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Stress und Sorgen schaden dem Herz

Lesezeit: 2 Minuten Stress in der Beziehung und Sorgen um die Familie machen nicht nur der Psyche zu schaffen, sondern schaden auch dem Herz. Wer häufig mit familiären Problemen konfrontiert wird, hat offenbar auch ein erhöhtes Risiko für eine Angina pectoris.

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Stress und Sorgen schaden dem Herz

Stress und Sorgen schaden dem Herz

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Dass ein anstrengendes Familienleben auf das Herz schlägt ist das Ergebnis einer dänischen Untersuchung. Bereits in der Vergangenheit hatten die Forscher der Universität Kopenhagen mehrere Studien untersucht und dabei festgestellt, dass Menschen mit einer befriedigenden persönlichen Situation, eine funktionierende Beziehung und einem sorgenfreien Familienleben auch weniger Herzprobleme hatten. Nun wollten die Wissenschaftler um Dr. Rikke Lund herausfinden, ob auch der Umkehrschluss zulässig ist, also dass ein unbefriedigendes Privatleben das Herz schädigt.

Herz und Privatleben

Die dänischen Wissenschaftler befragten knapp 4.600 Männer und Frauen zwischen 40 und 50 Jahren, die zu Beginn der Studie keine Herzbeschwerden hatten (Epidemiology and Community Health online). Nach sechs Jahren wurden die Versuchspersonen erneut untersucht. Dabei wurde das Herz genau unter die Lupe genommen.

Gleichzeitig wurden die Probanden nach ihrer privaten Situation, also der Qualität der Beziehung zum Partner, den Kindern, Verwandten, Freunden und Nachbarn befragt. Zu jedem dieser Punkte mussten die Personen Angaben machen, ob es Konflikte gibt, wie viel sie für diese Beziehungen aufwenden müssen und wie sehr die Situation ihnen Sorgen bereitet. Zudem mussten sie angeben, ob und wie viel praktische und emotionale Unterstützung sie von den verschiedenen Gruppen bekommen.

Bei der Auswertung fanden die Forscher sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern bei jedem zehnten Symptome von Angina pectoris. Dieser Schmerz in der Brust ist ein Vorläufer der koronaren Herzkrankheit. Auffällig war, dass die Symptome bei älteren, weniger wohlhabenden und leicht depressiven Menschen deutlich häufiger auftraten als bei den Menschen, die keinen Konflikte in ihrem Privatleben ausgesetzt waren.

Herzschmerz

Betrachtet man die einzelnen Gruppen, waren Probleme mit dem Partner der größte Risikofaktor vor Schwierigkeiten mit den Kindern. Dies erhöht das Angina pectoris-Risiko um das 3,5- bzw. 2-fache. Während Sorgen um weitere Familienmitglieder ebenfalls das Herz-Risiko erhöhten, wirkten sich die Beziehungen zu Freunden und Nachbarn nicht auf die Herz-Gesundheit aus. Dabei galt: je größer und je häufiger die Sorgen, desto mehr Schaden nahm das Herz.

Im Bezug auf diese Studie sollten also gerade Herz-Patienten darauf achten, ein harmonisches Familienleben zu führen.

Bildnachweis: hanack / stock.adobe.com

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