Organisation Praxistipps

Stressfrei umziehen – so geht’s

Ein Umzug kommt aus den unterschiedlichsten Gründen infrage. Viele erleben ihren ersten Umzug, weil sie dem Elternhaus entwachsen. Andere sind bis dahin mit der Familie schon mehrfach umgezogen. Ein neuer Arbeitsplatz, das Zusammenziehen mit der Partnerin oder dem Partner und der nachwuchsbedingte Umzug sind die häufigsten Gründe, warum Menschen ihren Wohnsitz ändern. Auch eher unfreiwillige Umzüge sind nicht selten. Mängel am Mietobjekt, Streitigkeiten zwischen Mietern und Vermietern bzw. Nachbarn und die Kündigung des Mietverhältnisses von Seiten des Vermieters sind weitere Gründe für einen Umzug.

Stressfrei umziehen – so geht’s

Stressfrei umziehen – so geht’s

Jeder Umzug ist mit vielen organisatorischen Elementen, mit einem hohen Zeitaufwand und nicht zuletzt mit viel Energieverlust verbunden. Im ersten Drittel des Lebens fällt es den meisten noch nicht einmal so schwer, einen Umzug zu meistern. Nicht wenige Personen ziehen bis zu ihren Mittdreißigern 3 bis 6 Mal um. Doch das Kistenpacken und schleppen, Möbel transportieren und alles erneut so einrichten, dass man sich wohl fühlt, fällt den meisten mit zunehmendem Alter immer schwerer. 

Umzugsunternehmen helfen

Wer nicht genügend Unterstützung im Freundes- und Bekanntenkreis findet, greift gerne auf den Service von Umzugsunternehmen zurück. Diese helfen dabei, einen Umzug innerhalb weniger Stunden über die Bühne zu bringen. Viele helfen sogar beim Packen der Kartons. Das ist besonders für mobil eingeschränkte Personen ein großer Vorteil. Ein Umzugsunternehmen ist aber auch immer eine Kosten-Nutzen-Frage. Wer genügend helfende Hände findet, meistert einen Umzug lieber in Eigenregie und spart sich das Geld für ein Unternehmen. Jeder Umzug sollte dabei sorgfältig geplant werden. Eine Umzug Checkliste ist für einen erfolgreichen Umzug schon Pflicht, denn es gibt so einige Dinge, die im Vorfeld bedacht und nicht vergessen werden sollten. Doch wie kann man möglichst stressfrei umziehen? Hier sind einige Tipps dazu!

Tipp #1: Sortieren und loslassen

Die wohl schwierigste Aufgabe im Vorfeld eines Umzugs ist wohl, sich damit zu beschäftigen, was mit umziehen soll und was nicht. Das ist eine gute Gelegenheit, sich wieder auf die kleinen Dinge zu besinnen. Vielen Menschen fällt jedoch gerade das Loslassen ungenutzter Dinge sehr schwer. Dabei können gerade emotionale Altlasten die eigene Entfaltungsfähigkeit sehr beeinflussen. Auch Kleider, die nicht mehr passen oder nicht mehr gefallen, dürfen aussortiert werden. Haben sie noch Potenzial, etwas Geld in die Umzugskasse zu spülen, stehen viele On- und Offline-Möglichkeiten des Verkaufs zur Verfügung. Eignen sie sich nicht mehr zum Verkauf, freuen sich mittellose Menschen über die Kleiderspende. 

Tipp #2: Ausreichend Umzugskartons besorgen

Eine Faustregel besagt, dass pro Zimmer 10 Umzugskartons eingeplant werden sollten. Mittlerweile bieten viele, die bereits umgezogen sind, ihre noch gut erhaltenen Kartons über Plattformen im Internet an. Hier zahlt man einen günstigeren Preis als im Baumarkt oder bekommt sogar einige geschenkt. Dieses Vorgehen hat den Vorteil, dass die ausrangierten Kartons nicht im Altpapier landen, sondern so gut und gerne 3 bis 5 Umzüge begleiten können. Je nachdem, wie gut der Zustand hinterher noch ist. 

Einige Wochen vor dem Umzug sollten die Kartons bereitstehen. Dann können immer wieder mal nebenbei einige Kartons befüllt werden. Vor allem Bücher, DVDs und Aktenordner sind Dinge, die nicht unbedingt bis zum letzten Tag benötigt werden. Doch Vorsicht: Bücher sind sehr schwer. Sie sollten auf mehrere Umzugskartons verteilt und mit leichteren Dingen gemischt werden. So können auch schwächere Umzugshelfer diese Kartons gut tragen. 

Tipp #3: Genügend Zeit einplanen und Entsorgung regeln

Ein Umzug findet nicht nur an einem Tag statt. Gerade als Familie mit Kindern ist es ratsam, schon 2 – 3 Tage vor dem Umzug frei zunehmen und auch danach noch ein paar Tage fürs Auspacken und Einrichten zu reservieren. Wer vom Homeoffice aus arbeitet, ist da recht flexibel. Angestellte sollten ein paar Tage Urlaub einplanen. Insbesondere die letzten Tage vor dem Umzug sind für alle aufregend, gehen viel zu schnell vorbei und setzen so noch mehr unter Druck. 

Wenn ein Überblick über aussortierte Möbel gewonnen wurde, ist es an der Zeit, einen Termin für den Sperrmüll und Elektroschrott zu vereinbaren. Dies sollte schon mindestens 4 Wochen vor dem Umzug in Angriff genommen werden, da die Entsorgungsunternehmen ihre Touren weit im Voraus planen. Auch die Abhol- bzw. Sammelzeiten und –Stellen für Sondermüll können gleich mit erfragt werden. Das ist besonders für alte Farbe und Lacke wichtig. So nehmen diese beim Umzug keinen Platz weg. 

Tipp #4: Umzugshelfer, Transporter und Eigenfahrten organisieren

Eine Checkliste für den Umzug ist nicht nur sinnvoll, sondern fast schon Pflicht. Je nachdem, wie umfangreich diese gestaltet ist, beinhaltet sie viele wertvolle Punkte, an die die meisten gar nicht denken. Nicht nur die Notwendigkeit der Benachrichtigung verschiedener Ämter und Geschäftspartner wie der Hausbank, der Krankenkasse und der Arbeitgeber sind darauf aufgelistet, sondern auch Punkte wie Umzugshelfer, Transporter und Eigenfahrten zu organisieren. 

Besonders wertvolle oder leicht zerbrechliche Güter sollten mit Eigenfahrten transportiert werden. Je nachdem, wie weit die Strecke ist, können die Fahrten in der Freizeit bereits erledigt werden. So lichtet sich der Berg an Umzugskartons bis zum eigentlichen Umzugsdatum schon etwas. Für den Tag des Umzugs sollte ein Transporter organisiert werden. Das macht vor allem für kurze bzw. mittellange Strecken Sinn, da in den seltensten Fällen alle Umzugsgegenstände mit einer Fahrt abgedeckt werden können. Findet der Umzug über eine lange Distanz hin statt, ist es ratsam, sich um ein Transportunternehmen zu bemühen. Die Transporteure packen auch beim Ein- und Ausladen mit an. 

Tipp #5: Nicht stressen lassen

Auch wenn das leichter gesagt als getan ist, am wichtigsten ist es immer noch, sich nicht zu arg stressen zu lassen. Es stehen viele hilfreiche Tipps und Tricks zur Verfügung, wie ein Umzug möglichst unkompliziert ablaufen kann. Natürlich ist ein Umzug mit Spannung, Aufregung, Veränderungen und viel Organisation verbunden. Manchmal liegen die Nerven blank und er wird zu einer Herausforderung für die ganze Familie. Alles in allem lässt sich aber auch viel dafür tun, dass es für jeden Beteiligten eine tolle Erfahrung wird. Genügend Freizeit zu schaffen und mittels Checkliste den Überblick zu behalten ist schon mal ein Mittel, um diesem Ziel näher zu kommen.

Bildnachweis: Drazen / stock.adobe.com

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