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Stressprävention – kurzfristige und langfristige Interventionen

Lesezeit: 2 Minuten Um eine erfolgreiche Stressprävention zu bewirken ist es wichtig, sowohl kurzfristige als auch langfristige Interventionen anzuwenden. Lesen Sie hier, welche Maßnahmen Sie anwenden können, um Stressreaktionen akut zu reduzieren und welche langanhaltenden Maßnahmen Sie einsetzen können.

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Stressprävention - kurzfristige und langfristige Interventionen

Stressprävention – kurzfristige und langfristige Interventionen

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Stressreaktionen akut vermindern

Um akute Stressreaktionen zu vermindern, ist es wichtig, dass Sie herausfinden wodurch Sie sich entspannen können. Gerade abends nach einem anstrengenden Arbeitstag ist es oft nicht mehr möglich, noch viel Zeit und Energie in eine erfüllende Freizeitaktivität zu investieren. Hier greifen kurzfristige Maßnahmen wie Entspannungsübungen, Ablenkungen oder einfache Genussübungen oft besser. Geeignet für den Alltag sind unter anderen:

  • PMR – Progressive Muskelrelaxation
  • Autogenes Training
  • Yoga
  • Essen gehen
  • Musik hören
  • Lesen
  • Freunde treffen
  • Konzertbesuch/ Kinobesuch/Theaterbesuch
  • Joggen
  • Spazieren gehen

Stressprävention – langfristige Maßnahmen

Um längerfristig stress-resistenter zu werden ist es wichtig, neben der Arbeit noch anderen Interessen nachzugehen. Gerade wenn der Beruf sehr viel Kraft und Konzentration erfordert, kann es besonders schwer sein, in der Freizeit den Kopf frei zu bekommen und sich wirklich anderen Dingen zuzuwenden. Dies ist aber notwendig, um mit frischer Kraft nach dem Wochenende oder nach dem Urlaub an die gestellten Aufgaben zu gehen. Folgende langfristige Maßnahmen haben ich in der Stressprävention bewährt:

  • Pflege eines Hobbys
  • ausreichende Bewegung im Alltag
  • Freundschaften pflegen
  • regelmäßige Durchführung von Entspannungsübungen
  • Einführung von Genusszeiten

Stressprävention durch instrumentelles Stressmanagement

Neben dem was Sie in Ihrer Freizeit tun können, gibt es eine Reihe von Maßnahmen, die Sie auf ihrer Arbeitsstelle tun können. An erster Stelle steht die Fähigkeit auch „nein“ zu sagen, wenn unberechtigte Forderungen an Sie gestellt werden oder ein Zuviel an Anforderungen auf Sie zukommt. Für die bessere Zusammenarbeit mit Kollegen hat es sich bewährt, die eigenen kommunikativen Kompetenzen zu stärken. Detaillierte Zeitplanung und genaue Analyse der anstehenden Probleme sind ebenfalls Teil des instrumentellen Stressmanagement.

Stressprävention durch kognitives Stressmanagement

Die eigenen Einstellungen, Motive und Bewertungen einer Anforderungssituation sind die entscheidenden Stressverstärker und beeinflussen ganz direkt unsere Stressreaktion. Je mehr wir denken und damit auch fühlen, dass wir das sowieso nicht schaffen, dass wir immer besonders gut sein müssen oder niemals um Unterstützung bitten dürfen, desto schneller und intensiver geraten wir bei erhöhten Anforderungen unter Stress. Als Stressprävention gilt daher die kognitive Umstrukturierung. Als besonders effektiv haben sich folgende Maßnahmen bewährt:

  • positive Selbstinstruktion in Form von: „das schaffe ich“
  • Relativierung von Anforderung: „das sieht jetzt zwar sehr viel aus, aber wenn ich es Stück für Stück erledige ist es gut zu schaffen“
  • veränderte Sinngebung: „neue Anforderungen stärken meine Fähigkeit flexibel mit Anforderungen umzugehen“ oder „was ich jetzt dazulernen nützt mir in meinem weiteren Berufsleben bestimmt was“

Fazit

Im Alltag ist es häufig nur möglich kurzfristig wirksame Maßnahmen unterzubringen, die eine akute Linderung der Stressreaktion bringen. Langfristig haben sich Maßnahmen aus den Bereichen Instrumentelles Stressmanagement, kognitives Stressmanagement und  regelmäßig durchgeführte regenerative Maßnahmen bewährt.

Lesen Sie auch den Beitrag Lernen Sie drei Aspekte der Stressreaktion kennen.

Bildnachweis: puhhha / stock.adobe.com

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