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Studie: Wer Marathon läuft, lebt gefährlich

Lesezeit: < 1 Minute Ein Grund, warum viele Hobby-Sportler Ausdauertraining machen, ist weil es das Herz- Kreislaufsystem stärkt. Dadurch verringert sich durch Joggen, Schwimmen oder Radfahren auch das Herzinfarkt-Risiko. Anders ist das bei Marathonläufern. Die haben dank ihres Trainings zwar bessere Blutdruck- und Cholesterinwerte, die Herzkranzgefäße verstopfen aber häufiger als bei Nicht-Sportlern.

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Studie: Wer Marathon läuft, lebt gefährlich

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Wer einen Marathon läuft verringert seinen Blutdruck und verbessert die Cholesterinwerte, aber nicht das Risiko für einen Herzinfarkt. Das ist das Ergebnis einer Studie des Westdeutschen Herzzentrums Essen. Das bedeutet, dass bei älteren Marathon-Läufern die Gefahr einer Verstopfung der Herzkranzgefäße ebenso erhöht ist, wie bei Nicht-Sportlern.

Für ihre Studie haben Stefan Möhlenkamp, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie am Herzzentrum Essen, und seine Kollegen 110 männliche Marathonis untersucht. Vorraussetzung war, dass jeder Teilnehmer mindestens 50 Jahre alt ist und in den letzten drei Jahren mindestens fünf Marathons absolviert haben muss. Dabei durfte kein Versuchsobjekt eine bekannte Herzkrankheit oder Probleme mit dem Blutzucker haben. Dann wurden die Teilnehmer befragt und per Ultraschall, EKG und Herz-Computertomographien genau untersucht. Das Ergebnis der Untersuchung ergab zuerst, dass die Hobby-Sportler, die im Schnitt zwanzig Marathons gelaufen sind, von den Grundlagen her ein wesentlich geringeres Herzinfarkt-Risiko haben müssten: Sie waren dünner, haben einen niedrigeren Blutdruck und bessere Cholesterinwerte. Allerdings war das Risiko, an Koronarsklerose zu erkranken, nicht kleiner. Gleichaltrige Nicht-Sportler, die vergleichsweise ein geringes Infarkt-Risiko haben, litten deutlich seltener an einer fortgeschrittenen Koronarsklerose, die zum Herzinfarkt führen kann.

Nach Ansicht der Wissenschaftler kann die Zunahme der Herzmuskelmasse ein Grund für das vergleichsweise höhere Risiko sein. Leider konnten sie noch nicht klären, ob und welcher Zusammenhang zwischen der Vergrößerung des Herzmuskels, was eine Folge extremen Ausdauertrainings ist, und dem gesteigerten Herzinfarkt-Risiko besteht. Was die Studie allerdings belegt, ist das Laufen für den Gesundheitszustand des Körpers, die Lebensqualität und die Senkung des Herzinfarkt-Risikos sehr gut ist. Zumindest solange man nicht übertreibt. Denn ein Marathon ist eine extreme Belastung für den Körper.

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