

Hier kann das homöopathische Mittel Sulfur helfen, den Fall zu klären. Menschen, die Sulfur benötigen sind im Gegensatz zu psorinischen Menschen oft sehr warmblütig. Nachts strecken sie die Hände und Füße unter der Bettdecke hervor und sie mögen kein Wasser. Sie haben ein hitziges Temperament und sind eher nachtaktiv als tagsüber. Häufig leiden sie unter Verdauungsproblemen. Sie mögen gerne Süßigkeiten und haben oft Blähungen.

Sulfur – Lycopodium – Calcium carbonicum

Die drei psorischen Mittel Sulfur, Lycopodium und Calcium carbonicum werden gerne im Wechsel gegeben. Sie gehören in der homöopathischen Behandlung oft zusammen. Es gibt de lycopodischen Typ, der einen stärkeren Calcium-Anteil hat und vorsichtiger und zurückhaltender ist in seiner Art. Und es gibt den lycopodischen Typ, der sich stärker in den Vordergrund drängt, der mehr von sich überzeugt ist und mit seinen Erfolgen und Ansichten prahlt. Für diesen Typ ist das miasmatische Mittel Sulfur eher geeignet als für den calcischen Typ.

Fazit

Das homöopathische Mittel Sulfur hilft vor allem Menschen mit einer psorischen Vorbelastung. Besonders wenn der Heilungsverlauf ins Stocken geraten ist und es eine eindeutige psorische Vorbelastung gibt, kann Sulfur als anti-psorisches Mittel den Heilungsprozess wieder anregen. Wichtig ist es, zwischen dem anderen großen anti-psorischen Mittel Psorinum zu differenzieren.

Weitere Informationen zu den Miasmen in der Homöopathie finden Sie hier:

Bildnachweis: Björn Wylezich / stock.adobe.com

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