Stressprävention – körperliche Stressreaktionen erkennen
Nicht alle körperliche Beschwerden sind auf akuten Stress zurück zu führen. Wenn Sie aber merken, dass Sie in bestimmten Situationen mit speziellen körperlichen Reaktionen zu tun haben, sind diese oft stressbedingt. Häufige stressbedingte körperliche Reaktionen sind:
- Herzklopfen, Herzrasen
- Atembeschwerden
- Magenprobleme
- Verdauungsprobleme
- Muskelkrämpfe
- Kopfschmerzen, Migräne
- Augenzucken, Muskelzucken
- Ein- und Durchschlafprobleme
- Rückenschmerzen
- Starkes Schwitzen, Nachtschweiß
Stressprävention – emotionale Stressreaktionen erkennen
Als besonders häufige stressbedingte emotionale Reaktionen auf Stress gelten:
- Gereiztheit, schnelles Aus-der-Haut-fahren bei Kleinigkeiten
- Lustlosigkeit
- Gefühl der Leere
- Schnelles Weinen
- Gesteigerte Unruhe
- Versagensängste
Stressprävention – kognitive Stressreaktionen erkennen
Auch im Bereich des Denkens und der Konzentration können sich Stressreaktionen bemerkbar machen. Folgende Beschwerden weisen auf ein erhöhtes Stresslevel hin:
- Gedankenkreisen
- Konzentrationsprobleme
- häufige „Black-outs“
- Wortfindungsstörungen
- Tagträume
- Termine vergessen, Sachen verlegt oder verloren
Stressprävention – stressbedingte Verhaltensänderungen
Menschen, die unter Stress stehen neigen dazu auch ihr Verhalten zu verändern. Neben der Steigerung der Stimulantienaufnahme gelten folgende Änderungen im Verhalten als wichtige Hinweise auf ein erhöhtes Stresslevel:
- aggressives Verhalten
- nächtliches Zähne knirschen
- schnelles Sprechen, andere unterbrechen, nicht zuhören können
- unregelmäßige Nahrungsaufnahme
- Einstellung von Freizeitaktivitäten
- weniger Bewegung als sonst
In der Stressprävention ist es wichtig, sich erst einmal der eigenen Reaktionen auf Stress bewusst zu werden. Sind diese erkannt worden und an den stressauslösenden Bedingungen lässt sich zunächst einmal nichts ändern, können palliativ-regenerative Maßnahmen eingesetzt werden.
Als palliative Maßnahmen gelten all diejenigen Aktivitäten, die eine kurzfristige Entspannung bewirken können. Dies kann durch einfache Ablenkung wie sie im Kino oder Theater geboten wird geschehen oder auch durch bewusste Entspannungszeiten in der Sauna, in der Badewanne oder bei einer Massage.
Als regenerative Maßnahmen gelten all diejenigen Aktivitäten, die darauf abzielen, die körperliche und psychische Regeneration zu unterstützen. Dies kann durch regelmäßige Bewegung, durch fest eingeplante Entspannungs- und Genusszeiten bewirkt werden. Zeit mit Freunden oder der Familie zu verbringen gehört ebenso dazu wie ein Hobby zu pflegen. Wichtig ist es, dass es gelingt durch die regenerativen Maßnahmen ganz vom Stress abzuschalten und sich zu erholen.
Fazit:
Wenn in einer Zeit von erhöhten beruflichen oder privaten Anforderung verstärkt Stressreaktionen auftreten und man an den äußeren Umständen nichts verändern kann, ist es wichtig die eigene Erholung mit palliativen und regenerativen Maßnahmen zu unterstützen. Diese Art der Stressprävention funktioniert in der Regel nur über einen begrenzten Zeitraum. Wenn es in einer Firma oder einem Betrieb strukturell-bedingte, stressverschärfende Bedingungen gibt, müssen diese langfristig verändert werden, um die Gesundheit der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nicht zu gefährden.
Weiter Informationen zur Stressprävention finden Sie hier:
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