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Stressabbau durch Autosuggestion: So überlisten Sie sich selbst!

Stressabbau durch Autosuggestion: So überlisten Sie sich selbst!
geschrieben von Jutta Baur

Stress findet hauptsächlich im Kopf statt. Wie kann das sein? Es ist doch der Termindruck, der mir Magenschmerzen verursacht. Es liegt an den hohen Anforderungen meines Alltags, weswegen ich so viel grüble. Es ist die viele Arbeit im Haushalt und mit den Kindern, die mich erschöpfen.

Wenn Sie sich die Gedanken, die Ihnen bei Stress durch den Kopf gehen einmal genau anschauen, werden Sie feststellen, dass die meisten davon, stressverstärkend sind: „Das schaffe ich nicht mehr!“ oder „Wenn ich das nicht hinkriege, werden andere böse auf mich sein!“ oder „Wenn meine Arbeit nicht perfekt ist, wird mein Chef mich irgendwann entlassen!“

In der Regel sind sie nicht nur irrational, weil sie absolutistisch sind. Sie erkennen das an Worten wie muss, immer, unbedingt. Diese Gedanken werden zudem durch ihre ständigen Wiederholungen auch zu selbsterfüllenden Prophezeiungen. Wer sich oft genug selbst gesagt hat, dass er etwas nicht schaffen wird, schafft es am Ende wirklich nicht. Der Stress ist damit beinahe unvermeidlich.

Was können Sie tun?

Zum einen sollten Sie darauf achten, welche Gedanken Ihnen bei Stress im Kopf herum gehen. Werden Sie achtsam gegenüber Ihren persönlichen Niedermachern und Stressverstärkern.

Darüber hinaus sollten Sie den Spieß einfach umdrehen. Benutzen Sie Autosuggestion bewusst zur Bewältigung von Stress. Dies geschieht mit so genannten Affirmationen. Das sind positive Gedanken, die wir uns immer wieder selbst vorsagen. Damit nehmen wir gezielt Einfluss auf unsere innere Haltung, die bestimmt, was wir tun oder was wir nicht tun. Wir nutzen damit eine Quelle enormer innerer Kraft.

Dass das recht gut funktioniert, haben Sie bestimmt schon einmal bei Hochleistungssportlern beobachtet. Vor einem Wettkampf versenken sie sich mental und stärken sich, indem sie sich positive, aufbauende Sätze oder Gedanken vorstellen. Von einem bekannten, erfolgreichen Rennrodler weiß man, dass er sich im Startbereich mit den Worten „Ich bin der Sieger!“ seinen Zieleinlauf ausgemalt hat.

Knifflige Situationen, wie Prüfungen, Einstellungsgespräche oder Reden vor Publikum lassen sich mit der passenden Autosuggestion viel leichter bewältigen. Um das zu erreichen, sollten Sie sich an einige wichtige Regeln halten:

Formulieren Sie Ihre Affirmation stets positiv. Das Unterbewusstsein versteht keine Verneinung. Lassen Sie uns das an einem kleinen Beispiel testen: Denken Sie jetzt bitte nicht an einen Elefanten! Das klappt nicht. Auch Sie haben an einen Elefanten gedacht. Das Gehirn kann sich nichts vorstellen, um es dann wegzunehmen.
Formulieren Sie in der Gegenwartsform. Ihre Affirmation soll immer aktuell sein. Darum ist es notwendig sie so zu gestalten, dass sie jederzeit Gültigkeit hat. Das geschieht im Präsens. Beispiel: „Ich werde rechtzeitig fertig.“

Formulieren Sie so, dass Ihre Affirmation keine Vergleiche enthält. Auch hier gilt, die Aktualität ist ausschlaggebend. Ob Sie früher weniger Stress hatten, ist für Ihr Unterbewusstsein augenblicklich nicht wichtig. Formulieren Sie so kurz und klar, wie möglich, z. B. „Ich arbeite überlegt!“ oder „Ich bin ganz ruhig!“

Je häufiger Sie Affirmationen benutzen, desto mehr gehen sie Ihnen in Fleisch und Blut über und desto wirksamer werden sie. Viel Erfolg!

Bildnachweis: blas / stock.adobe.com

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Jutta Baur